fahrten südost #2

der flügel von einem kampf-jet mit jugoslawischem hoheitsabzeichen. graffiti darauf belegt, daß die ära titos braver pioniere vorbei ist. es wäre früher sicher als enorme respektlosigkeit gewertet und geahndet worden, wenn sich jemand auf den memorials heroischer haltungen aus titos tagen derart verewigt hätte.

post-weltkriegs-monument als landmark mit rasendem bedeutungsverlust

quer durch die neuen länder befinden sich außerdem noch denkmäler, die an den kampf gegen den faschismus erinnern. manche davon aus dem ersten weltkrieg, dem „great war“, abgeleitet, mit dem zweiten verknüpft. danach: das paradigma, ein antifaschist sei gleich ein kommunist, ist längst zu bruch gegangen.

ländliches terrain von bescheidener blüte. auf dem weg nach srebrenica passiert man kravica. das mächtige schwarze kreuz erinnert an die toten serbischen leute, kombattanten und zivilisten, die einer attacke von bosnischen einheiten unter naser oric zum opfer gefallen waren. diese kampfhandlungen und reaktionen darauf waren zu einem sturm ausgewachsen, sind aber sicher nicht in monokausaler art die ursache für das massaker srebrenica gewesen.

dieses serbische mahnmal flankiert den weg nach potocari und srebrenica

ein dunkles statement zu einer serie von gewalttaten, deren unfaßbarer höhepunkt sich in der enklave srebrenica verdichtete. es ist mir übrigens vollkommen unbegreiflich, wie mladic seine verbände unter aufsicht des dritten niederländischen battailons in einer offiziellen schutzzone aufziehen und den massenmord an den muslimen realisieren konnte.

natürlich wird von den südslawen in der rückschau alles mit jedem verknüpft. doch geschichts-klitterung, die plötzlich tausende tote bewirkt, ist eben genau so komplex, auch so gefährlich, wenn sie sie auf staatlicher legitimation beruht. das ist keine domäne südslawischer völker, das ist eine grausame kompetenz europas.

ein body count macht für sich noch nichts deutlich. aber die tausenden toten muslime, von denen längst noch nicht alle wieder gefunden wurden, ergeben eine erdrückende dimension der traurigkeit und des entsetzens, wo europa seine düstere fratze gezeigt hat.

die gedenkstätte in potocari ist auf zehntausend grabstätten ausgelegt. das ist, wenn man über jenes gelände geht, kaum erträglich.

es befinden sich heute wieder moscheen in der gegend und im vorbeifahren sieht man ab und zu menschen, deren erscheinung mutmaßen läßt, daß muslime zurückgekommen sind. aber ich vermute, das ist alles serbisch dominiert. war das ein guter grund für radko mladic? ist es bloß darum gegangen, diese eher ärmliche gegend für die serbische seite zu nehmen? was war dort zu gewinnen gewesen?

potocari überfordert einen im grunde, was da begreifen der vorgänge betrifft.

in meiner vorstellung ergibt sich vorerst nur eine schlüssige antwort: mladic hat es gemacht, weil es für einige zeit möglich war, weil er es tun konnte. das ist der einzige nachhaltige grund, auf den ich komme.

darin liegt eine massive warnung.

und warum sollten wir uns in einer vor allem regional tätigen, oststeirischen kulturinitiative mit solchen themen befassen? ich habe es oben erwähnt: das ist eine von mehreren gegenden, wo europa seine düstere fratze gezeigt hat.

es geht nicht einfach um „die jugoslawen“, nicht um „die serben“. mit den aspekten persönlicher schuld, die aus täterschaft und unterlassung entstehen, haben sich ordentliche gerichte zu befassen.

darüber hinaus hat sich da einmal mehr eingelöst, was die lektion des nationalismus in europa ist, der verdun und auschwitz ergeben hat und der auch heute wieder in österreich sein maul aufreißen darf.

das berührt politische und kulturelle agenda; wenn etwa eine aktuelle innenpolitik nur schwach gerüstet ist, den vaterländischen ihre menschenverachtenden diskurse abzuschneiden, die von wachsenden bevölkerungsteilen aufgegriffen werden.

wir hängen da alle mit drinnen. und wir werden es am eigenen leib erneut erfahren, wenn wir den schreihälsen ihre hetzerei nicht abzugewöhnen imstande sind.

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Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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41 Antworten auf fahrten südost #2

  1. Pingback: randnotizen | kunst ost

  2. Th. Scöni sagt:

    Ich würde hier diesem Bericht gerne einige Ergänzungen/Korrekturen beifügen.

    Das schwarze Kreuz bei Kravica erinnert nicht an „eine“ Attacke moslemischer Einheiten aus Srebrenica gegen die serbischen Bewohner in der Region, sondern an zahlreiche! Allein in der Region Srebrenica-Bratunac griffen moslemische Einheiten zwischen 1992 und 1995 ca. 50 serbische Dörfer an, von denen ein Teil zerstört und dem Erdboden gleichgemacht wurde. Hier eine Karte der angegriffenen serbischen Dörfer:

    http://www.srebrenica-facts.com/zerstoerte_serbische_doerfer

    Die Angriffe der moslemischen Armee aus Srebrenica umfasste jedoch nicht nur die Umgebung Srebrenica-Bratunac, sondern eine Region Namens Bira?, welche die Gemeinden Srebrenica, Bratunac, Vlasenica, Zvornik, Osmaci, Šekovi?i und Mili?i umfasst. In diese Region wurden von 1992 bis 1995 mindestens 150 serbische Dörfer angegriffen, beschädigt, verwüstet und/oder zerstört. Hier die Liste der Dörfer:

    http://www.srebrenica-project.com/DOWNLOAD/books/monografija/MonografijaWEB5.pdf

    Hier einige Bilder der zerstörten Häuser:

    http://www.srebrenica-project.com/DOWNLOAD/books/monografija/MonografijaWEB2.pdf

    http://www.srebrenica-project.com/DOWNLOAD/books/monografija/MonografijaWEB3.pdf

    http://www.srebrenica-project.com/DOWNLOAD/books/monografija/MonografijaWEB4.pdf

    Während dieser jahrelangen Massaker/Angriffe wurden mehr als 3200 Serben, davon ein Grossteil Zivilisten, getötet. Man findet z.B. allein im Gedenkraum in Zvornik die Bilder von ca. 1000 getöteten Serben. Im Gedenkraum von Bratunac hängen etwas weniger als 1000 Bilder getöteter Serben. In den Gedenkräumen von Sekovici un Vlasenica hängen weitere Hunderte Bilder. Bei Skelani wurde ein Denmal für über 300 Serben errichtet, die in der Region umgekommen sind usw. Und so ernniert das Kreuz beim Dorf Kravica nicht nur an die Serben, die während dem Angriff auf Das Dorf Kravica im Januar 1992 massakriert wurden, sondern an mehr als 3200 getötete Serben. Zudem erinnert das Kreuz auch an die fast 6500 Serben in der Region, die während des Zweiten Weltklriegs geötet wurden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Bosnien bekanntermassen vom grosskroatischen Staat einverleibt. Die faschistische kroatische Ustaša-Armee tötete zwischen 1941 und 1945 in Grosskroatien, das nebst Kroatien und Bosniens auch Teile Serbiens umfasste, mehrere hunderttausend Serben, Zigeuner und Juden, davon fast 6500 Serben in und um Srebrenica. 1989 erschien in Freiburg im Breisgau die Ersteauflage einer Dokumentation über den Völkermord an den Serben während des Zweiten Weltkriegs (mittlerweile ist die sechste Auflage erschienen).

    http://www.ahriman.com/buecher/dedijer.htm

    Beim gleichen Verlag erschien im letzten Jahr eine schockierende Dokumentation über den Massenmord an den Serben in der Region um Srebrenica zwischen 1992 und 1995. Die Bilder sind äusserst grausam und zeigen massenweise buchstäblich abgeschlachterer Frauen, alter Menschen, Kinder und Männer. Der Dokumentation wurde auch eine Liste mit den Namen von über 3200 getöteten Serben sowie eine Dokumentations-DVD beigefügt.

    http://www.ahriman.com/buecher/srebrenica.htm

    Die westlichen Massenmedien schweigen seit Jahren über diese äusserst grausamen Verbrechen, weil sie nicht zum schwarz/weiss-Bild passen, das von den gleichen Medien seit dem Beginn dieser Kriege bis heute verbreitet wird. Nichtsdestoweniger sind diese schrecklichen Dinge leider geschehen. Man kann es dem Einzelnen jedoch nicht vorwerfen, dass er darüber nicht Bescheid weiss, weil er es kaum Medien gibt, die darüber berichten. Im Namen der Gerechtigkeit wäre eine Aufarbeitung der damaligen Ereignisse jedoch dringend nötig.

