April-Festival 2014: Der Schlußakzent

Dies ist das letzte der oststeirischen April-Festivals als Teil eines mehrjährigen Projektes. Im Jahr 2006 begann die Kunstformation kultur.at mit einem kulturpolitischen Experiment, auf das sich die Stadt Gleisdorf einließ.

Das führte unter anderem 2007 zu einer Kooperation mit dem Festival „steirischer herbst“ („next code: love“) und 2008 zur offiziellen Teilnahme an der ersten „regionale“ („next code: divan“).

Im Jahr 2009 entstand aus derlei Entwicklungen die soziokulturelle Drehscheibe „kunst ost“ als erstes steirisches LEADER-Kulturprojekt.

Dabei wurden Gegenwartskunst und Voluntary Arts auf dem gleichen Feld präsentiert, um einen Möglichkeitsraum geistiger Prozesse zu schaffen, auch kulturpolitisch innovative Schritte, in dem sich regionalpolitische Konsequenzen auf der Höhe der Zeit einstellen sollten.

Dieser Prozeß führte natürlich zu Kontroversen und weckte überdies allerhand Begehrlichkeiten, weil von der Formation Kunst Ost in Kooperation mit kultur.at während dieser Phase rund eine halbe Million Euro an Kulturbudget bewegt werden konnte, wovon ein überwiegender Teil von außen in die Region kam.

Solche Arbeitsleistungen bringen auch Neider und Goldgräber in Gang. Es gab sogar Funktionstragende der Region, die sich — gegen alle Reglements — aktiv bemüht hatten, Kunst Ost abzuschaffen.

In dieser Zeit haben auf der Landesebene zwei zuständige Personen nicht nur die günstigen Ergebnisse, sondern auch die Konflikte mitgetragen. Der zuständige LEADER-Fachreferent Gerald Gigler und in der Kulturabteilung Sandra Kocuvan.

Es war eine Ära permanenter Veränderungen, mit denen sich auch die regionale LEADER-Managerin Iris Absenger-Helmli stets zurechtfinden mußte. Und sei es nur, daß wir innerhalb eines Arbeitsjahres drei verschiedene Landeskulturreferenten erlebt haben.

Derzeit arbeitet noch Kulturwissenschafter Günther Marchner an seinem Résumé. Er hat uns mehrere Jahre begleitet. Nun wird von den aktuell beteiligten Kräften dieser Prozeß abgeschlossen.

Ein Arbeitsergebnis dieses Projektes ist der Kulturpakt Gleisdorf, welcher sich derzeit verselbstständigt. Dabei hat sich auch die Stadt Gleisdorf neue kulturpolitische Optionen erschlossen, die inzwischen sogar auf formeller Ebene im Gemeinderat ihren Niederschlag fanden.

Das Kulturlabor Kunst Ost sucht sich inzwischen neue Aufgaben im Rahmen des künstlerischen Langzeit-Vorhabens „The Long Distance Howl“ von Martin Krusche.

Alle weiteren Details zum April-Festival im Internet unter: [link]
— [Generaldokumentation] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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