Kulturförderung
Was investiert die steirische Bevölkerung in ihr kulturelles Leben? Der Begriff Förderung erscheint mir etwas antiquiert, unangebracht, denn vieles davon ist eine Kofinanzierung.

Kulturförderung
Was investiert die steirische Bevölkerung in ihr kulturelles Leben? Der Begriff Förderung erscheint mir etwas antiquiert, unangebracht, denn vieles davon ist eine Kofinanzierung.

Das Aprilfestival (Wie etwas begann)
Das Aprilfestival wurzelt in der langjährigen Arbeit von Kunst Ost. Dabei waren zwei Kunstveranstaltungen (2008 und 2009) wegweisend, die bewußt dezentral angelegt wurden, um den Bezirk zu durchlaufen.

Netzwerke und prozeßhafte Arbeit, Teil II
Ein paar meiner bevorzugten Mantras in der Wissens- und Kulturarbeit scheinen nicht aus der Mode zu kommen. Zum Beispiel: „Vernetzung ist kein Inhalt, sondern ein Werkzeug.“ Warum ich das betone? Weil wenigstens die letzten zehn Jahre deutlich gemacht haben, daß sich aus öffentlichen Geldern Budgets lukrieren lassen, wenn man Vernetzungsarbeit als Projektinhalt angibt, besser: vorgibt.

(Für eine nächste Kulturpolitik)
Es ist naheliegend und gar nicht anders denkbar: Im Kulturbetrieb haben sich während der Corona-Krise verschiedene Lager formiert, die inhaltlich an vielen Stellen erheblich divergieren. Ich finde genug Punkte, zu denen ich in völligem Dissens stehe. Da zeigen sich Positionen, denen ich nicht zustimmen kann.

Am Vorabend der Wahl
Nun ergab sich eine kulturpolitische Markierung. Man kann es nicht erfinden. Ich staune über diese 26. Kalenderwoche 2020 im Übermaß. Aber der Reihe nach. An diesem Sonntag findet die Gemeinderatswahl statt, auf die wir mitten im Lockdown verzichten mußten. War all das ein Weckruf für unser politisches Personal?

Es sind ja nicht bloß die Verschwörungs-Ministranten und Corona-Kollaborateure, dank derer aktuell Fundamente der Demokratie erodieren. Seit wenigstens 20 Jahren zeigt sich, daß weite Bereiche der Politik zunehmend zu Public Relations verflachen. Außerdem hat Europas Politik in den letzten zehn Jahren einen massiven Rechtsruck erlebt.

Kulturpolitik nach dem Lockdown
Die Corona-Pandemie wurde zu einer bemerkenswerten Prüfung für unsere Gesellschaft; und für unsere Politik. Was macht eine unsichtbare Bedrohung mit uns? Wie gehen wir mit Nichtwissen um? Wo reagieren wir zuerst, wenn Instanzen der Gemeinschaft Schaden nehmen? (Das berührt Fragen nach Systemrelevanz.)

Oder: Wissens- und Kulturarbeit in Tränen ersäufen?
Vorweg: wie sollte eine relevante Kulturpolitik ohne zeitgemäße Medienkompetenzen gelingen? Wann verhandeln wir wo die konzeptionellen Grundlagen eines Kulturbetriebs nach der Pandemie? Wenn ich mir eine dauerhafte Erregung über Kummer und Ärgernis rund um die Welt gönne, könnte mir schnell die Luft ausgehen, sobald ich mich um konkrete Probleme vor meiner Nase scheren sollte. Können wir über notwendige Balance reden?

Dreisprung
Hier noch einmal die drei Punkte und ihr Kontext, damit ich das dann in die Ablage schieben kann. Es waren eigentlich unübersehbare Markierungen: 2010, 2015 und 2020 wurden die Strukturen unsres Kulturbetriebs so massiv erschüttert, daß man sich hätte in Träumerei flüchten müssen, um es nicht zu bemerken.

Prozeßhafte Arbeit
Ich konnte nicht vorhersehen, daß innerhalb der 20 Jahre, die ich mir für „The Long Distance Howl“ vorgenommen hatte, ein so weitreichender Umbruch in Bewegung kommen würde. Ich hab gerade 12 Wochen Lockdown durchlaufen, was bedeutet, die meisten Tage dieser Zeitspanne hatten etwas von Knast mit Ausgang.