  3. der krusche sagt:

    ich mag dir auf jeden fall in dem punkt recht geben, daß die berichterstattung westlicher medien mehr als tendenziös war, oft sehr einseitig. daran habe ich keinen zweifel.

    du wirst mir vielleicht zustimmen können, daß uns natürlich ein wechselseitiger bodycount wenig nützt, wenn ein angemessener umgang mit den ereignissen und den gehabten greueln angestrebt werden soll.

    die beiden bücher aus dem ahriman-verlag habe ich in meiner bibliothek. sorry! von deren seriosität bin ich nicht ganz überzeugt.

    da sollten wir einen fortgeschritteneren zugang zu aktuellen lösungen finden. und in der sache, das wird wohl deine zustimmung finden, fehlt der darstellung noch jede ausgewogenheit.

    wir waren hier so an die medial vermittelte dämonisierung der serbischen seite gewöhnt, waren überdies mit der ausblendung der mitverantwortung ganz europas befaßt, daß hier seriöse zugänge wohl erst entworfen und gefestigt werden müssen.

  4. der krusche sagt:

    die verquickung des ganzen mit den ereignissen des zweiten weltkriges ist natürlich enorm problematisch.

    da haben wir etwa den umstand, daß genau WÄHREND der nazi-okkupation des balkans ein blutiger bürgerkrieg quer durch die südslawischen völker ging, ja mitte durch die familien.

    da haben wir die tatsache, daß — gemessen an der gesamten bevölkerungszahl — wohl kaum ein volk in diesem krieg höheren blutzoll geleistet hat, als die serbische ethnie.

    da haben wir mit jasenovac das einzige konzentrationslager, das NICHT von nazi, sondern von den ustashi errichtet wurde.

    dubravka ugresic war der überzeuigung, in den 1990ern werde der krieg der großeltern geführt. aber das ist sicher nur ein teil der kräfte, die das herbeigeführt haben.

    ich denke, es ist SEHR kompliziert und bedarf daher geduldiger und idfferenzierter darstellung.

  5. Th. Scöni sagt:

    Ich konnte an den beiden Ahriman-Büchern erhlich gesagt nichts unseriöses oder verdächtiges festellen, im Gegenteil.

    Das Jasenovac-Buch des Verlages wurde von Prof. Vladimir Dedijer zusammengestellt. Dedijer kämpfte während des Zweiten Weltkriegs an der Seite von Josip Broz „Tito“ und den jugoslawischen Partisanen. In dem Buch findet man zahlreiche internationale Quellen, darunter auch kroatische, italienische und deutsche, die alle eine eindeutige Sprache sprechen. Diese Quellen mussten anscheinend äusserst überzeugend gewesen sein, denn sogar einige deutschen und österreichischen Medien – ansonsten wenig serbenfreundlich – zeigten sich beeindruckt. Hier einige Beispiele:

    „Um dem Vatikan das Eingeständnis zu erleichtern und die fehlenden Eintragungen in die Geschichtsbücher nachzuholen, hat der Ahriman-Verlag jetzt diese Dokumentensammlung über den Serben-Holocaust vorgelegt, die den Schuldanteil des katholischen Klerus und der vatikanischen Hierarchie bis hinauf zu Pius belegt.“
    Die Zeit

    „‚Unerwünschte Bücher zum Faschismus‘, von denen hier Band 1 vorliegt, gäbe es noch viele zu schreiben, wenige werden aber ebensoviel Sprengstoff enthalten wie dieses … Eine Chronik des Grauens, akribisch mit Dokumenten belegt.“
    ORF, Dr. Peter Huemer

    „Über die Greueltaten der Ustascha schrieb der Tito-Biograph Vladimir Dedijer 1988 ein Buch. Es brach in Jugoslawien erstmals mit einem Tabu …“
    Der Spiegel

    Auch im Fall des Srebrenica-Buches des Ahriman-Verlages sehe ich nichts unseriöses. Der grösste Teil der Bilder stammt von Herrn Zoran Jovanovic, der während des Krieges Medienbeauftragter der bosnisch-serbischen Armee war. Er betrat während des Krieges im Umland von Srebrenica ein zerstörtes serbisches Dorf nach dem anderen. Er war während der meisten Obduktionen und Identifikationen anwesend, die damals grösstenteils vom Pathologen Dr. Zoran Stankovic und seinem Team durchgeführt wurden. Jovanovic fotografierte und filmte den grössten Teil der Massakeropfer. Hier ein Beispiel:
    http://www.youtube.com/watch?v=9OohDHm1mcc

    Zoran Jovanovic hat nichts erfunden. Die Toten gab es, wie auch die zerstörten Dörfer – alles bestens dokumentiert. Die Friedhöfe und Gedenkräume in Bratunac, Karakaj (bei Zvornik), Vlasenica, Sekovici, Bajna Basta usw. sind ebenso für jeden gut sichtbar, wie auch die zahlreichen Denkmäler in der Region. Viele Überlebende dieser Massaker haben diese Untaten während diverser Gelegenheiten ebenfalls bezeugt. Auch die Namenslisten der getöteten Serben existieren:

    http://www.srebrenica-facts.com/namensliste_tote_serben

    Daher kann ich die Kritik an den beiden Dokumentation ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.

    Zudem kann von einem wechselseitigen Bodycount keine Rede sein. Die serbischen Opfer in der Region um Srebrenica werden seit dem Krieg bis heute in den westlichen Massenmedien schlicht und einfach nahezu tabuisiert. Macht man auf diese unsägliche Ungerechtigkeit aufmerksam, so betreibt man kaum einen Bodycount, sondern macht vielmehr auf einige Aspekte im Zusammenhang mit Srebrenica aufmerksam, die von unseren Massenmedien zum Nachteil einer ethnischen Gruppierung verschwiegen werden.

    Und was könnte denn einen fortschrittlicheren Zugang zum Thema ermäglichen, wenn nicht jene Aspekte, Hintergründe und Fakten, die bisher der breiten Masse der Menschen im Westen nahezu unbekannt gewesen sind?

    Und das mit dem Zweiten Weltkrieg habe ich aus folgenden Gründen erwähnt: vielel nichtserbischen Quellen bezeugen, dass während des Zweiten Weltkriegs Hunderttausende Serben getötet wurden. Diese Ereginisse wurde niemals von jemandem als Völkermord klassifiziert. Vom ersten Weltkrieg wollen wir gar nicht erst reden. Es genügt bereits, wenn man die Bücher des Schweizer Rudolph Archibald Reiss liest, der damals diese Massenmorde vort Ort dokumentierte. Und zwar in seiner Dokumentation „Report upon the atrocities committed by the Austro-Hungarian army during the first invasion of Serbia“. Nahezu zwei Millionen tote Serben während zwei Kriegen, aber niemand spricht von Völkermord. Und dann wurde zwischen 1992 und 1995 erneut eine Massenschlächterei an der serbischen Region um Srebrenica veranstaltet, und wieder spricht niemand von Völkermord. Solche politischen und medialen Spielchen und Ungerechtigkeiten kann ein unabhängig denkender Mensch einfach kaum gutheissen.

    ++++ anmerkung des medieninhabers „kunst ost“:
    die hier genannte website srebrenica-facts.com hat KEIN impressum, medieninhaber und herausgeberschaft sind daher unklar. ein link und ein logo verweisen auf den Kai Homilius Verlag.

  6. der krusche sagt:

    >>Daher kann ich die Kritik an den beiden Dokumentation ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.<< ich habe keine kritik verfaßt, sondern bloß einen eindruck wiedergegeben. wenn die bücher einer prüfung standhalten, umso besser. >>Das Jasenovac-Buch des Verlages wurde von Prof. Vladimir Dedijer zusammengestellt. Dedijer kämpfte während des Zweiten Weltkriegs an der Seite von Josip Broz “Tito” und den << na, wir wissen wohl beide, daß DAS heute keine ausreichende referenz sein kann. ich möchte annehmen, daß es einen internationalen zeitgeschichte-diskurs auf der höhe der zeit gibt, der uns in naher zukunft einige sehr fundierte bücher liefern wird, die es uns erleichtern, quellen, daten und deren deutungen zu bewerten. die serbische intelligenz hat leider große anteile, welche sich in den späten 1980er mehr als diskreditiert haben. schauen wir einmal, wer aus diesen reihen sich in den aktuellen diskurse als redlich qualifizieren wird. >>Zudem kann von einem wechselseitigen Bodycount keine Rede sein. Die serbischen Opfer in der Region um Srebrenica werden seit dem Krieg bis heute in den westlichen Massenmedien schlicht und einfach nahezu tabuisiert.<< ich fürchte, es verhält sich anders. im westen INTERESSIERT das eigentlich kaum jemand. hier knüpft breites desinteresse an die alten antislawischen ressentiments an. daß sich europa damit allerdings selbst schadet, halte ich für evident.

