Was wir derzeit wissen

Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann, zugleich Landeskulturreferent, spricht über die Region, spricht darüber mit Funktionstragenden aus der Region, und erwähnt dabei eine Reihe positiver Aspekte.

Kunst- und Kulturschaffende der Region auf gutem Weg, um in neuer Weise ernst genommen zu werden.

Man beachte den ersten Absatz des Artikels (Kleine Zeitung, 22.5.13), in dem gleich zweimal die Kategorie KULTUR vorkommt: „Der Bezirk Weiz, sagt Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP), sei ein ganz besonderer – in wirtschaftlicher wie in kultureller Hinsicht. Wirtschaftlich stehe der Bezirk besonders gut da und ebenso in der Kultur gebe es etliche Projekte, die auch von der EU gefördert werden.“ [Quelle]

Wir von kunst ost sind natürlich nicht die einzigen Leute, die hier spannende Dinge tun, aber wir dürfen uns da sehr wesentlich gemeint fühlen, zumal unsere Arbeit ausdrücklich DEZENTRAL angelegt ist und im Kern dem Geist eigenständiger Regionalentwicklung verpflichtet wurde.

Dazu kommt, daß wir unsere Projekte auch mit dem Landeszentrum, mit Graz, verknüpft haben. Erstens, weil sich das inhaltlich in einigen Bereichen nahegelegt hat. Zweitens, weil es mir dabei um die Einführung von Augenhöhe geht, dann das Zentrum-Provinz-Gefälle a la 19. Jahrhundert gehört eingeebnet.

Wovon ich da konkret rede? Etwa von unserem GISAlab, das eine bisher einzigartige Einrichtung in der Steiermark ist, wo übrigens gerade heute die Künstlerin Stefanie Wuschitz (Miss Baltazar’s Lab) mit den jungen Mädchen den Teil „Elektrizität III“ durchnimmt: [link]

Oder von unserer Kooperation mit dem Johann Puch-Museum Graz, wobei wir gerade daran arbeiten, den Themenkomplex Mobilitätsgeschichte/Geschichte des Transportwesens zwischen Graz und der Region zu entwickeln: [link]

Unser Weg ergibt auch temporäre Kooperationen wie jene mit der „Akademie Graz“, woraus sich freilich – bei entsprechend positiven Erfahrungen – längerfristige Zusammenarbeit entwickeln kann; siehe: [link]

Solche Verfahrensweisen dienen auch der Idee, daß inspirierte Leute nicht dauernd aus der Provinz in die Zentren abwandern müssen, um interessante Betätigungsfelder zu finden.

Wir haben inzwischen belegen können, daß wir in der Regionalentwucklung eine relevante Rolle spielen

In der WOCHE vom 22.5.2013 wird über eine derzeitige Bilanz der „Energieregion“ berichtet. Darin heißt es unter anderem: „Einen interessanten Bürgerbeteiligungsprozess „Vision 2050“ hat er [Obmann Christoph Stark, Anm.] mit seinem Team begleitet, aus der die ‚blühende Energieregion’ als Resultat hervor ging.“

Eben diesen Prozeß haben auch wir sehr detailliert mitgetragen, siehe: [link]

Weiters steh da: „Zudem hat sich die Region von 2009 bis 2013 dem Thema ‚Kultur-Region’ verschrieben.“

Das ist definitiv Teil unserer Agenda, die wir von Beginn an klar gewichtet haben. Anfang August 2009, als wir im EU-Kontext noch das Stichwort „Slow Motion“ forciert hatten, war in unserer Arbeitsvorschau „Slow Motion 2009 – 2013 (Projektübersicht)“ folgende Passage festgeschrieben:

Zielsetzung: WAS?
+) Strukturen in der Region schaffen bzw. ausbauen
+) Kompetenzen anheben (Staat, Markt, Privatpersonen)
+) Kulturelle Identität schaffen bzw. erhöhen „Energieregion“ ist Kulturregion

Ein Gesprächsprotokoll der damaligen Obfrau Michaela Zingerle vom 7.12.2009 bezieht sich auf ein Arbeitstreffen mit dem vormaligen Weizer Bürgermeister Helmut Kienreich und dem Gleisdorfer Bürgermeister Christoph Stark von Oktober 2009: [link]

Regelmäßige Arbeitstreffen sind unverzichtbar. Von links: LEADER-Managerin Iris Absenger-Helmli, Kulturreferent Alois Reisenhofer und City Manager Gerwald Hierzi

Dort ist auch ein Ideenpapier downloadbar, das im Protokoll erwähnt wird: „Themenpapier: ‚Nachdenken über Weiz’ – Kienreich hat dieses Papier ausdrücklich begrüßt. Wünschen uns ein Briefing über die kulturpolitische Positionierung von Weiz in der neuen Kulturregion.“

Zum nachstehenden Punkt ist es allerdings bis heute nicht gekommen: „Iris organisiert Termin mit Köhler – Kuckenberger – Felgitsch – Faul (Verwaltung und Politik)“

Weiz hält sich in Fragen einer regionalen Kulturpolitik und einer möglichen Kulturregion immer noch bedeckt. Das müssen wir akzeptieren. In diesen Jahren ist aber auf jeden Fall der „Kulturpakt Gleisdorf“ entstanden, wie er im oststeirischen Raum vorerst noch singulär ist.

Dieser Pakt ist heuer auch formell bekräftigt und nach außen kommuniziert worden. Er soll die Basis für neue Entwicklungen in den kommenden Jahren bieten: [link]

Ich denke, wir dürfen redlich geltend machen, daß die Arbeit unseres offenen Kollektivs in den letzten Jahren auf die Region anregend eingewirkt hat, dabei die Rolle der Kunst- und Kulturschaffenden in den Augen maßgeblicher Funktionstragender sehr aufwerten konnte.

— [Kulturpakt Gleisdorf] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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