Howl: Jahr 18, neun

Kulturpakt und Kulturspange

„Die Kulturspange ist das Ergebnis des Arbeitsjahres 2014. Wir sind damit bei einem konkreten Modus angekommen, der Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft in Wechselwirkung bringt.“ [Quelle]

Künstler Selman Trtovac

In der ersten Phase war das ein Kooperationsansatz zwischen Heterotopia PertpetuumMobile (Selman Trtovac, Serbien), Kunst Ost (Martin Krusche, Oststeiermark) und Netzwerk Salzkammergut (Günther Marchner, Obersteiermark) mit etlichen Querverbindungen. [Link]

Der Rückblick zeigt, daß ab diesen Ereignissen (2014/2015) das regionale Kulturgeschehen nicht mehr zur Ruhe gekommen ist, ein wachsendes Kräftespiel von außen für permanente Bewegung sorgte. Ich hab an anderer Stelle schon dargelegt, wie über die Markierungen 2010, 2015 und 2020 eine krisenhafte Entwicklung den gesamten Kulturbereich durchdrungen hatte.

Dabei kam es zu erheblichen Erosionen der ethischen Konzepte im Betrieb. Im Jahr 2015 hatten sich die Konsequenzen der steirischen Doppelbudgets und Strukturreformen (nach 2010) deutlich erwiesen. Im Kielwasser des großen Crash der Lehman Brothers (2008) und den weltweiten Folgen veränderten sich auch lokale Gegebenheiten unausweichlich.

Am 23. Juli 2015 war zu notieren: „Also haben wir den Kulturpakt Gleisdorf hinter uns gelassen und die Kulturspange neu ausgerichtet.“ Den Angelpunkt bildeten der kultur.at: verein für medienkultur in Kooperation mit Kunst Ost. (Standort Gleisdorf). Das regionale Gegenüber bildet die Kulturinitiative Fokus Freiberg (Standort Ludersdorf-Wilfersdorf). [Quelle]

+) Die Bruchstelle 2015
Diese Entwicklung war in Gang gekommen, weil eine Bruchstelle hinter uns lag. Das Gleisdorfer Büro für Kultur und Marketing hatte den von uns konzipierten und über einige Jahre eingeführten Kulturpakt Gleisdorf übernommen, verändert, den eigenen Interessen angepaßt. Mit dem 19.3.2015 war – ohne jede Abstimmung mit uns – ein anderer Modus etabliert worden. Siehe dazu die Details in: Bruchstelle“!

Kurz davor war die Kulturspange zum Stand Februar 2015 klar aufgestellt: [Link] Zur unmittelbaren Vorgeschichte gehörte eine regionale Kulturkonferenz die im Mai 2013 formelle Züge annahm: [Link] Siehe dazu übrdies: „the track: axiom | 2014“ mit „Regionale Kulturkonferenz: Provinz – nicht provinziell“ [Link] und: Die Konsequenz der Konferenz!

Die Kulturspange war ab dieser Zeit mit dem Kulturpakt Gleisdorf nicht mehr vereinbar. Es hatte eine heftige Kontroverse gegeben. Eine der nachhaltigsten Veränderungen wurde bald darauf von der damaligen Kulturpakt-Beauftragten der Gemeinde, Katharina Scheidl, vorgenommen. Sie schaffte die laufenden Plenartreffen ab. Damit war ein grundlegender Aspekte des Kulturpaktes und des Bottom up-Prinzips eliminiert.

Martin Krusche: Wissens- und Kulturarbeit auf der Höhe der Zeit

Wir haben uns von diesem Terrain zurückgezogen, um weitere Konflikte auszuschließen. Es galt, ein neues Feld zu entwerfen, das einer kontinuierlichen Wissens- und Kultrarbeit in der Provinz, also abseits des Landeszentrums, gewidmet werden konnte. So entstand die Ebene Dorf 4.0

+) 2015: Die Kulturspange…
…ist gerade in ihre Phase III übergegangen. Es ein primäres „Arbeitsdreieck“ und ein breiter angelegtes Arbeitsnetzwerk. Eine Betonung liegt auf „Kunst, Wirtschaft, Wissenschaft“. [Quelle]

+) 2016: Dorf 4.0: Nächste Ebene
Das 4.0 war zu begründen, aus der Sozialgeschichte abzuleiten: Albersdorf 1.0: Das rein agrarische Gebiet (Keine Chance auf Wohlstand). Albersdorf 2.0: Durch eine teilweise Industrialisierung grundlegend verändert, bereichert. Albersdorf 3.0: Um Nischen des urbanen Lebens ergänzt, wesentlich über Effekte der Mobilitätsbranche und einiger High Tech-Betriebe.
Albersdorf 4.0: Auf dem Weg in die schon laufende Vierte Industrielle Revolution. [Quelle]

+) 2016: Dorf 4.0, Drei Dreiecke

  • Drei Gemeinden: Albersdorf, Hofstätten und Ludersdorf
  • Drei Felder: Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft
  • Drei Regionen: Oststeiermark, Weststeiermark und Ausseerland [Quelle]

Das war im Kontext „Leader Transnational: Kultur & ländliche Entwicklung“ aufgestellt und bei uns mit drei Themen verlnüpft: „Die Ehre des Handwerks. Das Gewicht der Kunst. Der Geist in der Maschine.“

+) 2018: Das Dörferdreieck
…ergibt einen Angelpunkt. Albersdorf, Hofstätten und Ludersdorf sind das engere Bezugssystem im Projekt „Dorf 4.0“, quasi die zentrale Bühne. [Quelle]

— [Stadt-Land] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
Dieser Beitrag wurde unter dorf 4.0, Kulturpolitik abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.