  7. der krusche sagt:

    >>Und was könnte denn einen fortschrittlicheren Zugang zum Thema ermäglichen, wenn nicht jene Aspekte, Hintergründe und Fakten, die bisher der breiten Masse der Menschen im Westen nahezu unbekannt gewesen sind?<< dazu meine ich erstens: die FAKTEN aufzuarbeiten, zu ordnen, zu bewerten, das geschieht ja längst. und da sind zum glück auch sehr seriöse leute am werk. eine andere sache ist, daß das in den massenmedien kaum bis kein interesse findet. ich bin aber zuversichtlich, daß eine europäische intelligenz das zeug hat, dem mittel- bis langfristig gerecht zu werden. zweitens müssen da natürlich vor allem einmal die südslawischen leute viel schaffen. und etliche bemühen sich aufrecht darum. ich errinere mich zum beispiel an ein treffen in banja luka, wo leute der ehemaligen kriegsparteien -- bosnjaken, kroasten und serben mit überlebenden von omarska und keraterm zusammenkamen, um darüber zu sprechen, wie nun einander begegnte werden kann und was mit den fakten zu tun sein. sehr beeindruckend! es gibt viele erfahrungen, wie man mit solchen dingen umgehen kann, kambodscha, palästina etc. etc. ich denke, das sind anspruchsvolle prozesse, die ZEIT und AUSDAUER verlangen... von allen beteiligten UND interessierte,

  8. der krusche sagt:

    >>Und das mit dem Zweiten Weltkrieg habe ich aus folgenden Gründen erwähnt: vielel nichtserbischen Quellen bezeugen, dass während des Zweiten Weltkriegs Hunderttausende Serben getötet wurden.<< meines wissens steht dieses faktum außer streit. man kann es in seriösen geschichtsbüchern aller art nachlesen. daß sich das offizielle jugoslawien weder damit nocht mit dem fall jasenovac detaillierter befassen wollte, wird wohl innenpolitische gründe gehabt haben. aber das ist nicht mein thema. und wenn es in dieser sache heute noch klärungsbedarf geben soltle, dann müßte sich vermutlich zuallerersdt eine qualifizierte südslawischen community dafür ecponieren. aber das dürfte wohl augenblicklich, vor dem huntergrund der jüngsten kriege, kaum klappen.

  9. der krusche sagt:

    >>Und dann wurde zwischen 1992 und 1995 erneut eine Massenschlächterei an der serbischen Region um Srebrenica veranstaltet, und wieder spricht niemand von Völkermord. Solche politischen und medialen Spielchen und Ungerechtigkeiten kann ein unabhängig denkender Mensch einfach kaum gutheissen.<< das, pardon, ist mir als geste zu breit angelegt und außerdem polemisch. meine frau ist serbin, ich habe viele freunde unter den serbischen leuten, ich bin daran gewöhnt, daß heute achtsamer über diese dinge gesprochen wird. völkermord hat klar definierte kriterien. und dann bleibt noch das problem jedes anstehenden rechtsstreites: man muß seine anklage VORbringen und DURCHbringen. gibt es eine formelle anklage etwa der bosnischen regierung wegen der verantwortung für einen völkermord? meines wissens nein. wer das geltend machen möchte, muß eben formell anklage erheben und seine fakten auf den tisch legen. mir ist nur dieser weg als gangbar bekannt.

  10. Th. Scöni sagt:

    Sie schrieben:

    „na, wir wissen wohl beide, daß DAS heute keine ausreichende referenz sein kann.“

    In Dedjijers Buch finden sich – wie bereits erwähnt – zahlreiche kroatische, deutsche, ilalienische und andere Quellen. Wenn nicht einmal die Quellen der Täter eine Refernz darstellen sollten, was dann?

    Weiter schreiben Sie:

    „die serbische intelligenz hat leider große anteile, welche sich in den späten 1980er mehr als diskreditiert haben. schauen wir einmal, wer aus diesen reihen sich in den aktuellen diskurse als redlich qualifizieren wird.“

    Keine Ahnung wo sich eine sogenannte serbische Intelligenz diskreditiert haben soll. Haben Sie Auszüge oder Beispiele? Würde mich interessieren.

    Und dann:

    „daß sich das offizielle jugoslawien weder damit nocht mit dem fall jasenovac detaillierter befassen wollte, wird wohl innenpolitische gründe gehabt haben. aber das ist nicht mein thema. und wenn es in dieser sache heute noch klärungsbedarf geben soltle, dann müßte sich vermutlich zuallerersdt eine qualifizierte südslawischen community dafür ecponieren.:

    Ich meinte eigentlich nicht Jugoslawien, sondern den Westen, der die serbischen Opfer des letzten Jahrhunderts nie zu Völkermordopfern erklärte.

    Weiter:

    „völkermord hat klar definierte kriterien. und dann bleibt noch das problem jedes anstehenden rechtsstreites: man muß seine anklage VORbringen und DURCHbringen.“

    Die Verbrechen an der serbischen Bevölkerung erfüllen sämtliche Tatbestände eines Völkermordes. Sämtliche Fakten wurden in Den Haag auf den Tisch gelegt, wo man jedoch alles ignorierte (Jürgen Elsässer berichtete darüber). Es ist ein anderes Problem, dass das aus politischen Gründen in Den Haag anderes gehandhabt wird. Aber über das sogenannte Tribunal in Den Haag erschienen bisher genug kritische Analysen und Bücher.

  11. der krusche sagt:

    >>Keine Ahnung wo sich eine sogenannte serbische Intelligenz diskreditiert haben soll. Haben Sie Auszüge oder Beispiele? Würde mich interessieren.<< zahlreiche honoratioren der serbischen akademie der wissenschaften sind in der intenationalen wissenschaftlichen community nicht all zu gut angeschrieben. autoren wie dobrica cosic entsprechen wohl nicht den heutigen vorstellungen von intellektueller redlichkeit. bei dubravka ugresic kann man nachlesen, wie kolleginnen und kollegen in bereichen der literatur und des journalismus selbst simple grundsätze des metiers aufgegeben und sich dem regime angedient haben. slavenka drakulic, nenad popovic, dzevad karahasan, um nur einige beispiel zu nennen, sind überaus glaubwürdige zeugen, die beschrieben haben, in welchem ausmaß intellektuelle redlichkeit aufgegeben wurde, um sich dem regime milosevic gefällig zu erweisen. >>Ich meinte eigentlich nicht Jugoslawien, sondern den Westen, der die serbischen Opfer des letzten Jahrhunderts nie zu Völkermordopfern erklärte.<< das kommt vielleicht daher, weil es "den westen" nicht gibt. das ist ja ein phantasma. ebensowenig gibt es "die öffentlichkeit" oder "die öffentliche meinung". statt dessen gibt es, wie unsere erfahrungen zeigen, unterschiedlich qualifizierte TEILöffentlichkeiten mit höchst unterschiedlichen medienzugängen.

  12. der krusche sagt:

    >>Die Verbrechen an der serbischen Bevölkerung erfüllen sämtliche Tatbestände eines Völkermordes. Sämtliche Fakten wurden in Den Haag auf den Tisch gelegt, wo man jedoch alles ignoriert<< gehen wir doch einmal davon aus, daß vermutlich zuallererst die serbische regierung berufen wäre, diese position formell zu vertreten. respektive ein personenkreis, der dazu ein entsprechendes mandat hat. ferner dürfte es privatpersonen natürlich freistehen, solche fragen zu debattieren, schlüsse zu ziehen und dann allenfalls a) einen gang vor gericht zu beginnen und b) einen gang in öffentliche diskurse. >>Es ist ein anderes Problem, dass das aus politischen Gründen in Den Haag anderes gehandhabt wird. << da sind wir dann leider hart in der nähe von verschwörungstheorien, die leider -- ebenso erfahrungsgemäß -- nichts lsen, weil sie keine brauchbaren ergebnisse hervorbringe. vor allem aber: mir ist zur zeit KEIN diskurs bekannt, in dem dieses anliegen vertreten wird, nämlich einen völkermord an serbischen leuten geltend zu machen. falls es solche diskurse gegeben hat: wann und wo?

