Konvergenz: Kleine Achsenbildung

Im vorigen Beitrag „Konvergenz: Konsequenz“ ist knapp skizziert, wie sich nun über den Themenkomplex KWW (Kunst, Wirtschaft, Wissenschaft) das Arbeitsjahr 2016 auftun soll. Dazu hat dieser Tage Wissenschafter Günther Marchner in Gleisdorf seine Optionen erörtert.

Günther Marchner in Gleisdorf

Günther Marchner in Gleisdorf

Inzwischen ist geklärt, daß das Eike Forum [link] in Bad Mitterndorf für uns als obersteirische Partner-Organisation fungieren wird. Gerade die markanten Unterschiede der beiden Region machen diese Kooperation attraktiv, denn so läßt sich passabel klären, welche Fragen ausreichend grundlegender Art sind, um da wie dort Gewicht zu haben.

Zu diesen Überlegungen zählen Fragen wie „Wie entsteht Neues?“ und „Wie reflektiert man Wandel?“ Aus der Volkskunde haben wir heuer mehrfach die Frage nach der „Zukunftsfähigkeit einer Region“ bezogen, wo wir uns nach „Volkskultur in der technischen Welt“ umsahen.

Wir reden aber auch über „Fehlerkultur“ und eine „Kultur des Nichtwissens“. Zu diesen Themen schöpfen wir gleichermaßen aus den Kognitionswissenschaften und aus den Kompetenzen der alten Meister, was Handwerker meint, die heute zwischen 70 und 80 sind.

Aus der Kunst und aus der Philosophie beziehen wir die Frage, wie man dem Begegnen soll, das noch nicht gedacht werden kann; im Sinn einer Zuneigung, was ja „Konvergenz“ bedeutet. Wissend, daß unserem Tun Überlegungen folgen werden, zu denen wir selbst nicht in der Lage sind, haben wir dabei eine Reihe von Verhaltensoptionen.

In all dem scheint eine Art „Verzicht auf den Glanz von Wichtigkeit“ geboten. Das wirft gelegentlich politische Probleme auf, wo ein Funktionärswesen manchmal dazu neigt, nur das zu unterstützen, was eine darstellbaren Erfolg verspricht.

Da sich aber zum Beispiel ZUKUNFTSFÄHIGKEIT erst in der Zukunft erweisen kann, demnach kaum innerhalb einer Legislaturperiode darstellbar, womöglich beweisbar ist, stoßen wir hier auf Probleme.

Auch die Verwaltung zeigt Anfälligkeiten für solche Barrieren, wo der Mut fehlt, PROZESSE als Leistung und als geleistete Arbeit zu betonen. Für erfolgreiche Unternehmen ist derlei dagegen kein Geheimnis, auf dem Kunstfeld sowieso nicht.

Auch avancierte Wissenschaft ist mit solchen Praxen vertraut. Im banalen Alltag werden wir oft darauf hingewiesen, daß jemand solche Zugänge für relevant hält, wo Leute Sprachregelungen wie „Querdenken“ verwenden; übrigens eine äußerst trübe Kategorie.

Ich weiß natürlich was es meint und darf verraten, genau das, was manche für „Querdenken“ halten, ist übliches Denken, wenn es vorankommen will, falls jemand nicht bloß wie ein toter Fisch, Bauch nach oben, auf den Gewässern plätschernder Gedanken treiben möchte.

Doch wer ist nun zum Thema „Konvergenz 2016“ aufgestellt? Zum jetzigen Zeitpunkt: Eike Forum, Fokus Freiberg, Kunst Ost und Kultur.at. So führt eine kleine Achse der Bearbeitung genannter Themen quer durch die Steiermark

+) Konvergenz 2016 [link]

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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