Ich, Origami Ninja

Hier endet mein Part in einem Experiment, das im vergangen Frühjahr begonnen hat. Ich hielt am Montag, dem 15. März 2021, eine „Jubiläums-Teledrink-Session“ ab, um dem Jahr nach dem ersten Lockdown symbolisch etwas gegenüberzustellen: „Auf das Leben, auf die Poesie!“ Damit entfaltete sich dann die Online-Präsenz der Origami Ninja Association.

Frühes Origami-Motiv nach einer Arbeit von Turner

Meine Vorstellung: eine feuilletonistische Leiste etablieren, die ausreichend unterhaltsam ist, um einen kulturpolitischen Diskurs interessant erscheinen zu lassen, die zur Partizipation anregt. Ich hatte mir das nicht als PR-Leiste für Kulturveranstaltungen, sondern als Diskursfeld vorgestellt.

Mir sind überdies Unbeherrschtheit und Angriffslust, wie sie zum Corona-Kontext in den Social Media laufend hochgehen, sehr zuwider. Also lautet eine der Gruppenregeln auf Facebook (unter „running code and rough consensus“): „wer hier anderen einen mangel an esprit zumutet und/oder einen mangel an intellektureller selbstachtung zelebriert, wird vom boss höflich zur tür begleitet“.

Ich hatte das in der Startphase des Projekte als einen Pas de deux von Musiker Oliver Mally und mir avisiert. Es ist auf Facebook als „das kulturpolitische kompetenz-duo krusche & mally plus ein denk- und möglichkeitsraum“ eingerichtet. Dazu das erste Mission Statement im Kontext „Martin Krusche & Oliver Mally im Pas de deux“.

Das war zu jener Zeit noch in meinem Projektabschnitt „New Concept Vertigo“ eingerichtet. (Ich bin inzwischen bei „Prisma: eine Quest“ angelangt.) Es hat sich nun also anders entwickelt. Das liegt in der Natur von Projekten, die ergebnisoffen sein dürfen, müssen.

Daher lege ich nun meine Redakteursfunktion zurück und konzentriere mich wieder stärker auf das Feuilleton von Kunst Ost, das auf Facebook seit vielen Jahren besteht. Was die Origami Ninja Association betrifft, habe ich etliche der vormaligen Facebook-Glossen zusammengefaßt und im Austria-Forum deponiert.

Martin Krusche by Heinz Payer

Ich werde das noch ergänzen und frühe Glossen für diese Forums-Leiste (Feuilleton: Kulturpolitische Annahmen und Behauptungen) bündeln, so daß die Dokumentation etwas vollständiger wird.

Was meine eigenen feuilletonistischen Ambitionen abgeht, aber auch mein Bedürfnis, Beiträge zu einem öffentlich gehaltenen kulturpolitischen Diskurs zu führen, ist mir die alte Struktur von Kunst Ost auf Facebook und im Web hinreichende Bühne; und da im Moment vor allen die Leiste „Was es wiegt, das hat’s“.

Die wurde inzwischen schon geadelt, indem eine Landesbedienstete (Kulturabteilung) und ein Vorstandsmitglied der IG Kultur Steiermark ihren Anwalt bemühten, mir wegen angeblicher Rufschädigung eine Klagsdrohung zu übermitteln. Das paßt in die Zeit, wo etwa die Regierung Kurz II gegenüber der Fünften Gewalt im Staat demonstriert hat: Wir schicken Euch lieber Post vom Anwalt, als in eine kritische Debatte zu gehen.

Ich danke für die bisherige Aufmerksamkeit!
Martin Krusche (Autor)

Relevante Links zum Thema
+) Origami Ninja Association auf der van-site
+) Origami Ninja Association (Ein Denk- und Möglichkeitsraum, als Labor angelegt) Eines Tages war klar: wir sind Wächter der Zuversicht. Ein Campieren im Jammertal kommt nicht in Frage. (Martin Krusche & Oliver Mally)
+) Für eine nächste Kulturpolitik (Glossen)
+) Feuilleton (Kulturpolitische Annahmen und Behauptungen)
+) Kunst Ost, das Feuilleton auf Facebook

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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