  13. Th. Scöni sagt:

    zahlreiche honoratioren der serbischen akademie der wissenschaften sind in der intenationalen wissenschaftlichen community nicht all zu gut angeschrieben.

    autoren wie dobrica cosic entsprechen wohl nicht den heutigen vorstellungen von intellektueller redlichkeit. bei dubravka ugresic kann man nachlesen, wie kolleginnen und kollegen in bereichen der literatur und des journalismus selbst simple grundsätze des metiers aufgegeben und sich dem regime angedient haben.

    slavenka drakulic, nenad popovic, dzevad karahasan, um nur einige beispiel zu nennen, sind überaus glaubwürdige zeugen, die beschrieben haben, in welchem ausmaß intellektuelle redlichkeit aufgegeben wurde, um sich dem regime milosevic gefällig zu erweisen“.

    Ich weiss erhlich gesagt nicht was denn die „intenationale wissenschaftliche community“ genau sein soll, noch denke ich, dass ein nichtangesehensein bei einer solchen „comunity“ ein Massstab für irgendwas sein soll. Mich würden da eher konkrete Beispiele interessieren. Auf welche genauen Aussagen dieser Serben bezieht man sich?

    Und wer entspricht denn genau einer sogenannten intellektueller redlichkeit? Zudem finde ich nicht, dass gerade das Herbeiziehen der kroatischen Propagandistin Slavenka Drakulic eine gute Methode ist, um irgend etwas im Zusammenhang mit den Serben zu beweisen.

    Zudem muss man ja auch als serbischer Intelektueller nicht automatisch gegen das „Regime Milosevic“ sein. Vieles war damals falsch, was unsere Presse über Milosevic geschrieben hat. Viele angebliche Intelektuelle in Europa und Amerika stehen ja jeweils auch hinter solchen Politikern, die ihre Truppen in den Krieg schicken, ohne dass das jemanden stören würde. Weshalb also nach zweierlei Mass messen?

    „das kommt vielleicht daher, weil es “den westen” nicht gibt. das ist ja ein phantasma. ebensowenig gibt es “die öffentlichkeit” oder “die öffentliche meinung”

    Es gibt aber sehr wohl die westlichen Massenmedien, und die haben sich während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien nicht gerade mit Ruhm bekleckert, während die gleichen Medien immer behaupten, dass nur bei „denen dort drüben“ gelogen wird.

    „gehen wir doch einmal davon aus, daß vermutlich zuallererst die serbische regierung berufen wäre, diese position formell zu vertreten. respektive ein personenkreis, der dazu ein entsprechendes mandat hat.“

    Die serbische Regierung hat das längst getan. Und zwar in Form einer Dokumentation mit folgenden Namen:

    „MEMORANDUM ON WAR CRIMES
    AND CRIMES AND GENOCIDE IN EASTERN BOSNIA
    (COMMUNES OF BRATUNAC, SKELANI AND SREBRENICA)
    COMMITTED AGAINST THE SERBIAN POPULATION
    FROM APRIL 1992 TO APRIL 1993“.

    Jürgen Elsässer schildert jedoch, wie mit solchen Dokumenten umgegangen wurde (Kriegslügen – vom Kosovokonflikt zum Milosevic?-Prozess, Berlin 2004):

    „Vorsitzender einer UN-Expertenkommission zu den Ereignissen in Srebrenica 1992/93 war Professor Cherif Bassiouni aus Chicago. In seinem Abschlussbericht an den Generalsekretär vom 27.5.1994 unterschlug er die von den Serben vorgelegten Beweise für den moslemischen Terror. Wenn man weiß, dass Bassiouni an anderer Stelle die Scharia als „flexible Rechtsordnung“ lobte und „keinen Widerspruch zwischen dem Konzept des Dschihad und der UN-Charta“ entdecken konnte, wird seine Handlungsweise nachvollziehbar“.

    Auch der serbische Pathologe Dr. Zoran Stankovic, derdamals allein über 1300 serbische Opfer in der Region Srebrenica untersuchte, legte seine Gutachten dem sogenannten Tribunal in Den Haag vor, wo sich aber – so Stankovic – kein Mensch dafür interessierte. Schöne Aussichten – nicht?

    „da sind wir dann leider hart in der nähe von verschwörungstheorien, die leider — ebenso erfahrungsgemäß — nichts lsen, weil sie keine brauchbaren ergebnisse hervorbringe“

    Das sind leider keine Verschwörungstheorien, sondern bittere Tatsachen. So wurde damals z.B. der NATO-Sprecher Jamie Shea während einer Pressekonferent in Brüssel im Jahr 1999 gefragt, ob er denn wegen der NATO-Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien eine strafrechtliche Verfolgung durch das Tribunal in Den Haag befürchtet. Immerhin hat die NATO ja Tausende Menschen getötet und z.T. schwer verletzt, während sie auch weite Teile des Balkans mit giftiger Uranmunition verseuchte, was seither zu einem rasanten Anstieg der Krebsrate gesorgt hat. Er antwortete darauf, dass das Tribunal und die NATO befreundet sind, was ja bereits genug über die Hintergründe aussagt.

    http://emperors-clothes.com/docs/h-list.htm

    Nun stellen Sie sich mal vor, dass Sie morgen einen ihnen bekannten Mörder auf der Strasse fragen, wieso er denn immer noch frei herumläuft. Und dieser würde antworten: „Ja weisst Du, ich bin mit dem Richter befreundet“.

    Wir sollten also nicht immer gleich alles als „Verschwörungstheorie“ abhacken, das der offiziellen Verlautbarungen der NATO, der US-Amerikanischen Grossmacht oder den Massenmedien widerspricht, da wir sonst Gefahr laufen, uns zu Marionetten dieser Mächte zu machen.

    Aber im Zusammenhang mit den Prozessen in Den Haag gibt es ja auch noch interessante Analysen von Prozessbeobachtern. So beobachtete der in Holland lebende Journalist Germinal Civikov diverse Prozesse in Den Haag regelmässig. Schockiert über die Zustände dort, veröffentlichte er ein Buch über den Milsoevic-Prozess. So stellt der Pro-Media Verlag Civikovs Buch folgendermassen vor:

    „Am 11. März 2006 wurde Slobodan Milosevic tot in seiner Zelle in Den Haag aufgefunden. Damit fand der so genannte „Prozess des Jahrhunderts“ gegen des Präsidenten des dritten und letzten Jugoslawien ein jähes, unerwartetes Ende. Der 1995 vom UNO-Sicherheitsrat ins Leben gerufene Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) hatte am 27. Mai 1999, mitten im Bombenkrieg der NATO gegen Belgrad, Anklage gegen den damaligen jugoslawischen Präsidenten wegen Kriegsverbrechen in der Provinz Kosovo erhoben. Im Oktober und November 2001 erweiterte das Tribunal die Anklageschrift auf Kriegsverbrechen und Vertreibungen in Kroatien 1991-1992 sowie auf Völkermord in Bosnien 1992-1995. Im Februar 2002 wurden die drei Anklagen zu einem Gesamtprozess gebündelt. Nach 300 Zeugen der Anklage lief seit September 2005 die Beweisführung der Verteidigung.

    In der Essenz der Anklage warf der Strafgerichtshof Milosevic vor, eine kriminelle Vereinigung (Joint Criminal Enterprise) angeführt zu haben, die auf den Trümmern des zerfallenen Jugoslawien ein Groß-Serbien errichten wollte. Als Mittel zu diesem Zweck hätten Milosevic und seine Vereinigung die Kriege in Kroatien, Bosnien und im Kosovo entfacht, systematische ethnische Säuberungen durchgeführt und verschiedene Kriegsverbrechen verübt, darunter auch einen Völkermord in Bosnien. In seiner Verteidigung klagte Milosevic seinerseits die führenden westlichen Staaten an, politisch und militärisch die separatistischen Kräfte unterstützt und auf diese Weise den blutigen Zerfall Jugoslawiens vorangetrieben zu haben.

    Germinal Civikov, während des Prozesses von Beginn an als Journalist anwesend, berichtet in diesem Buch vom Verlauf und Wesen des Verfahrens, wie er es beobachtet hat. Die Beweisführung der Anklage erfuhr ein komplettes Fiasko, das Verfahren erwies sich als politischer Schauprozess, in dem Richter und Ankläger in ihren Rollen oft nicht zu unterscheiden waren, während die so genannte „Wahrheitsfindung“ zu einer Farce geriet, deren Drehbuch politischen Vorgaben folgte. Alles in allem war es ein der europäischen Rechtsstaatlichkeit und der strafrechtlichen Kultur wesensfremder Prozess, den schon aus diesem Grund die Öffentlichkeit nie hätte zulassen dürfen“.

    Verschwörungstheorie? Nein, das sind einfach die logischen Rückschlüsse eines unabhängigen Reporters, der – im Gegensatz zu ihnen und mir – diese sogenannten Prozesse vor Ort mitverfolgte.

