Was es wiegt… #73: das Weizer Panel

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

„Lieber Martin, wie bereits telefonisch angekündigt: ich würde mich SEHR freuen dich am 10.5.2022, Treffpunkt 15.00 Uhr Kunsthaus Weiz bei der Diskussion zur ‚Kulturstrategie 2030‘ an meinem Thementisch ‚Bereichs- und ressortübergreifendes Arbeiten‘ begrüßen zu dürfen.“ So jüngste Post von Dr. Iris Absenger-Helmli (Geschäftsführung, A & E Weiz-Gleisdorf GmbH, Büro Energieregion Weiz-Gleisdorf)

Wolfgang Neffe (Kunstpark St. Ruprecht/Raab)

Was ich nun schon weiß: an diesem Thementisch werden mir unter anderem der Gleisdorfer Kulturreferent Karl Bauer, Vizebürgermeister Peter Moser (Ludersdorf), Wolfgang Neffe vom Kunstpark St. Ruprecht/Raab und Astrid Kury von der Akademie Graz gegenübersitzen. Das trifft sich vorzüglich mit meinen Themen. Ein paar meiner speziellen Interessensschwerpunkte:
+) Aktuelle Klärung der Begriffe, damit wir wissen, wovon wir reden.
+) Repolitisierung der Kulturpolitik.
+) Best Practice im Bereich der regionalen Wissens- und Kulturarbeit.

Iris Absenger-Helmli hat die überaus knifflige Aufgabe, in der Energieregion Weiz-Gleisdorf extrem unterschiedliche Interessen zu moderieren, verschiedene Genres in Wechselwirkung zu bringen und dabei Wege in die Projektpraxis zu ebnen.

Karl Bauer ist ein ausgewiesener Kunstliebhaber, hat langjährige Erfahrung als Kulturschaffender, übernahm kürzlich dieses politische Amt in der Stadt Gleisdorf, was ebenfalls bedeutet, sehr kontrastreiche Interessenslagen zu bearbeiten.

Astrid Kury leitet die Akademie Graz, was von der Qualität her bedeutet: das ist ein Referenzpunkt bezüglich Wissens- und Kulturarbeit, unter Einbeziehung der Gegenwartskunst. Kury steht exemplarisch für das Beisammenhalten von Aktion und Reflexion in der langjährigen Entwicklung so einer Kultureinrichtung.

Astrid Kury (Akademie Graz, im Gespräch mit Künstler Ryts Monet)

Peter Moser, heute Vizebürgermeister von Ludersdorf-Wilfersdorf, hat dem Kulturgeschehen in der Gemeinde über weite Strecken erheblichen Rückhalt gegeben, hat sich stets auch auf inhaltliche Fragen eingelassen. Er war nicht bloß aktuell Projektleiter im Bereich „Wegmarken“, sondern bewährte sich über Jahre als Kooperationspartner bei mehreren LEADER-Kulturprojekten (im Kontext „Dorf 4.0“), denn für Laien der Zivilgesellschaft ist es oft schwierig, bei den realpolitischen Gegebenheiten der Region an den richtigen Stellen anzudocken.

Wolfgang Neffe steht für ein Projekt, das in unserer Region einzigartig ist. (Ich kenne freilich auch in der übrigen Oststeiermark kein vergleichbares Vorhaben.) Der Kunstpark St. Ruprecht/Raab ist eine dynamische Einrichtung, in der hauptsächlich Kräfte aus der Region laufend neue Inputs einbringen, was als eine Anordnung im öffentlichen Raum naturgemäß einen niedrigschwelligen Zugang für Menschen aller Interessenslagen bietet.

Das Thema des Weizer Panels („Bereichs- und ressortübergreifendes Arbeiten“) ist für mich optimal gewichtet. Ich stehe für zwei Genres. Als Künstler schätze ich prozeßhafte, auch kollektive Arbeitsweisen, bin aber im Kern Lyriker, was eine Solo-Hackn ist. Als Kulturschaffender beschäftig mich Wissens- und Kulturarbeit in der Provinz, also abseits des Landeszentrums. In diesem Bereich bin ich überdies als Sachbuchautor präsent. Siehe dazu „Volkskultur“ und „Netzkultur 1985 bis 2022“!

Zu meiner beruflichen Position habe ich voriges Jahr ein kleines Grundsatzpapier verfaßt, von dem ich heuer für die Mai-Session beim Weizer Panel ausgehen will: „Krusches Brevier“ (Aus meinem kulturpolitischen Gebetsbüchlein)

— [Das Weizer Panel] —
— [The Long Distance Howl] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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