Was es wiegt, das hat’s X: Löschen und Schweigen

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Mein erster Facebook-Kommentar zum vierten Klubgespräch des Landtagsabgeordneten Hannes Schwarz wurde nicht einfach gelöscht, sondern dem Facebook-Support als „Spam“ gemeldet und von dort aus gesperrt. Ich bin seit mehr als einem Jahrzehnt an Bord dieser Plattform. Doch diese Erfahrung ist für mich neu. Sie betraf meine 9er-Glosse „Kulturpolitische Agonie“.

Wenn mir ein Kommentar in meiner Facebook-Timeline mißfällt, werde ich ihn wohl dennoch stehen lassen und eventuell darauf antworten. Falls dieser Kommentar völlig substanzlos wäre oder pure Polemik, könnte ich mir eine Antwort ersparen. (Solche Entscheidungen fallen in jeder Debatte an, egal, unter welche Bedingungen.)

Sollte der Kommentar aber zum Beispiel in Bereiche wie Rassismus etc. vorstoßen, würde ich ihn löschen. Dieses Löschen ist nur eine Option. Ich könnte ihn auch der Facebook- Redaktion („Support“) melden, die aktiv wird, wenn Regeln verletzt wurden. Dann erhält man eine „Nachricht vom Support“, die einen über den Fall informiert.

So bemerkte ich, daß mein Kommentar zur Schwarz-Session „gegen unsere Standards zu Spam“ verstoßen habe. Das bedeutet, jemand aus dem Schwarz-Umfeld hat meinen Kommentar als Spam gemeldet, um ihn wegzubekommen. Gut, im Sinne von Antwortvielfalt eine mögliche Option.

Hannes Schwarz ist hier: Kunsthaus Weiz
Ich werde die Rezension dieses Gespräches natürlich noch verfassen. Dem Landtagsabgeordneten ist auf jeden Fall zu danken, daß er Anlässe schafft, den Stand und die Qualität des kulturpolitischen Diskurses in der Steiermark zu überprüfen. (Ich denke übriges nicht, daß Schwarz in der Sache selbst aktiv wurde, sondern daß jemnd aus seinem Umfeld nicht recht weiß, wie man so eine Situation handhaben soll.)

Übrigens!
Die Reihe „Klubgespräche“ hat auf Facebook zum heutigen Tag 2.544 AbonnentInnen. Zitat zum Format: „Hannes Schwarz, Klubobmann und Kultursprecher der SPÖ im steirischen Landtag, unterhält sich mit KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen quer durch die Steiermark. Er will wissen: wo drückt der Schuh, wie kann man helfen, wie schaut’s in der steirischen Kulturszene aus. Zu sehen: jeden letzten Donnerstag im Monat.“ [Link]

Eine Antwort auf die Löschung

guten tag, herr schwarz!

es gibt hier auf facebook – soweit ich weiß – zwei gängige modi:
a) jemand aus ihrem team löscht meinen kommentar.
b) jemand aus ihrem team meldet meinen kommtentar der redaktion, die ihn als spam wegschießt.

vielleicht sorgen auch sie selbst für diese facebookleiste und löschen allenfalls kommentare. ich würde es begrüßen, wenn jemand auf meine einwände zu antworten beginnt, statt meine inputs zu löschen.

mein wichtigster grund: sie publizieren hier ihre themen nicht namens der steirischen SPÖ, der es natürlich freistünde, den themenhorizont gemäß eigener interessen einzuschränken.

sie treten als steirischer landespolitiker auf und äußern sich generell kulturpolitisch, was ich als eine aufforderung zum kulturpolitischen diskurs deute. ich würde gerne wissen, wie sie sich die weitere entwicklung dieser situation vorstellen.

empfehle mich!
martin krusche
(künstler)

— [The Long Distance Howl] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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