Synergiefragen

Ich setze seit Jahren auf kollektive Kulturarbeit. Das bewährt sich. Dafür möchte ich ein paar neue Optionen ausloten. Mit der Kulturspange gibt es schon eine Formation, die ihren tauglichen Modus hat. Das läßt sich vielleicht noch Verzweigungen zu engagierten Leuten zu. Das will erörtert werden.

Ich muß den Termin erst festlegen, aber Faktum ist, kommenden März wird es ein offenes Arbeitstreffen geben, bei dem sich die Crew der Kulturspange [link] mit erfahrenen Kulturschaffenden verständigt, um herauszufinden, was auch anderen einfällt, um unter den belasteten Rahmenbedingungen der letzten Jahre relevante Kulturarbeit zustande zu bringen.

Wie das nun kam? Manchmal habe ich Glück und eine kleine Plauderei, die ohne bedeutende Intention angezettelt wurde, liefert mir interessante Anstöße. So eben auf Facebook geschehen, wo ich mit Johannes Sfiligoj und Jörg Vogeltanz einen saloppen Gedankenaustausch hatte.

Ich lasse die Initialgeschichte beiseite und komme gleich auf den Punkt. Wir gehen auf ein Meeting zu, bei dem ich herausfinden möchte, welche Kooperationslagen sich in der nahen Zukunft bewähren können.

Einstürzende Budgets haben der Kulturarbeit in den letzten Jahren ebenso hart zugesetzt wie die weitergehende Abwertung von Wissensarbeit. Ich hatte dieser Tage erst wieder einige Zeilen Klartext zum Tabuthema Geld notiert; siehe: [link]

Was einzelne Kulturschaffende betrifft, betrifft auch Initiativen. Es bleibt keine Zeit, solche Problemlagen zu beklagen, weil für uns Kraft und Emotionen aufgehen, um kulturelle Optionen dennoch umzusetzen und unseren Spielraum dabei möglichst auch noch zu erweitern. Das verlangt jenseits individueller Talente und Möglichkeiten nach kollektiver Kulturpraxis.

Solche Art kollektive Praxis haben wir bei Kunst Ost in den letzten Jahren sehr konsequent ausgelotet. Dabei sind wir nicht allein geblieben. Es habe sich auch andere Formationen eingestellt, die mit uns punktuell oder auch längerfristig kooperieren.

Ein erheblicher Teil der letzten zehn Jahre war einer regionalen Community-Arbeit gewidmet. Dabei hat sich das „Aprilfestival“ als zentrales Erfahrungsfeld bewähnt und neuerdings verselbstständigt. Hier ein Überblick dessen Vorgeschichte: [link]

Dem gegenüber hat sich ein Teilbereich herauskristallisiert, den man als Profi-Liga skizzieren könnte. Der ist heute als die erwähnte Kulturspange formiert. Gegenwartskunst. Wissensarbeit. Sozial- und Mobilitätsgeschichte. Mit solchen Schwerpunkten sind wir beschäftigt.

Dem Arbeitstreffen, das ich hier schon ankündige, geht ein Meeting voraus, das wir Kulturspange-Leute mit Funktionstragenden der Stadt Gleisdorf und der Energieregion Weiz-Gleisdorf absolvieren. Politik und Verwaltung haben hier über den Kulturpakt Gleisdorf schon eine Gesprächs- und Arbeitsebene.

Im Kontrast zum regionalen Basisbezug des Kulturpaktes sind in der Kulturspange avancierte Kulturschaffende tätig, die selbstständig mit überregionalen und internationalen Aufgabenstellungen zurechtkommen. Wollen Sie laufend informiert werden, schreiben Sie sich in unseren Informationsverteiler ein: [link]

— [Generaldokumentation] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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