Dorf 4.0: Synergie-Konferenz

Ewald Ulrich (Fokus Freiberg) bot uns Rahmen und Bewirtung für unsere kleine Synergie-Konferenz auf Schloß Freiberg. Sie war eine von mehreren, mit denen wir uns verschiedene Themen und Kooperationspotentiale erschließen.

Von links: Ewald Ulrich, Winfried Lehmann und Peter Moser

Von links: Ewald Ulrich, Winfried Lehmann und Peter Moser

Diese Treffen sind außerdem unserem Praxisansatz der Wechselwirkung zwischen Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft gewidmet. Mit solchen Zugängen ist nichts flott erledigt. Das bedarf einiger Zeitspannen für die notwendigen Prozesse. Das ist auch ein wesentlicher Aspekt des Projektfeldes „Dorf 4.0“.

Es dürfte sich herumgesprochen haben, daß ich ein Anhänger kollektiver Kulturpraxis bin. Das prozeßhafte Arbeiten in einer kontrastreichen Formation ist mir eine unverzichtbare Erweiterung der einsamen Momente am Schreibtisch.

Von links: Katharina Asbäck

Von links: Katharina Asbäck, Heimo Müller, Peter Moser, Winfried Lehmann, Mario Emmer, Chris Scheuer, Ursula Glaeser und Ewald Ulrich

Diese kollektive Praxis der Kontraste ist außerdem unverzichtbar, wo große Themenstellungen zu bearbeiten sind. Ich komme dabei ohne die Kompetenzen anderer Leute ja nicht voran.

Seit die Konsequenzen der Finanzwelt-Desaster rund um Krisen der Lehman Brothers (2008/2009) die Welt umrundet und sich mit unseren hausgemacht Problemen verzahnt haben, sind Budgets wie Strukturen weggebrochen. Das hat den Kulturbetrieb beschädigt.

Darin liegt ein weiterer Grund für die Entwicklung kollektiver Verfahrensweisen. Angemessene Kooperationen und kluge Nutzung der inzwischen verringerten Ressourcen sollten uns bei der Arbeit jene Schritte ermöglichen, die in diversen Alleingängen nicht mehr zu schaffen sind.

Von links: Peter Moser, Anita Fuchs & Resa Pernthaller

Von links: Peter Moser, Anita Fuchs, Resa Pernthaller

Dazu kommt am Rande oder auch in den Fundamenten des Betriebes das Tabu-Thema der wachsenden Verteilungswettkämpfe. Im Rennen um noch verfügbare Budgets haben sich stellenweise durchaus brutale Modi eingeschliffen.

Da sind Verdrängungswettbewerbe salonfähig geworden. Dabei haben manche Funktionstragende in ihrem bedenkenlosen Vorgehen längst jenen Feldern Schaden zugefügt, deren Pflege eigentlich ihre Aufgabe ist. Müßig, solche Zustände anzuprangern. Man kann sie bloß meiden und selbst anders handeln.

Die Runde dieser Konferenz: Mario Emmer (Projektmanagement), Anita Fuchs & Resa Pernthaller (Resanita), Ursula Glaeser (Kulturbüro Stainz), Martin Krusche (Kunst Ost), Winfried Lehmann (Aprilfestival), Peter Moser (Bürgermeister Ludersdorf), Heimo Müller (Blogmobil), Chris Scheuer (Edition Freiberg) und Ewald Ulrich (Fokus Freiberg)

— [Doku] —

Kontext:
+) Dorf 4.0 [link]
+) Kunstsymposion 2016 [link]
+) KWW: Kunst, Wirtschaft, Wissenschaft [link]
+) Leader Transnational [link]

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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