    Aber Civikov war nicht der einzige Beobachter, der zu einem solch vernichtenden Urteil gelangt ist. Auch John Laughland beobachtete den Prozess. Er veröffentlichte schliesslich ein Buch darüber unter folgendem Titel: Travesty: The Trial of Slobodan Milosevic and the Corruption of international justice“. Der Titel sagt bereits genügend aus, weitere Kommentare sind überflüssig.

    http://www.amazon.com/Travesty-Trial-Slobodan-Milosevic-Corruption/dp/0745326358

    Können wir nun allen Ernstes behaupten, dass das alles Schwachsinn ist, nur weil die NATO und unsere Massenmedien nicht darüber berichten? Und können wir automatisch diesem Tribunal Gerechtigkeit und politische Unabhängigkeit zugestehen, obwohl wir so eine Behauptung gar nicht glaubwürdig begründen könnten?

  14. der krusche sagt:

    >>Ich weiss erhlich gesagt nicht was denn die „intenationale wissenschaftliche community“ genau sein soll, noch denke ich, dass ein nichtangesehensein bei einer solchen „comunity“ ein Massstab für irgendwas sein soll.<< dann endet hier wohl für uns beide die möglichkeit einer verständigung. denn das möchte ich ja niemandem erklären müssen, was anhand von PUBLIKATIONEN und laufenden DISKURSEN als teil solcher community verstanden werden kann. >>Und wer entspricht denn genau einer sogenannten intellektueller redlichkeit?<< na, ganz einfach: wer seine ansichten publiziert und in einem kritischen diskurs standhält. >>der kroatischen Propagandistin Slavenka Drakulic eine gute Methode ist, um irgend etwas im Zusammenhang mit den Serben zu beweisen. << gut, damit wäre auch klar, wie sie über eine autorin von hervorragendem ruf denken, deren ansichten ihnen möglicherweise nicht passen. immerhin: sie liefert klare, gut nachvollziehbare schilkderungen, die man nun also verifizieren oder falsifizieren kann. >>Zudem muss man ja auch als serbischer Intelektueller nicht automatisch gegen das „Regime Milosevic“ sein. << völlig d'accord. das waren ja auch viele serbische intellektuelle keineswegs. >>Vieles war damals falsch, was unsere Presse …<< das mag ja sein. bleibt immer noch unbestritten, daß er a) mit äußerster brutalität politisch reüssiert hat und b) von seinen eigenen landsleuten aus dem amt gejagt wurde. >>Es gibt aber sehr wohl die westlichen Massenmedien, und die haben sich während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien nicht gerade mit Ruhm bekleckert,<< dem stimme ich völlig zu. mehr noch, westliche medien haben zum teil eine skandalöse preisgabe journalistischer prinzipen gepflegt und damit auch einiges unglück verschuldet. >>Die serbische Regierung hat das längst getan. Und zwar in Form einer Dokumentation mit folgenden Namen: << ausgezeichnet! und halten wir, bei allen bedenken, doch daran fest, daß wir unsere rechtsnormen für ein hohes gut halten, weshalb es auch eines ordentlichen verfahrens und eines schuldspruchs bedarf. dieser weg läßt sich nicht suspendieren, selbst wenn man eventuell annehmen muß, daß derzeit ein ordentliches verfahren in der sache unter umständen nicht möglich ist. >>Nun stellen Sie sich mal vor, dass Sie morgen einen ihnen bekannten Mörder auf der Strasse fragen, wieso er denn immer noch frei herumläuft. Und dieser würde antworten: „Ja weisst Du, ich bin mit dem Richter befreundet“. << ja, kennen wir. erstens bin ich als nazi-kind mit diesem problem vertraut, zweitens haben albaner, bosnjaken, kroaten und serben eben erst solche erfahrungen gemacht. ALLE diese ethnien haben das einander angetan, mit genau solchen konsequenzen. faktum. >>Verschwörungstheorie? Nein, das sind einfach die logischen Rückschlüsse eines unabhängigen Reporters, der – im Gegensatz zu ihnen und mir – diese sogenannten Prozesse vor Ort mitverfolgte. << naja, die annahmen einer "antiserbischen weltverschwörung" kenne ich auch aus erster hand von serbischen leuten. ich denke, da sollte ein zeitgemäßes europa zu einem etwas reiferen und differenziertern umgang mit solchen problemen finden. vielleicht schffen wir das morgen nicht, dann eventuell übermorgen.

  15. der krusche sagt:

    >>Können wir nun allen Ernstes behaupten, dass das alles Schwachsinn ist, nur weil die NATO und unsere Massenmedien nicht darüber berichten? Und können wir automatisch diesem Tribunal Gerechtigkeit und politische Unabhängigkeit zugestehen, obwohl wir so eine Behauptung gar nicht glaubwürdig begründen könnten?<< das tue ich keineswegs. im gegenteil. ich plädiere hier für eine ruhige haltung, für eine differenzierte betrachtungsweise und für langen atem. nichts ist "alles schwachsinn" und schon gar nicht billige ich diesem tribunal irgendetwas automatisch zu. ich erwarte, daß journalismus und geschichtsschreibung mit professionalität den zeugenberichten begegnen, dokumente prüfen etc., dann gut nachvollziehbare arbeiten vorlegen, die ihre schlüsse enthalten, damit in der folge diese schlüsse kritisch geprüft werden können... in laufenden diskursen einer internationalen community. ich lehne verallgemeinerungen ab, ebenso generalverdächtigungen. ich treffe laufend menschen aller vorherigen kriegsparteien. ich sehe mit großer achtung, wie verantwortungsbewußt etliche mit den traumata, gehabtem unglück, schuld und scham umgehen. ich sehe andere, die polemisieren schlampig oder begnügen sich damit, auf jede thematisierung, welche "andere" vornehmen, mit so einem "ja aber!" zu reagieren. das nützt erfahrungsgemäß wenig. seit der griechischen tragödie, immerhin eine erfindung der balkaneser, wissen wir: ALLE seiten MÜSSEN gehört werden. wo also ist das problem? außer jemand meint, in der sache könnte schon morgen etwas erreicht sein. das wird so nicht klappen. zwit ist ein wichtiger faktor. und offene debatten, die nicht abreißen...

  16. Thomas Heil sagt:

    Ich würde mich in diese Unterhaltung gerne kurz „einmischen“

    Ich persönlich sehe das Problem hauptsächlich darin, dass in unseren Breitengraden viel zu viele Intelektuelle, Kunstschaffende und Freidenker sich auf Quellen verlassen, die wenig Glaubwürdigkeit besitzen. Damit meine ich z.B. das Jugoslawientribunal in Den Haag, mit welchem sich kaum jemand kritisch befasst hat. Es wird einfach allgemein angenommen, dass es sich dabei um eine unabhängige und gerechte Institution handelt. Bei näherem Hinschauen wird jedoch klar, dass diese Institution nach politischen Vorgaben agiert und ethnisch motiviert ist. Der grösste Teil der Haager Prozesse muss man als Skandale einstufen. Eindrücklich beschrieben wird das z.B. in der Literatur, die Th. Scöni bereits angegeben hat. Weshalb also berufen sich ausgerechnet viele Intelektuelle auf diese dubiose Vereinigung?

    Werden Menschen wie Dobrica Cosic von gewissen Intelektuellen etwa deshalb geächtet, weil sich sich dieser Denkzensur nicht unterwerfen wollen? Wurde Peter Handke von den gleichen Kreisen deshalb publizistisch hingerichtet, weil er von seinem eigenen Verstand Gebrauch machte? Beim Durchlesen von Handkes Jugoslawien-Büchern wird nämlich klar, dass er nie plump Partei für eine Seite egriffen hat. Er verteidigt ganz einfach die Serben gegen eine Dämonisierung in den West-Medien. Und damit hat er etwas äusserst wervolles geschaffen. Denn sollten wir in unserer angeblich aufgeklärten Welt tatsächlich nach dem Motto leben, dass alle Menschen gleich sind, ausser die Serben? Weshalb erhob der Grossteil unserer Intelektuellen nie seine Stimme gegen die mediale Verteufelung einer ganzen Volksgruppe? Wie intelektuell kann man denn sein, wenn man sich der NATO-Propaganda und der Hetze der Monopolpresse gegen ein Volk bedingungslos anschliesst?

    Es wurden zahlreiche Bücher über die verdrehte Berichterstattung unserer Massenmedien während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien geschrieben. Doch ausgerechnet unsere sogenannten Freidenker scheinen kaum jemals solche Literatur berücksichtigt zu haben. Im Gegenteil: noch heute bedienen sich unsere Intelektuellen alter NATO- und Massenmedien-Propagandaschablonen, wenn es um das Thema Kriege im ehemaligen Jugoslawien geht. Wäre es anders, so würden genau diese Leute etwas über die andere Seite dieser Tragödien in Jugoslawien zu berichten wissen. Doch tatsächlich wissen sie darüber nichts zu berichten – weshalb? Weil sie desinformiert sind.

