Medienkonvergenz

Das Blogmobil ist für die neue Saison gerüstet. Heimo Müller hat das Equipment erweitert. Das fahrbare Medienlabor kann für sehr unterschiedliche Zwecke umgerüstet werden. Müller ist an diese Brückenfunktion interessiert, wo Analoges in Digitales übergeht.

Heimo Müller und sein Blogmobil

Heimo Müller und sein Blogmobil

Ist das nun die Stelle, an der die Dinge in eine Nichtexistenz des Digitalen entschwinden? Ist es die Zone, wo das vergängliche Ewigkeit erlangt? Und was kommt im Internet der Dinge auf uns zu?

Das sind übrigens Fragen, die hier unter „Fiat Lux: Panorama“ untersucht werden: [link]

Fragen über Fragen in einer radikalen Umbruchsituation unserer Kultur. Da ich nun Müller weiter im Boot habe, ist stabilisiert, was ich an anderer Stelle schon erwähnt habe. Wir sind derzeit mit einem Zugriff auf mediale Möglichkeiten ausgestattet, die ein halbes Jahrtausend Kulturgeschichte ausmachen.

Graphic Novelist Chris Scheuer, hinter ihm Buchbinder Johann Kober

Graphic Novelist Chris Scheuer, hinter ihm Buchbinder Johann Kober

Nein, da übertreibe ich keineswegs. Bedenken Sie bitte, worüber wir innerhalb der Gang of Excellence derzeit verfügen. Als wir kürzlich mit Chris Scheuer seine ersten Holzschnitte druckten, realisierte der ausgewiesene Dürer-Verehrer die älteste Vervielfältigungstechnik von Bedeutung. (Zur Erinnerung, Dürer: 1471–1528.)

Hier geht also unser Medien-Zeitfenster auf. Hochdruck, Tiefdruck, Offset, Digitaldruck… alles verfügbar. Im Bereich „Konvergenz: Pop“ habe ich beschrieben, wie wir einst in der Kulturformation GARAGE mit Tonträgerproduktionen begonnen haben; Musikkassetten, Langspielplatten aus Vinyl: [link]

Den Videobereich deckt derzeit Heimo Müller ab. Ich hab dieses Medium auch schon öfter und gerne genutzt, um Miniaturen zu schaffen, die aus bemerkenswerten Begegnungen heraus entstanden.

Wie gerne erinnere ich mich an zwei Herren, die uns schon verlassen haben. Der Maler Hannes Schwarz: [link] und Tattoo-Legende Herbert Hoffmann: [link]

Oder Handwerker Roman Hold, der noch sehr lebendig ist, wie er einen Hot Rod fertigstellt: [link]

Mit Chris Scheuer war ich eben erst Ölfarben kaufen. Im Zugriff auf diese alte Technik haben wir Übereinkunft gefunden, als Duo „One Pager“ anzugehen und dabei Comic-Gigant George Herriman Referenz zu erweisen; siehe: [link]

Von links: Industriedesigner Alfred Urleb, Unternehmer Ewald Ulrich und Blogmobilist Heimo Müller

Von links: Industriedesigner Alfred Urleb, Unternehmer Ewald Ulrich und Blogmobilist Heimo Müller

Derweil wartet Unternehmer Ewald Ulrich geduldig, bis ich meine Trümmer zusammenhab, auf daß wir die Phase zwo von „Fiat Lux“ [link] in die Gänge bekommen können. Das ist die konzeptionell völlig anders angelegte Digital-Maschine; im Kontrast zu Müllers Blogmobil.

Zugegeben, wenn ich gerade versuche, das zusammenzudenken, bekomme ich zwischendurch eine Komplexitätskrise. Aber entlang dieser Details mag verstanden werden, daß es keinesfalls übertrieben ist, wenn ich vorbringe, daß wir ein halbes Jahrtausend Mediengeschichte covern, um unsere gemeinsame Anstrengung in einem kollektiven Kunstprojekt zu bündeln.

— [Edition Freiberg] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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