Kulturpakt: Rückblick anläßlich des Projektabschlusses #2

Nun also kunst ost als ein Kulturlabor. Die Funktion als soziokulturelle Drehscheibe haben wir abgeben können. Das wurzelt ganz wesentlich in zwei Arbeitsergebnissen, die sich heuer ausdifferenziert und bewährt haben:

+) Der Kulturpakt Gleisdorf
… als neue Organisationsform und Arbeitsplattform, die nun nicht mehr bloß Sache von kunst ost ist, sondern von der eben neu formierten „Großgemeinde“ Gleisdorf als Praxismodell aufgegriffen und mit einer eigenen Beauftragten besetzt wurde.

+) Das Gleisdorfer Kunstsympsion
… mit dem ich einen klaren Schwerpunkt zur Gegenwartskunst habe, eine grenzüberschreitende Arbeitssituation und eine zeitgeschichtlich aktuelle Themenstellung:
a) Hundert Jahre Schüsse von Sarajevo
b) Hundert Jahre Avantgarde

Was den Kulturpakt Gleisdorf angeht, ist eine permanente Arbeits- und Gesprächssituation mit der Kommune (Politik und Verwaltung) und der Wirtschaft (City-Management) etabliert, die teils Sitzungen in Kleingruppen beinhaltet, teils öffentlich zugängliche Plenartreffen.

Das ist ein Praxismodell in Erprobung und sollte in seinen prinzipiellen Möglichkeiten generell geeignet sein, Kulturarbeit abseits des Landeszentrums neu zu ordnen. Eigenverantwortung und Bottom up-Prinzip als Basis für einen generellen Rollenwechsel, der von allen Beteiligten ein neues Rollenselbstverständis verlangt:

Vom Subventionsempfänger zum Kooperationspartner

Die Stadt Gleisdorf hat Mitarbeiterin Katharina Scheidl als Koordinatorin und Kulturpakt Gleisdorf-Beauftragte eingesetzt. Das Plenum bereitet für 2014 jeweils zwei Halbjahresschwerpunkte vor.

Für das erste Halbjahr war das April-Festival von kunst ost beispielgebend, das weiter bestehen wird; als Teil eines größeren Ganzen. Dabei bleibt wichtig, daß wir nicht zentralisieren, sondern auch weiterhin, wie die Jahre davor, diverse Orte der Region bespielen, womit wir schon bisher die Energieregion stets von Norden nach Süden durchmessen haben.

Für das zweite Halbjahr werden wir die heurige Erfahrung mit dem Herbst-Schwerpunkt ausbauen, verfeinern. Sie enstand 2013
a) aus einem Block von Beiträgen zum Thema Mobilität und
b) dem Gleisdorf Kunstsymposion.

Der Herbstschwerpunkt im Bereich Mobilität hat seine Vorgeschichte in der Auto Novo von 2012, einer Leistungsschau Gleisdorfer Autohändler. Wir hatten dazu einen kleinen Beitrag in Sachen Mobilitätsgeschichte erarbeitet und in der Galerie „einraum“ angeboten. Das war quasi ein Initialereignis für die aktuelle Weiterentwicklung, siehe: [link]

Für 2013 haben wir das dann auf eine andere Ebene und ungleich größere Dimension gebracht, die sich bewährte: „In Bewegung“ (Über individuellen Mobilität), September/Oktober 2013 | Gleisdorf, siehe: [link]

Im gleichen Zeitfenster realisierten wir das Gleisdorfer Kunstsymposion
a) zum Thema Zeitgeschichte und
b) Fragen zur Gegenwartskunst gewidmet:
„the track: axiom | südost“, siehe: [link]

Den Themenkomplex Gleisdorfer Kunstsymposion behandle ich später noch extra.

Im Augenblick ist vorrangig: Wir haben also eine Art Kernbereich erarbeitet, in dem kunst ost als Labor-Anordnung weiter wirkt. Dabei stützen wir uns auf:

a) einen Kreis von Schlüsselpersonen, die uns mit jeweils autonomen Ortsformationen (location crews) verbinden, welche quer durch die ganze Region an verschiedenen Orten ansässig und aktiv sind.

b) den Kulturpakt Gleisdorf, der größere Gesamtvorhaben auch für Einzelpersonen und Initiativen aufmacht, die keinen Anlaß sehen, sich kunst ost anzuschließen.

Zugleich ist das Pakt-Konzept angelegt, einen Arbeitsplatz in der Kommune zu fordern, durch den die anfallende Koordinations- und Administrationsarbeit für das größere Ganze geleistet wird.

[…] Das ist nur ein Textauszug! Das vollständige Dokument finden Sie hier als PDF-Datei verfügbar: [link]

— [Generaldokumentation] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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