    Mit Srebrenica habe ich mich aus persönlichen Gründen selbst lange beschäftigt. Ich würde in den nächsten Tagen hier gerne einige Berichte und Dokumente veröffentlichen, die ein ganz anderes Licht auf die damaligen Ereignisse in dieser Kleinstadt werfen. Das ist auch dringend nötig, denn die Aufklärung ist die Grundlage eines jeden Fortschritts.

  17. der krusche sagt:

    >>Ich persönlich sehe das Problem hauptsächlich darin, dass in unseren Breitengraden viel zu viele Intelektuelle, Kunstschaffende und Freidenker sich auf Quellen verlassen, die wenig Glaubwürdigkeit besitzen. << sorry! das ist wieder so eine generalisierung. und es riecht nach der in unseren breiten so populären wie tradierten intellektuellenfeindlichkeitn. in offenen und öffentlichen diskursen sind solche verallgemeinerungen abzulehnen. sie machen den absender suspekt. >>das Jugoslawientribunal in Den Haag, mit welchem sich kaum jemand kritisch befasst hat.<< das ist schlicht UNWAHR. es gibt diese kritischen duiskurse auf verschiedenen niveaus, ihr zwei seid ja selber lebende beispiele dafür. >>Werden Menschen wie Dobrica Cosic von gewissen Intelektuellen etwa deshalb geächtet, weil sich sich dieser Denkzensur nicht unterwerfen wollen? << es gibt keine "gewissen". und ZENSUR ist wahrlich was anderes. cosic hat ansichten vertreten, die eben international keine mehrheitliche zustimmung finden. damit muß ein autor zurecht kommen. >>Wurde Peter Handke von den gleichen Kreisen deshalb publizistisch hingerichtet, weil er von seinem eigenen Verstand Gebrauch machte?<< mumpitz! handke wurde KEINESWEGS "hingerichtet". gerade diese kontroverse belegt die lebendigkeit von meinungsfreigeit und demokratie. >>Beim Durchlesen von Handkes Jugoslawien-Büchern wird nämlich klar, dass er nie plump Partei für eine Seite egriffen hat. << d'accord! die umstrittenen bücher enthalten nach meiner kenntnis KEINEN anfechtbaren satz, der die gängigen vorwürfe gegen handke rechtfertigen würde. >>dass alle Menschen gleich sind, ausser die Serben?<< das ist leider wieder POLEMIK, die in der sache nichts bringt. antislawische oder nationalistische ressentiments schafft man ja nicht aus der welt, indem man auf der ebene argumentiert.

  18. der krusche sagt:

    >>Weshalb erhob der Grossteil unserer Intelektuellen nie seine Stimme gegen die mediale Verteufelung einer ganzen Volksgruppe? << das ist leicht erklärt: weil es so vielen menschen scheißegal, schnuppe, völlig wurscht ist. dazu kommt, daß ganz europa in diesen jugoslawienkriegen schuld und mitveranbtwortung auf sich gelkaden hat. wer möchte sich damit befassen? wer macht sich sachkundig? wer geht mit fundierten ansichten in kritische debatten? da fehlts leider. und ich bin überzeugt: dieses versäumnis werden wir irgendwann bearbeiten müssen, das wird sich nicht von selbst lösen. >>Wie intelektuell kann man denn sein, wenn man sich der NATO-Propaganda und der Hetze der Monopolpresse gegen ein Volk bedingungslos anschliesst? << polemik und phrasen. das klärt nichts und hilft nichts. >>Es wurden zahlreiche Bücher über die verdrehte Berichterstattung unserer Massenmedien während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien geschrieben. Doch ausgerechnet unsere sogenannten Freidenker scheinen kaum jemals solche Literatur berücksichtigt zu haben.<< und wiederum: verallgemeinerungen. ja, ich bin mit dem stand des diskurses in europa nicht zufrieden. ja, da hat sich viel an propaganda, ideologie und verfälschung breit machen dürfen. nein, das läßt sich nicht schnell lösen und erledigen. >> so würden genau diese Leute etwas über die andere Seite dieser Tragödien in Jugoslawien zu berichten wissen.<< es gibt, so viel ich weiß, "genau diese leute" nicht. wir können uns nur an dem orientieren, was PUBLIZIERT wurde, was benennbare QUELLEN hat. und wenn diese quelle anfechtbar sind, dann muß das eben geschehen. das ist mühsam und zeitintensiv. aber so allgemeine herumbehauptereien bringen gar nichts. >>Ich würde in den nächsten Tagen hier gerne einige Berichte und Dokumente veröffentlichen, die ein ganz anderes Licht auf die damaligen Ereignisse in dieser Kleinstadt werfen. Das ist auch dringend nötig, denn die Aufklärung ist die Grundlage eines jeden Fortschritts.<< es wäre wohl klüger und in fragen der tezeption zielführender, derlei dokomente auf einer eigenen projekt-website zu veröffentluchen und in der debatte auf so eine evidenz zu verweisen

  19. der krusche sagt:

    folgendes sollte klar sein, eine herren! der ausgangspunkt DIESER debatte ist meine reflexion über potocari und srebrenica. im gleichen atemzug ein „ja aber“ anzubringen und greuel gegen serbische leute geltend zu machen ist sehr problematisch.

    aus meiner erfahrung mit der nazi-vergangenheit meiner leute würde ich da sagen: das riecht nach RELATIVIERUNG. und das würde ich hier nicht zulassen.

    das sind also meines erachtens ZWEI debatten zu führen, bei denen sehr auf trennschärfe geachtet werden muß.

    nebenbei: nichts, keine grausamkeit, würde die taten eines völlig durchgeknallten mladic rechtfertigen. wenn diese dinge hier also seriös erörtert werden sollen, müssen wir über taten und täter sprechen, über verantwortung, über kausalitäten… aber niemals mit einem „ja aber“, wenn dieses oder jenes verbrechen zur debatte steht.

    hinzu kommt:
    eigentlich sollten wir uns einig sein, daß ein dobrica cosic kein danilo kis ist und auch kein tisma, sondern bloß ein autor von regionaler relevanz.

    wenn ich dagegen lese, daß einer von euch eine international renommierte autorin wie ugresic erst einmal ethnisch markiert und dann als „propagandistin“ abtut, werde ich sehr wachsam.

    ich appelliere also, daß ihr zwei diese website nicht als „bühne“ und depot benutzt. wenn wir hier diskutieren, dann diskutieren wir. dann will ich argumente zu meinen argumenten lesen. ein herkarren von datenmaterial wäre kein ausdruck von diskussion.

    alles klar?

  20. Thomas Heil sagt:

    „in offenen und öffentlichen diskursen sind solche verallgemeinerungen abzulehnen. sie machen den absender suspekt“.

    Es ist interessant, dass Verallgemeinerungen nur dann ein Problem darstellen sollen, wenn diese nicht gegen das serbische Volk gerichtet sind. Denn die Berichterstattung der führenden westlichen Medien war und ist voll von Verallgemeinerungen. Aber gut, Sie können mir ja mal gerne eine Analyse führender Intelektueller angeben, in der die antiserbische Berichterstattung kritisiert wird.

    „das ist schlicht UNWAHR. es gibt diese kritischen duiskurse auf verschiedenen niveaus, ihr zwei seid ja selber lebende beispiele dafür“

    Mit dem Unterschied, dass wir nicht die Medien sind. Wer liest denn bitteschön unsere Kommentare? 10 Menschen? 50? 100? Können unsere Kommentare die Öffentlichkeit beinflussen? Vergleichen Sie das mal mit der Auflage von führenden Zeitungen in Europa. Mein Kommentar bezog sich auf die Berichterstattung der Massenmedien und auf intellektuelle Kreise, nicht auf einzelne Personen.

    „es gibt keine „gewissen“. und ZENSUR ist wahrlich was anderes. cosic hat ansichten vertreten, die eben international keine mehrheitliche zustimmung finden. damit muß ein autor zurecht kommen“.

    Es ist auch nicht die Aufgabe von Schrifftstellern und Intellektuellen der Mehrheit gerecht zu werden, denn ein freier Geist wird kaum jemals das gleiche erzählen wie die Masse. Und welche Ansichten vertrat denn Cosic genau? Könnte man hier einmal konkrete Zitate oder Ausschnitte aus Interviews von ihm veröffentlichen? Ansonsten könnte der Eindruck entstehen, dass er aufgrund von unkonkreten Behauptungen kritisiert wird.

