Die Kraft eines Abends

Wie sich Dinge entfalten… Da schrieb Carolina Sales Teixeira von dieser Ausstellung in der CIB-Sprachschule in Gleisdorf. Malerin Gabi Troester und Keramikerin Elisabeth Saurugg kannte ich schon von früheren Veranstaltungen. Den Ort kenne ich erst seit wenigen Tagen, als wir dort ein Arbeitsgespräch hatten; siehe: „Running Code“ (Work in Progress)

Richard Mayr und Gabi Troester

Sales Teixeira meinte: „Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, dort zu sein, aber falls es euch interessiert, schaut einfach mal vorbei.“ Ich hatte außerdem mit Fotograf Richard Mayr aktuell ein paar Dinge zu besprechen. Der kennt wiederum Gabi Troester, außerdem Wolfgang Neffe (Kunstpark St. Ruprecht), über den wir grade erst gesprochen hatten, den wir nun bei dieser Veranstaltung trafen.

Habib und Veronika Ait Ali Oumansour

Das ist ein besonderer Nutzen solcher Abende. Man bekommt einen lebhaften Eindruck, wo Menschen mit ihren Interessen und Leidenschaften gerade angelangt sind.

Das gastgebende Ehepaar kannte ich noch nicht. Veronika und Habib Ait Ali Oumansour haben mit MARRAKESCHaustria in Gleisdorf eine Schnittstelle der Kulturen eingerichtet. Die beiden waren wiederum mit Adelheid Berger im Einvernehmen, weil das Gleisdorfer Marrakesch und die Sprachschule bloß durch ein, zwei Türen getrennt sind.

Wolfgang Neffe und Gabi Troester

Berger verwaltet diesen Bereich, an dessen anderem Ende das Atelier von Sales Teixeira liegt, wo wir uns kürzlich getroffen haben. Dazu kommt, daß der Zeit.Raum, den ich mit Monika Lafer bespiele, bloß ein paar Schritte über der Gasse liegt: [Link]

Derlei meine ich, wenn ich das Wort „Möglichkeitsraum“ erwähne. Sie ahnen vielleicht, was das alles bedeuten kann, beziehungsweise: was da zu klingen beginnt.

Susanne Laher, Stephan Weiß und Michael Groschner

Da ist auf wenigen Quadratmetern eine hohe Dichte an kulturellem Potential und wie die Vernissage am 1. April 2022 deutlich gemacht hat: diese räumliche Anordnung ist ein perfektes Ensemble für das Genre Kleinkunst, also im günstigsten Fall ein kulturelles Mehrsparten-Haus.

Ich war überrascht, wie mühelos sich das Geschehen des Abends in den verschiedenen Segmenten der Location wie von selbst zurechtgerückt hat. Das bedeutet wohl, hier werden weitere Erörterungen stattfinden, wie man so eine Einrichtung stabilisieren kann, damit sie den Erschütterungen durch aktuelle Unsicherheiten widersteht, denn ich halte es für extrem attraktiv, wenn das geistige Leben einer Stadt seine zivilgesellschaftlichen Fundamente hat.

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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