Die sollen kämpfen! VII

Es kam nun mit Afghanistan wie mit Notre Dame, Charlie Hebdo, der schießwütigen Kanaille von Wien und anderen Sensationen, die uns den Alltag bunter machen. Die Kurve der Ömpörung ging kurz hoch, flachte ein wenig ab, brach schließlich. Was nachklingt, sind vor allem schlampige Ferndiagnosen, in deren Getöse fundierte Kommentare leicht untergehen.

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Die sollen kämpfen! VI

Also! Afghanistan. Genug der Ömpörung? Haben wir nun ein paar neue Klarheiten? Ich hab inzwischen etliche Leute aus meinen Facebook-Kontakten gelöscht, die mir zu lange mit Fotos von zerstörten Trommeln und afghanischen Frauen in westlichen Klamotten auf den Zeiger gegangen sind. Dieses ömpörte Aufplustern mit derlei ewig wiederkehrenden Bildchen ist irgendwie Stil eines soziokulturellen Kameradschaftsbundes, dessen Leute aus den Fauteuils nicht mehr hochkommen.

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Was es wiegt, das hat’s XXXV: Kontinentaldrift

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Ich habe jüngst mit Musiker Oliver Mally eine Art kultureller Zwei-Kontinenten-Theorie erörtert. Er teilt meine Erfahrung und folglich Einschätzung, daß wesentliche Kräfte des heimischen Kulturgeschehens, die wir durch ihr Auftreten und ihre Aussagen kennenlernen, auf einem anderen Kontinent zu Hause sind, wo eine andere Kultur gepflegt wird als jene, die mir vertraut und schlüssig erscheint. Die günstigste Deutung: wir sind einander über diese Kontinente hinweg fremd und verstehen nicht, was gesagt, was getan wird.

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Bertl ist gegangen

Ich hab deshalb keine große Geschichte zu erzählen, aber die Nachricht vom Tod des Bertl Pfundner hat in meinem Kopf eine Flut von Bildern ausgelöst. Der Tag, an dem wir uns das erste Mal begegnet sind, ist zufällig notiert. Der 1. Juli 1983, das Sommerfest in der Grazer „Brücke“.

Rechts im Bild: Bertl Pfundner, 1983

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Beyond Memory

Die Erinnerungsmaschine von Facebook ist ein amüsanter Themengenerator. Manchmal sehe ich erst durch solche Funktionen der Software dieses oder jenes Muster in Verläufen. Eben habe ich im Gleisdorfer „Zeit.Raum“ die Episode V eingerichtet: „Crescendo“ (…mit einer Arbeit von Radenko Milak) [Link]

2014: Krusche on Milak by Trtovac at Gleisdorf
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