    „mumpitz! handke wurde KEINESWEGS „hingerichtet“. gerade diese kontroverse belegt die lebendigkeit von meinungsfreigeit und demokratie“.

    Demnach haben Sie damals die Handke-Debatte in den führenden Medien nicht mitgekriegt. Handke wurde nämlich von vorne bis hinten und kreuz und quer durch die birarre Landschaft der Massenmedien durch den Dreck gezogen. Er selbst erklärte widerholt, dass er wegen seiner Kritik an den Masenmedien völlig zur Sau gemacht wurde. Von der „Süddeutschen“ bis über die „Neue Zürcher Zeitung“, die haben jahrelang auf ihm herumgehackt. Ich selber habe ja einen Grossteil dieser Berichte gelesen.

    „das ist leider wieder POLEMIK, die in der sache nichts bringt“.

    Wenn das Polemik wäre, so hätte es während all den Jahren auch eine antialbanische, antimoslemische und antikroatische Berichterstattung unserer Presse geben müssen, was aber nicht der Fall war. Zahlreiche internationale Journalisten und Aktivisten berichteten über den antiserbischen Einheitsbrei unserer Presse. Hier einige Namen: Jürgen Elsässer, Peter Handke, Thomas Deichmann, Michel Colon, Klaus Bittermann, Barry Lituchy, Germinal Civikov, Sarah Flounders, Mira Beham, Arnold Sherman, Peter Brock, Kurt Köpruner, Diana Johnstone, Hannes Hofbauer, Malte Olschewski, Elmar Schmähling, Ramsey Clark, Sarah Flounders u.s.w u.s.f. Über eine etwaige antibosnisch-moslemische, antialbanische und antikroatische Berichterstattung der Massenmedien hat kein Mensch Analysen oder Bücher verfasst, weil es das auch nie gab.

    „antislawische oder nationalistische ressentiments schafft man ja nicht aus der welt, indem man auf der ebene argumentiert“.

    Es geht hier eher um das antiserbentum, welchem man höchstens die Grundlage durch die Verbreitung von Fakten entziehen kann. Aber ehrlich gesagt schaut dieser ungleiche Kampf recht düster aus.

  21. der krusche sagt:

    >>Es ist interessant, dass Verallgemeinerungen nur dann ein Problem darstellen sollen, wenn diese nicht gegen das serbische Volk gerichtet sind.<< aber nein. ich stelle mich hier gegen JEDE art, in solchen debatten zu verallgemeinern. egal. auf welcher seite ich sowas vorfinde. und es wird sich hier wohl auch bei meinen beiträgen kein derartiges verallgemeinern finden lassen. >> Denn die Berichterstattung der führenden westlichen Medien war und ist voll von Verallgemeinerungen.<< das habe ich an keiner stelle bestritten. im gegenteil, mein archiv ist voll davon. >>Aber gut, Sie können mir ja mal gerne eine Analyse führender Intelektueller angeben, in der die antiserbische Berichterstattung kritisiert wird. << mein lieber, diese polemisiererei trennt uns. ich habe ja mehr als deutlich festgehalten, daß ich bisher keinen ausreichend breiten öffentliuchen diskurs finden konnte, der ausgewogen und differenziert diese kriege darstellt. und ich hab ja auch notiert, daß überwiegend eine unredliche dämonisierung der serbischen seite gepfkegt wurde. was darf ich nun zu diesem aspekt der fragen noch beitragen? oder sind diese aussagen etwa unverständlich?

  22. Thomas Heil sagt:

    „Folgendes sollte klar sein, eine herren! der ausgangspunkt DIESER debatte ist meine reflexion über potocari und srebrenica. im gleichen atemzug ein “ja aber” anzubringen und greuel gegen serbische leute geltend zu machen ist sehr problematisch“

    Ein „ja aber“ sollte in jeder freien Gesellschaft möglich sein, da wir sonst Gefahr laufen, dass nur die Massenmedien und einflussreiche politische Gruppierungen zu entscheiden haben was der Mensch glauben soll und muss. Und weshalb sollte man Greuel gegen serbische Menschen nicht geltend machen dürfen? Sollte man Serben etwa anders behandeln als andere Volksgruppen?

    „aus meiner erfahrung mit der nazi-vergangenheit meiner leute würde ich da sagen: das riecht nach RELATIVIERUNG. und das würde ich hier nicht zulassen“.

    Gerade die Serben haben mit der Nazi-Vergangenheit ihrer Leute ganz schlimme Erfahrungen machen müssen. Und was relativiert mann denn genau, wenn man auf Aspekte aufmerksam macht, die in der breiten Öffentlichkeit nicht thematisiert werden?

    „das sind also meines erachtens ZWEI debatten zu führen, bei denen sehr auf trennschärfe geachtet werden muß“.

    Das sehe ich genau so. Deshalb können wir uns ab jetzt auf das Thema Srebrenica konzentieren.

    „nebenbei: nichts, keine grausamkeit, würde die taten eines völlig durchgeknallten mladic rechtfertigen. wenn diese dinge hier also seriös erörtert werden sollen, müssen wir über taten und täter sprechen, über verantwortung, über kausalitäten… aber niemals mit einem “ja aber”, wenn dieses oder jenes verbrechen zur debatte steht“

    Ob Mladic völlig durchgeknallt ist oder war kann nur die Faktenlage beantworten, jedoch keine emotionalen Ausbrüche. Und natürlich soll und muss man ein „ja aber“ einbringen, wenn zu einem Thema auch Gegenstandpunkte existieren.

    „eigentlich sollten wir uns einig sein, daß ein dobrica cosic kein danilo kis ist und auch kein tisma, sondern bloß ein autor von regionaler relevanz“.

    Das ist ihre persönliche und subjetive Ansicht. Zudem sagt der Bekanntheitsgrad einer Person nichts über deren Qualität aus. Anonsten müsste Rosamunde Pilcher ja eine der besten Schrifftstellerin aller Zeiten sein.

    „wenn ich dagegen lese, daß einer von euch eine international renommierte autorin wie ugresic erst einmal ethnisch markiert und dann als “propagandistin” abtut, werde ich sehr wachsam“.

    Auch der Begriff „international rennomiert“ sagt eigentlich gar nichts aus und ist völlig bdeutungslos. Es ging übrigens um Slavenka Drakulic.

    „ich appelliere also, daß ihr zwei diese website nicht als “bühne” und depot benutzt. wenn wir hier diskutieren, dann diskutieren wir. dann will ich argumente zu meinen argumenten lesen. ein herkarren von datenmaterial wäre kein ausdruck von diskussion“.

    Die angebenen Fakten und Quellen sollten als Argumente eigentlich mehr als ausreichen.

  23. der krusche sagt:

    >>Mit dem Unterschied, dass wir nicht die Medien sind. Wer liest denn bitteschön unsere Kommentare? 10 Menschen? 50? 100? Kö<< da mag sich jeder einordnen, wo es beliebt. ich seh mich und erleb mich auch praktisch als teil einer vielfältigen gemeinschaft kunstschaffender, publizisten etc., die mit solchen dingen achtsam umgehen. im bereich des journalismus bevorzuge ich das niveau eines norbert mappes niediek, im bereich der geschichtswissenschaften würde ich etwa karl kaser für eine referenzgröße halten. auf dem kunstfeld gibt es zahlreiche kompetente leute, die über grenzen ezhnischer trennlinien hinweg verständigung suchen und an den themen seriös arbeiten. >>Es ist auch nicht die Aufgabe von Schrifftstellern und Intellektuellen der Mehrheit gerecht zu werden,<< d'accord! >>Und welche Ansichten vertrat denn Cosic genau?<< der mann ist für mich nicht diskurswürdig, darauf gehe ich gar nicht näher ein. >>Demnach haben Sie damals die Handke-Debatte in den führenden Medien nicht mitgekriegt. Handke wurde nämlich von vorne bis hinten und kreuz und quer durch die birarre Landschaft der Massenmedien durch den Dreck gezogen. << erneut: mumpitz! er wurde nicht durch den drekc gezogen, sondern führte lustvoll und energisch heftige kontroversen, in denen alle seiten nicht gerade zimperlich waren. >>die haben jahrelang auf ihm herumgehackt.<< das ist ja für handke kein problem, sondern geradezu anregend, belebend für ihn. >>Es geht hier eher um das antiserbentum, welchem man höchstens die Grundlage durch die Verbreitung von Fakten entziehen kann. << meine serbische frau und viele meiner freundinnen und freunde in serbien sehen das zum glück wesentlich entspannter und optimistischer. ich werde mich also, mit verlaub, weiter im lager der optimisten aufhalten und eurer pessimistischen wie deprimierenden sicht den rücken kehren. man kann hier allerhand meiner reflexionen zum thema handke detailliert nachlesen: http://www.van.at/log/base/handke.htm

  24. Thomas Heil sagt:

    „da mag sich jeder einordnen, wo es beliebt. ich seh mich und erleb mich auch praktisch als teil einer vielfältigen gemeinschaft kunstschaffender, publizisten etc., die mit solchen dingen achtsam umgehen“

    Das ist schön, nur ändert das nichts an der Tatsache, dass Einzelpersonen wie ich keinen Einfluss auf die Masse haben. Das Informationsmonopol liegt bei den Massenmedien, nicht beim Einzelnen.

