Waffel III

[Vorlauf] Was weiß ich nun? Wenig! Die Gruppe „Wake up Gleisdorf“ bietet mir zur Veranstaltung einen Link, durch den ich die Berichterstattung der Regionalpresse (Kleine Zeitung) finde. Gut, das schaffe ich selbst auch, dazu bedarf es keiner etablierten Initiative.

Immerhin lese ich da: „Rund 120 Personen beteiligten sich an der Auftaktveranstaltung zum neuen Sachbereichskonzept für Grün- und Freizeitraum der Stadtgemeinde Gleisdorf. Raumplanerin Gerlind Weber rief zu einem sorgsamen Umgang mit Grünraum auf.“ [Quelle]

Die Stadt Gleisdorf liefert eine nützliche Page zur Veranstaltung: „Im Mittelpunkt stand dabei ein Vortrag von Frau Univ. Prof.in Gerlind Weber. Sie ist emeritierte Professorin an der Universität für Bodenkultur in Wien und eine profilierte Expertin für Raumordnung, insbesondere im Bereich des Bodenschutzes.“ Dabei finde ich eine interessante Download-Möglichkeit: „Vortragsunterlagen von Prof. Gerlind Weber (1,51 MB)“ Ja, so geht es mir, ich will derlei wissen: [Link]

Ich fand auch bemerkenswert: „Gestern Abend startete der BürgerInnenbeteiligungsprozess für das Sachbereichskonzept Grün- und Freizeitraum“. Ooookay! Und wie sieht der aus, der BürgerInnenbeteiligungsprozess? Kann man sich da wo anschließen, einbringen?

Dazu besteht immerhin einen Link aus dem Vorfeld der oben genannten Veranstaltung: „Weil es uns wichtig ist: Der Boden ist in Gleisdorf besonders wertvoll! Am 21. April startet der BürgerInnenbeteiligungsprozess für das Sachbereichskonzept Grün- und Freizeitraum mit einer hochrangig besetzten Informations- und Diskussionsveranstaltung im forumKLOSTER.“ [Quelle]

Themenbezogenes Fenster im Zeit.Raum mit einer Arbeit von Monika Lafer

Aber ich hätte doch gerne einiges von all dem etwas genauer gewußt. Aus dem Initiativenumfeld bekam ich wenigstens informell den Hinweis auf den Artikel in der Kleinen Zeitung. Fein! Aber den hatte ich ja schon ganz aus eigener Kraft gefunden.

Formell las ich im Facebook: „Wir waren sehr erstaunt und zugleich erfreut über die deutlichen Worte von Frau Prof. DI Dr. Gerlind Weber, die gestern im Rahmen der Veranstaltung ‚Boden – ein wertvolles Gut in Gleisdorf‘ einen Vortrag hielt. Sie hat die Herausforderungen unserer Zeit verdeutlicht und insbesondere auch die Stadtverantwortlichen aufgerufen JETZT umzudenken! Wir bedanken uns herzlich bei Ihr!“ (Eva Kollmann)

Ahnen Sie mein Problem? Selbst auf private Nachfrage bekomme ich kaum aktuelle Informationen, das Gleisdorfer Rathaus ausgenommen. Über Facebook ist nichts weiter zu erfahren. Wozu frage ich denn überhaupt, wenn mir niemand genauer antworten möchte?

Auf dem WOCHE-Server liefert mir die Suchmaschine den letzten Beitrag zum Stichwort „Wake up Gleisdorf“ vom 23. Dezember 2021. [Link] Geben Sie in die Suchmaschine wahlweise „Gerlind Weber site:meinbezirk.at“ ein, da kommt auch nichts an aktuellen Infos.

Ganz zu schweigen davon, daß der zuständige Gemeinderat Wolfgang Weber vor einiger Zeit ein ausführliches Statement gepostet hat: „FAKTEN vs. OPTIK / Zugegeben: es ist nicht immer leicht, Fakten auch als solche zu erkennen. Das gilt etwa auch in der Frage des geplanten gemeinnützigen Wohnbaus am oberen Ende der Gleisdorfer Schießstattgasse. Zu viele Ungenauigkeiten wurden in letzter Zeit – bewusst oder unbewusst – kommuniziert.“

Die launigen zweieinhalb Seiten enden mit den Worten „P.S. Herzliche Gratulation an alle, die den viel zu langen Text bis hierher gelesen haben“. Aber wo finde ich den Text heute? Ah ja, ich hab ihn eh.

Wurde darauf geantwortet? Gab es Einwände? Ergänzungen? Nein? Ja? Doch? Wollte ich was wissen? Entschuldigung, wenn ich störe! Ich ziehe die Frage zurück und bleibe ratlos, kann im Augenblick nur Jimi Hendrix zitieren: „‘scuse me while I kiss the sky!“ [Fortsetzung]

Nachtrag
Eine kleine Debatte auf Facebook wurde zum Anlaß, ein Memo bezüglich der Faktenlage aus der Sicht von Gemeinderat Wolfgang Weber zu verfassen. Mit dem Memo ist ein Facebook-Statement von Weber dokumentiert. Es trägt den Titel „Fakten vs. Optik“ und trägt das Datum 18. April 2022, 20:56 Uhr:

— [Download PDF] —

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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