Schlagwort-Archiv: kulturpolitik

Wir

Mit der Corona-Pandemie ist unsre gesellshaft unter einen Druck geraten, der manches verdeutlicht, der Fragen aufwirft, der etablierte Konzepte einer Selbstdarstellung ins Wanken bringt. Was meint jemand, wenn dieses „Wir“ ausgerufen wird? Eine Erkundung meines Umfeldes.

Martin Krusche (rechts) im Gespräch mit Roger Chapman

01) Doctor youtubis causa
02) Wo noch niemand war
03) Die boomende Wirerei

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Es ist das 19. Jahr meines auf 20 Jahre angelegten Projektes „The Long Distance Howl“. Siehe dazu: Das neunzehnte Jahr“!

Siehe zur gesamten Themenstellung auch: Meine Post-Beuys-Befindlichkeit!

Doctor youtubis causa

Es ist so leicht dahingesagt: Wir! Das handelt oft von völlig unüberprüften Annahmen. Ich hab es mir inzwischen abgewöhnt. Dieses sagenhafte „Wir“ hat keinen breiteren Konsens. Gut, ich sag sicher noch gelegentlich: „Wir, das Kulturvölkchen.“ Damit ist aber ein Metier gemeint, ein Berufsfeld, sozial völlig fragmentiert.

(Quelle: profil)
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Meine Post-Beuys-Befindlichkeit III

[Vorlauf] Sinnliche Wahrnehmung und rationaler Diskurs. Wer in Fragen zur Kunst nach Erkenntnis sucht, nach einer nächsten Klarheit, und dabei diese beiden Optionen gegeneinander ausspielt, blockiert sich selbst. Nebenbei bemerkt: Seit wann generieren wir Wahrheit, indem wir bloß die Widersprüche eliminieren?

Script: Selman Trtovac
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Meine Post-Beuys-Befindlichkeit II

[Vorlauf] Das schlampige „Beuyseln“ und meine Post-Beuys-Befindlichkeit, die zu debattieren ist… Mit Beuyseln meine ich ein sinnentstelltes Zitieren von Beuys. So vor allem der völlig niedergerittene Satz „Jeder Mensch ist ein Künstler“ (eingangs schon angedeutet). Es zeigt sich als ein praktisches Ausplündern des Beuys’schen Oeuvres. (Es verstellt auch den Weg auf eine kritische Betrachtung des Künstlers Joseph Beuys.)

Joseph Beuys (Foto: Pivari, Ausschnitt, CC BY-SA 4.0)
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Das neunzehnte Jahr

Eine Faustregel, die auf der griechischen Tragödie beruht, lautet: ohne Krisis keine Katharsis. Da wir gewöhnlich jede Art von Veränderung scheuen, die – wenn sie unabwendbar scheint – große Widerstände erzeugen, sagen viele: „Katharsis nein Danke!“ Lustig! Als ob sich dadurch Krisen vermeiden ließen.

Ausschnitt aus einer Arbeit von Chris Scheuer
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