Die Moped-Saga

Vor 60 Jahren kam „Die blaue Zweisitzer“ auf den Markt, die Puch DS 50. Tatsächlich 1959? Ja. Und dennoch sieht man die Daisy ab und zu noch im Alltagseinsatz. Weit öfter, so scheint es mir, ist heute die Stangl-Puch in Gebrauch. Ihre sparsame Konstruktion war ja auch die Basis der Daisy: dieser effiziente Rahmen aus zwei gepreßten Stahlhälften.

Titelblatt von „Motorwelt-Revue“, Heft 1/2 1956


Das ist die Puch MS 50, der erste große Verkaufsschlager Österreichs auf diesem damals neuen Kraftfahrzeugsektor. Endlich durfte man die Strampelei aufgeben, brauchte für das motorisierte Unterwegssein keinen Führerschein, fand im Maurer-Bock ein robustes Fahrzeug, das im Betrieb sehr sparsam ist.

Puch war in den Folgejahren absoluter Marktführer. Es kamen freilich auch andere interessante Mopeds daher. Nun trifft sich der Daisy-Sechziger mit 60 Jahren, die es den Steyr-Puch Haflinger gibt. Zehn Jahre später, 1969, schwärmten die Mofas aus, schlug das Puch Maxi phänomenal auf dem Markt ein. Diese Mofas haben bis heute eine große Verbreitung und wurden auch von KTM gebaut, außerdem von Tomos in Slowenien.

Puch Monza von einem G 500 4×4 Quadrat

Das ergibt nicht nur ein dickes Kapitel der Mobilitätsgeschichte, es lief auch auf wesentliche Beiträge zur Sozial- und Kulturgeschichte hinaus. Also ist es höchste Zeit, die „Moped-Saga“ zu erzählen. Und das machen wir nun vor dem Hintergrund einer Befassung mit den Schnittstellen zwischen Volkskultur, Popkultur und Gegenwartskunst. (Ein Projekt im Rahmen von Dorf 4.0.)

— [Die Moped-Saga] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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