LEADER: Fazit I

Das Ende des Arbeitsjahres 2014 kommt in Sicht. Das heurige Kunstsymposion geht in seine Schlußphase. Die Dinge liefen etliche Monate quasi On Stage und Back Stage; also auf der Bühne und hinter der Bühne.

Gleisdiorfs City-Manager Gerald Hierzi setzt auf zeitgemäße Kulturarbeit

Einen Teil dieser Abläufe realisieren wir im Rahmen eines 2014er-LEADER-Projektes mit dem Titel „Kulturpakt Gleisdorf 2014“. Projektträger ist der TIP: Tourismusverband Gleisdorf, Projektbetreuer der City-Manager Gerwald Hierzi.

Einer der Inhalte dieses Projektes lautet: „Auswertung und Konsolidierung der Arbeitsergebnisse unserer Projektphase 2009 bis 2013“. Dieses 2014er-Projekt drückt aus, wohin die Reise ging:
+) Vom Subventionsempfänger zum Kooperationspartner
+) Kooperation der drei Sektoren Staat, Markt und Zivilgesellschaft

Das handelte Back Stage etwa von der „Formierung von themenbezogenen Arbeitsgruppen und inhaltliche Arbeit quer durchs Arbeitsjahr“. Dazu gehört unverzichtbar die „Formierung und professionelle Begleitung von Projektgruppen zur Umsetzung von Veranstaltungen/Projekten.“

So einige Agenda, wie sie zur Projekteinreichung formuliert wurden. Dabei erschien uns ein ortsübergreifender Arbeitsansatz unverzichtbar. Also generell: „Koordination und Dokumentation der genannten Arbeitsfelder: lokal, regional, überregional.“

Aber auch speziell, um uns mit erfahrenen Leuten anderer Orte auszutauschen, damit sich klären läßt, was von unseren Schritten nur am eigenen Ort Relevanz hat und was davon auch jemandem unter anderen Bedingungen nützlich erscheint.

Von links: Bürgermeister Peter Moser (Ludersdorf), Regisseur Alfred Ninaus und Gemeinderat Karl Bauer (Gleisdorf) beim Gleisdorfer Kunstsymposion

Dieser Bereich der Evaluierung und des Erkenntnisgewinnes ist unter anderem als „Kulturspange“ definiert.

Es geht da aber nicht nur um die Metaebene, sondern auch um längerfristige Kooperationsansätze. Ein Teil dieser Agenda ist so zusammengefaßt: „Transregionales Projekt: Kulturpakt Gleisdorf 2014 und Netzwerk Salzkammergut arbeiten an mehreren regionalen Fragestellungen gemeinsam“.

Ein anderer Teil entfaltet sich in der Kooperation mit „Fokus Freiberg“ oder in einer mobilen Einheit, und zwar mit dem „Blogmobil“ („Roadbook“).

Die „Weiterführenden Themen- und Projektarbeit mit dem Schwerpunkt Gegenwartskunst, internationale Arbeitskontakte und Kooperationen.“ versteht sich von selbst und konnte heuer vor allem im 2014er-Kunstsymposion eine starken Akzent erfahren.

Es gibt in diesen Abläufen eine sehr spezielle Herausforderung. Etliche Projekte, die wir beobachten und einige Zeit verfolgen konnten, mit denen wir teils auch näher zu tun hatten, zeigen eine antiquierte Pose, indem sie Modi reproduzieren, der schon vor 15, 20 Jahren State of the Art war.

Der Kulturbereich als ernstzunehmendes Genre regionalpolitischer Entwicklungen: Links Gleisdorfs Bürgermeister Christoph Stark, rechts von ihm City-Manager Gerwald Hierzi

Es hat sich allerdings inzwischen so vieles so gründlich verändert, vor allem ab 2008/2009, daß anzunehmen wäre, nicht nur die Modi, auch die Grundlagen der regionalen Kulturarbeit müßten völlig neu erhoben, entworfen, erprobt werden.

Dieses Projekt ist intendiert, eben dieser Herausforderung in den kommenden Jahren nachzukommen. „Kulturpakt Gleisdorf 2014“ als LEADER-Projekt soll den Ausgangspunkt für dieses Vorhaben klären, markieren, und eine erste, taugliche Arbeitsanordnung schaffen, die in Kooperation mit anderen Kräften zur Wirkung kommt.

— [Generaldokumentation] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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