Mitte November des Vorjahres war klar, daß im steirischen Kulturgeschehen eben eine Lawine abgeht. Etwas pathetisch formuliert: Wir werden sie surfen müssen oder davon verschüttet werden.

Mitte November des Vorjahres war klar, daß im steirischen Kulturgeschehen eben eine Lawine abgeht. Etwas pathetisch formuliert: Wir werden sie surfen müssen oder davon verschüttet werden.

Ich bin ein Netizen der frühen Jahre. Ein Bewohner der Netze seit den Tagen, als es in Österreich noch gar kein Internet gab. Worum geht es heute?

Am 25. Jänner 2026 war der „Sparkurs in Gleisdorf“ ein Thema: „Was ist uns das kulturelle Leben noch wert?“ (Kleine Zeitung). Im gleichen Blatt am 23. März 2026: „Debatte im Gleisdorfer Rathaus: Wer zahlt den Preis für die Kunst?“

Mein kulturelles Engagement hat in der Oststeiermark 1986 begonnen. Das ergab seither höchst kontrastreiche Erfahrungen damit, was a) unter Kunst- und Kulturschaffenden möglich ist, was b) daraus im Wechselspiel mit Politik und Verwaltung gelingen kann.

Ich erlebe in den Social Media zweierlei. Allgemeine Themen zu Kunst und Kultur bekommen moderate Zugriffe. Da sind zirka 150 bis 250 ganz passabel. Geht es aber um regionale Kulturthemen mit exponierten Personen, fahren die Zahlen oft bemerkenswert hoch.

Am 15. April 2026 war von Gleisdorfs Kulturreferent Karl Bauer zu erfahren: „Nach drei Arbeitssitzungen wird nun ein privates Proponentenkommitee in Form der ‚ARGE Kulturpakt‘ unter Ewald Ulrich neue Akzente setzen und die bisherigen Funktionen übernehmen, erweitern und ausbauen!“

Stell es Dir so vor: Du hast ein supernes Schlagwort gefunden. So einen knackigen Wohlfühlbegriff. Zum Beispiel: „Die Kulturschmiede“. Dann fiel Dir mitten in der Nacht ein superner Slogan dazu ein.

Kultur ist kein Park der Denkmäler, auch kein geistreich dekoriertes Gräberfeld, sondern eine Dünung, welche sich quer durch die Zeiten ständig bewegt.

[Vorlauf] Wir erleben, wie die konventionelle Medienlandschaft in der Provinz einer belasteten Wirtschaft folgt und markante Einbrüche erlebt.

[Vorlauf] Unruhe im Gebüsch. Die Buschtrommeln lassen mich wissen, was im Milieu von meinen Rezensionen der Krisenbewältigungs-Aktionen in Sachen Gleisdorfer Kulturpolitik gehalten wird.
