Archiv für den Monat: September 2012

Wovon handelt Kulturpolitik? #25

Kunst, Kultur, Politik, Kulturpolitik
Die Kunst ist der Gesellschaft zu gar nichts verpflichtet. Wer mir mit Floskeln kommt wie „Die Aufgabe der Kunst ist es…“, kriegt von mir in der Regel zweierlei zu hören. Erstens: „Rutschen Sie mir den Buckel runter!“ Zweitens: „Lernen Sie Kulturgeschichte!“

Zur Erinnerung, seit der Renaissance haben wir Übereinkunft in der zentralen Frage und dieser Konsens wurde bisher noch nicht aufgehoben: Die Kunst ist sich selbst Auftraggeberin und keiner anderen Instanz als sich selbst verpflichtet.

Beim Gleisdorfer Kunst-Symposion, von links: Die Kunstsammler Erich Wolf und Hans Roth, Carmen Gasser-Derungs und Remo Derungs (Gelbes Haus, Flims), Künstler Martin Krusche, Ludger Hünnekens (Burda Museum, Baden-Baden), Künstler Richard Kriesche (Foto: Andreas Turk)

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Netzkultur, Regionalentwicklung, „basis-kunst“

Ein LAN ist ein Local Area Network. Ein WLAN ist überdies „wireless“, also drahtlos. Das fanden wir im Gleisdorfer Restaurant „Gut“, um einen angenehmen Platz für unsere Session zu haben. So ein drahtloses Netzwerk vor Ort bietet Internetverbindung. Also konnten wir unsere Laptops auf den dunklen Tisch wuchten und loslegen.

Winfried Lehmann (links) und Wolfgang Kober

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basis-kunst: Kunst als Symbolfigur

Aus der Liste meiner bevorzugten Kultur-Mantras:
Gesellschaftliche Realität wird nicht hauptsächlich, aber überwiegend durch Medienanwendung konstruiert.

Die Behauptung läßt sich auch so aufstellen:
Was in unseren Medien vorkommt, gilt als real, was darin nicht vorkommt, kann nur unter großen Mühen als existent behauptet werden.

Das meint keine individuellen Positionen, sondern breitere Wahrnehmung, soweit sie der aus „Öffentlichkeit“ bezogen werden. Anders gesagt, wenn mein Tun medial nicht in Erscheinung tritt, wird im 15 Kilometer entfernten Weiz kaum jemand annehmen, daß es mich gibt und daß ich etwas Sinnvolles tue.

Man muß es nicht zu sehr verallgemeinern. Ich beziehe mich da augenblicklich vor allem auf kulturelles Engagement.

Künstler Richard Kriesche (links) und Kunstsammler Erich Wolf

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basis-kunst: Schlußfolgerungen… folgen

Das Symposion [link] ist eine kräftige Markierung im Raum und auf dem Zeitpfeil unserer Vorhaben. Gerade in einer Phase, welche in der gesamten Steiermark mehr als krisenhaft erlebt wird, was gewöhnlich den Bereichen Kunst und Kultur größte Einbrüche beschert, gehen wir nach einem längeren Prozeß der Vorarbeit an die Öffentlichkeit und sagen klar, daß wir der Gegenwartskunst hier, in der Provinz, ganz neue Bedingungen schaffen wollen.

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basis-kunst: Jetzt aber…

Ob ich gut gelaunt bin? Ich könnte kaum vergnügter sein. Naja, ich könnte so vergnügt UND trunken von Lamprechts Weißburgunder sein. Das wäre noch eine zusätzliche Nuance, die mir behagen würde. Aber der neue Weißburgunder ist noch nicht auf Flaschen gezogen.

War jemand 2010 dabei, als wir die erste LEADER-Kulturkonferenz der Steiermark (mit der damaligen Kulturlandesrätin Bettina Vollath) in einer Weizer Autowerkstatt über die Bühne brachten? Das fanden vorab nicht alle Beteiligten so passend. Aber das hat hinreißend funktioniert. Jetzt kommt es noch eine Spur heftiger.

Kulturkonferenz in der Werkstatt vom „Loder Luis“

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