Stille Tage

Das Jahr 2014 hat für mich in einiger Stille begonnen; mit erheblicher Papierfresserei. Also mit dem Durchkauen von Papier. Lesestoff, Geschäftsunterlagen, Projektpapiere. Es endete gerade die Aufbewahrungspflicht für Unterlagen aus dem Jahr 2006 sowie eine LEADER-Förderperiode. Viel Altpapier, das aus dem Haus geschafft werden will.

Ein Moment in Sidani Most

Ich hatte in den ersten Jännertagen in Slowenien zu tun, mußte etwa nach Sidani Most, was einen an Celje vorbeiführt. Den Rückweg nutzte ich für einen Abstecher nach Ptuj. Das sind Orte in der ehemaligen „Untersteiermark“, die vor 1919 Teil Österreichs war.

Das berührt alles schon unsere Arbeit an Beiträgen zum Jahr 2014, in dem an 1914 zu denken ist. Unser Hauptprojekt wird dazu heuer „The Track: Axiom * 2014“ sein: [link]

Nach Ptuj bin ich gefahren, weil dort die Puhov Most über die Drau führt, die Johann Puch-Brücke: [link] Das betrifft unser Thema Mobilitätsgeschichte.

Apropos Johann Puch! Kunst Ost hat letztes Jahr im Johann Puch-Museum Graz einen Kulturbereich eingeführt, in dem nun auch die Zeitungsarbeit begonnen wurde. Diesen Jänner kommt die erste Ausgabe der „Puch Museums-Revue“ heraus, ein Vorbote davon ist schon online.

Die Johann Puch-Brücke

Die Johann Puch-Brücke

Im Sonderdruck Nr. 1 liefert Peter Piffl-Percevic mit „Konzert der Konzerne“ eine kleine Historie der Steyr-Daimler-Puch AG: [link]

Zur Erinnerung: Die „Energieregion Weiz-Gleisdorf“ (in aktueller Fusionsphase mit der Region „Almenland“) hat zwei Hauptthemen:
a) Energieautarkie und
b) Mobilität.

Um als Kulturinitiative in dieser Entwicklung eine relevante Rolle spielen zu können, eignet sich für uns das Thema Mobilitätsgeschichte am besten. Da ergeben sich dann auch Möglichkeiten, mit künstlerischen Mitteln anzudocken.

Daß wir aber in der Sache mit dem Grazer Museum kooperieren, ist naheliegend, denn es ist zur Mobilitätsgeschichte das exponierteste Haus der Steiermark.

Doch der naheliegendste Arbeitsbereich ergibt sich momentan aus dem kommenden „April-Festival“, welches heuer nur ein Teil des Halbjahresschwerpunktes in der Region ist. Kunst Ost führt also diese Tradition weiter, bringt sich damit aber in einen größeren Zusammenhang ein, der vom Kulturpakt Gleisdorf in die Praxis umgesetzt wird.

Die Belange des Kulturpaktes werden derzeit von Katharina Scheidl verwaltet. Kunst Ost ist dabei eine von mehreren Kulturformationen, die aktiv mitwirkt.

Das handelt derzeit neben mir von vier weiteren Schlüsselpersonen, nämlich Karl Bauer, Irmgard Hierzer, Michaela Knittelfelder-Lang und Winfried Lehmann. Sie alle entwickeln eigenständige Beiträge, mit denen wir uns zusammenschließen.

Michaela Knittelfelder-Lang beim Dakten-Check

Michaela Knittelfelder-Lang beim Dakten-Check

So sollen die Arbeitsergebnisse des eben beendeten LEADER-Projektes weiter in der Praxis erprobt werden. Das April-Festival 2014 wird im Web hier dokumentiert: [link]

Ferner hab ich eine Generaldokumentation eingerichtet, wo via Web der Gesamtverlauf unserer Aktivitäten verfolgt werden kann: [link]

Die kommenden Wochen werden übrigens recht interessant, da ja auch andere LEADER-Kulturprojekte in der Oststeiermark ausgelaufen sind sowie ein Förderjahr des Landes geendet hat. Hinzu kommen die aktuellen Gemeinde- und Regionszusammenlegungen.

Es wird also sehr interessant zu sehen, welche Kulturinitiativen mit welchen Konzepten weiter für Kontinuität im regionalen Kulturgeschehen sorgen wollen und vor allem wie basisorientiert das Kommende sein wird.

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
Dieser Beitrag wurde unter Reflexion und Grundlagen abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.