30 Jahre LEADER IV

Eine Presseaussendung, die a) steirische LEADER-Regionen mit b) „Die STEIERMARK-SCHAU“ verknüpft, nennt „steirischen Destinationen des mobilen Pavillons“. Das gibt uns einen Überblick und macht deutlich: da haben sich LEADER-Managements im Vorfeld der großen Schau schon früh verständigt und Programm entwickelt.

Weshalb fiel mir das nie auf, obwohl ich derzeit Schlüsselperson des einzigen LEADER Kulturprojektes der Energieregion Weiz-Gleidorf bin? Weil es offenkundig keinerlei Verständigung mit primären Kräften in den Regionen gab. Das muß alles ab der Management-Ebene entstanden sein. Zitat aus der Presseaussendung:

„Die STEIERMARK-SCHAU zeigt im mobilen Ausstellungspavillon im Rahmen eines Films die Arbeit der 15 steirischen LEADER Regionen, welcher einerseits den europäischen Gedanken durch die Projekte sowie deren hohen Innovationsanspruch thematisiert, andererseits auch den besonderen Kultur- und Kunstbezug in diesen Regionen. In den steirischen Destinationen des mobilen Pavillons – Hartberg, Spielberg, Schladming und Bad Radkersburg – wird auf die Themen Kunst, Vielfalt und Landschaft in Bezug auf die Steiermark eingegangen.“

Kurioses Detail: Sprecher der 15 steirischen LEADER-Regionen ist der Gleisdorfer Bürgermeister und Nationalratsabgeordnete Christoph Stark, derzeit mein Projektleiter im oben erwähnten LEADER Kulturprojekt („Wegmarken“).

Verstehen Sie mich recht, ich hab keinerlei Ambition, mich in diese Sache hineinzureklamieren. Wir sind mit unserem Projektverlauf gut beschäftigt und ich könnte da derzeit keinerlei Unruhe brauchen, um andere Agenda zu bearbeiten, als jene, die wir im Projektteam entwickelt haben.

Christoph Stark (2.v.l. © Foto: Land Steiermark)

Aber es ist bemerkenswert, daß es nicht einmal ein Gespräch gegeben hat, daß also Boss und LEADER-Managerin „den besonderen Kultur- und Kunstbezug in diesen Regionen“ verwaltet haben, aber nichts verweist auf unsere „Wegmarken“, zu denen es kommenden Herbst ein Buch geben wird.

Dieses Buch IST das regionale LEADER Kulturprojekt und es handelt von einem großen volkskulturellen Thema, zu dem es derzeit kaum relevante Publikationen gibt.

+) Der aktuelle Projektstatus
+) Das Dossier zum Gesamtvorhaben

Ich erwähne es nur so nebenbei: unser Gesamtvorhaben ist momentan in der inhaltlichen Konzeption sowie in der Verbindung von Ehrenamt und Hauptamt noch weitgehend einzigartig. Das heißt unter anderem, Politik und Verwaltung haben in diesen Dingen das Bottom up-Prinzip jenseits der Basis Kulturschaffender angesetzt, auf die Management-Ebene gehoben. Gut, das muß ihnen freistehen, soll aber notiert sein.

Das Statement meines Projektleiters, Sprecher der 15 LEADER Regionen, Nationalrat Christoph Stark: „Die 15 steirischen LEADER Regionen sind in den letzten Jahren trotz ihrer Vielfalt und unterschiedlichen Identitäten ein Stück zusammengewachsen. Das Ergebnis kann man hier sehen. Der innovative Zugang und der Bottom-up-Ansatz haben die Regionen in ihrem Wesen geprägt und zeigen jetzt im Rahmen der Pandemie eine hohe Transformationskraft. LEADER-Regionen sind die Innovationswerkstätten am Land.“ (Die Quelle)

Dazu bietet der Pressetext noch:
+) Landesrätin Mag.a Ursula Lackner freut sich
+) Landesrat Mag. Christopher Drexler postuliert
+) Statement von Alexander Kada, Gestalter des mobilen Pavillons der STEIERMARK SCHAU definiert Transformation

Die Presseaussendung
+) Das Dokument ist hier als PDF-Datei verfügbar: [Link] (225 kb)

— [Übersicht] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
Dieser Beitrag wurde unter Feuilleton, Kulturpolitik abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.