Ich bin ein Netizen der frühen Jahre. Ein Bewohner der Netze seit den Tagen, als es in Österreich noch gar kein Internet gab. Worum geht es heute?

Ich bin ein Netizen der frühen Jahre. Ein Bewohner der Netze seit den Tagen, als es in Österreich noch gar kein Internet gab. Worum geht es heute?

Man macht nichts falsch, wenn man die neue „Arge Kulturpakt“ ein zartes Pflänzchen nennt. Diese Reaktion auf Gleisdorfs kulturpolitische Krise wird augenblicklich von einem kleinen Kreis interessierter Personen getragen.

Was für ein launiges Schicksal. Innerhalb eines recht kleinen Zeitfensters sind zwei Männer gegangen, die für einander gute Freunde waren, sich außerdem gemeinsam in der regionalen Kulturarbeit engagiert haben. Sie zeigten ein erhebliches Maß an Weltgewandtheit, hatten über Jahrzehnte hinweg immer wieder über Tellerränder hinausgeblickt, waren in vielfältige Kontraste gegangen, um andere Kulturen zu erkunden.

Das Aprilfestival (Wie etwas begann)
Das Aprilfestival wurzelt in der langjährigen Arbeit von Kunst Ost. Dabei waren zwei Kunstveranstaltungen (2008 und 2009) wegweisend, die bewußt dezentral angelegt wurden, um den Bezirk zu durchlaufen.

Das Aprilfestival liegt hinter uns und mit „Die Quest III“ sind wir gut beschäftigt, Kunstpraxis und Kunstdiskurs Richtung Jahresende 2018 zu bewegen. Knapp davor werden wir das heurige Kunstsymposion realisieren, wobei Maler Nikolaus Pessler eine weitere Rolle spielen wird und außerdem „Mythos Puch“ seine fünfte Ausgabe erfährt.

Eine Kulturkonferenz auf Wanderschaft („Talking by Walking“) gehört heute nicht zu den allgemein vertrauten Modalitäten des Betriebes. Ursula Glaeser (Kulturbüro Stainz) hatte eine weitere Station dieses Genres realisiert, diesmal zum Thema „Quellen der Inspiration“.

Eine SEHR ersten Angelegenheit! Nein, eigentlich nicht. Ein fröhlicher Moment. Zum heurigen Aprilfestival, das wieder von Winfried Lehmann kuratiert wurde, haben sich die Akteure von Fokus Freiberg zusammengetan, um ein Buch zu erarbeiten. Neben Lehmann auch Helmut Oberbichler und Ewald Ulrich.

Eine kleine Programm-Konferenz. Die Detailarbeit einzelner Kulturinitiativen. Eine kulturpolitische Kooperation von drei Dörfern. Es ist ein komplexer Prozeß, der laufend neu nach Konsens-Überprüfungen verlangt.
Einige Gedanken zum zweiten Abschnitt von „Die Quest“, an besonderen Reisenden festgemacht. Im Mai 1859 starben zwei markante Persönlichkeiten, in deren Leben das Reisen und das Suchen enormes Gewicht hatten. Wissensgewinn. Erkenntnisgewinn. Der Begriff einer Quest läßt sich auf beide anwenden.

Unternehmer Ewald Ulrich zieht Schlüsse aus seinem bisherigen kulturellen Engagement im Rahmen von Fokus Freiberg. Einer davon lautet, daß er dem Aprilfestival wieder mehr regionale Tiefe geben mag, es also etwas ausweiten wird.