    „im bereich des journalismus bevorzuge ich das niveau eines norbert mappes niediek, im bereich der geschichtswissenschaften würde ich etwa karl kaser für eine referenzgröße halten“.

    Aus ihrer Vorliebe kann man aber keine allgemein gültige Richtlinie ableiten. Zudem habe ich persönlich von Norbert Mappes Niedek noch nicht kritisches über die verschwiegenen Aspekte der Balkankriege lesen können. Aber eben, jedem das seine.

    „auf dem kunstfeld gibt es zahlreiche kompetente leute, die über grenzen ezhnischer trennlinien hinweg verständigung suchen und an den themen seriös arbeiten“.

    Im Bereich der Kunst sicher. Aber im Bereich der Kriegsberichterstattung sucht man nach solchen Leuten vergebens, wenigstens in den Massenmedien.

    „der mann ist für mich nicht diskurswürdig, darauf gehe ich gar nicht näher ein“.

    Sie haben ja über Cosic angefangen zu diskutieren. Kaum frage ich nach Quellen, da wollen Sie nicht mehr über ihn reden. Ich vermute ehrlich gesagt, dass es ausser der salonfähigen Stigmatisierung Cosic’s nicht viel gibt, aufgrund dessen das über ihn von gewissen Kreisen verbreiete negative Bild aufrecht erhalten werden könnte. Der Grossteil seiner Bücher wurde ja gar nie auf englisch oder deutsch übersetzt. Wie also sollte man über ihn urteilen? Auf diese Weise sind höchstens Vorurteile möglich.

    „erneut: mumpitz! er wurde nicht durch den drekc gezogen, sondern führte lustvoll und energisch heftige konbtroversen, in denen alle seiten nicht gerade zimperlich waren“.

    Die Kontroverse fing nicht Handke an, sondern die Presse. Er selbst schrieb lediglich das Buch „Gerechtigkeit für Serbien“. Darauf folgte eine Welle des Hasses und der Verleumdungen gegen ihn, auf die er dann logischerweise reagierte.

    „ich werde mich also, mit verlaub, weiter im lager der optimisten aufhalten und eurer pessimistischen wie deprimierenden sicht den rücken kehren“.

    Ich wüsste nicht wie man den ethnischen Vorurteilen gegenüber einem ganzen Volk optimistisch gestimmt sein könnte. Und ja: die antiserbische Berichterstattung gegenüber den Serben durch unsere Presse war und ist äusserst deprimierend. Vorurteile gegenüber einer ethnischen Gruppe sind nun mal äussrest verachtungswürdig.

    Und wenn Sie erlauben, so würde ich mich jetzt wieder dem eigentlichen Thema zuwenden. Denn wenn wir so weiter über allen möglichen Aspekte der Kriege in Jugoslawien diskutieren, so werden wir noch in fünf Monaten nicht mehr über Srebrenica schreiben können. Bis später.

  25. Th. Scöni sagt:

    Würde mich auch am liebsten intensiver an der Unterhaltung beteiligen, doch fehlt mir gerade ein wenig die Zeit dazu. Ich werde es morgen wahrscheinlich versuchen.

    Aber die Idee ist bestimmt gut, dass das eigentliche Thema hier wieder zum Mittelpunkt wird, da sonst die Gefahr der argumentativen Ausflüchte gegeben ist.

  26. Thomas Heil sagt:

    Als erstes möchte ich der weiteren Unterhaltung folgendes vorausschicken:

    Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 19: “Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäusserung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.”

    Dieser Artikel besagt eindeutig, dass sich jeder Mensch seine eigene Meinung bilden darf. Wir sind also nicht dazu verpflichtet, dass wir Behauptungen und Schlussfolgerungen – egal wer diese aufstellt – uhinterfragt und unkritisch schlucken, akzeptieren und für bare Münze nehmen müssen. Und es spielt demnach auch keine Rolle, ob man etwas hinterfragt, das z.B. in Sarajevo, Washington und Brüssel behauptet wird, noch spielt es eine Rolle, ob die Behauptung von der Bosnisch-Moslemischen Regierung in Sarajevo, der US-Regierung in Washington, der EU in Brüssel, einem von gwissen Kreisen in Holland ins Leben gerufenem Tribunal oder sonst wem stammt.

    Zudem möchte ich kurz auf ein Beispiel eingehen, das verdeutlicht, dass genau die vorher erwähnten Kreise bereits der Lüge überführt wurden. Weshalb sollte man ihnen demnach blindes Vertrauen schenken?

    Während des Krieges in Bosnien, und auch lange Zeit danach, wurde die Meldung verbreitet, dass insgesamt mindestens 250’000 Angehörige der bosnisch-moslemischen Volksgruppe ums Leben gekommen seien. Ursprünglich stammt diese Behauptung vom damaligen moslemischen Aussenminister Haris Silajdzic. Silajdzic’s Behauptung wurde von unseren Massenmdien ungeprüft übernommen und als reine Wahrheit verbreitet. Infolgedessen verbreitete künftig praktisch jeder diese Meldung; Menschenrechtsorganisationen, Universitäten, Medien, Politiker und Regierungen usw. Besonders Bill Clinton posaunte bei jeder Gelegenheit herum, in Bosnien hätten eine Viertelmillion moslemischer Menschen ihr Leben verloren, nur weil sie Moslems seien. Und dass zu einer Zeit, als durch US-Aggressionskriege und Sanktionen in andere moslemischen Staaten bereits bereits Hunderttausende Menschen umgekommen sind. Aber lassen wir vorerst mal das Geheuchel von Bill Clinton noch beiseite, wir werden später nochmal auf ihn zurückkommen.

    Glücklichweise kann keine Lüge ewigs dauern. Vor etwa zwei Jahren trat der moslemische Bosnier Mirsad Tokaca, Chef des „Sarajevo Research and Documentation Center“ (RDC), an die Öffentlichkeit und präsentierte die Ergebnisse seiner Untersuchungen. Laut Tokacas Recherchen gab es während des Krieges in Bosnien ca. 100’000 Tote auf allen Seiten, davon ca. 25’000 Serben und etwa 5000 Kroaten. Tokacas „neue“ Todeszahlen würden mittlerweile allgemein übernommen. Dabei muss man jedoch folgendes beachten. Während des Krieges in Bosnien kämpfte die moslemische Bürgerkriegspartei gleich gegen drei Gegener. So bekämpften sich bekanntermassen Serben und Moslems. Es bekampften sich jedoch auch lange Zeit Moslems und Kroaten. Einige der schlimmsten Massaker des ganzen Krieges gehen auf die moslemisch-kroatischen Kämpfe zurück. Aber auch Moslems und Moslems bekämpften sich erbittert. Und zwar zum Grossteil in der Region um Bihac. Der Industrielle moslemische Politiker Fikret Abdic hatte eine eigene Armee aufgestellt, die gegen die Regierungstruppen des moslemischen Präsidenten Alija Izetbegovic kämpfte. Abdic kämpfe während des ganzen Krieges an der Seite der Serben und weigerte sich, dem Kommando von Alija Izetbegovic zu unterwerfen. Gerade im letzten Jahr tauchten Videos von Verbrechen von Alija Izetbegovic’s Soldaten auf, die sie an ihren Glaubensbrüdern in der Umgebung von Bihac verübten.

    Es sollte demnach nicht verwundern, wenn die moslemische Bürgerkriegspartei während dieses (sinnlosen) Krieges tatsächlich die grösste Opferzahl stellen würde. Mehrere serbische Institutionen befassten sich jedoch mit den Recherchen von Herrn Mirsad Tokaca und seiner Organisation. Dabei fanden sie massive Fehler in der Recherche. Und so protestierte die Regierung der bosnischen Serben im letzten Jahr gegen Tokacas Angaben, weil diese zahlreiche serbischen Opfer ganz einfach nicht beinhalten würden. Die Zahl von 25’000 toten Serben sei falsch, es seien insgesamt 35’000 Serben umgekommen. Auch der US-Advokat Stephen Karganovic, der sich hauptsächlich mit den Ereignissen von Srebrenica befasst, warf Tokaca Manipulationen vor. So habe Tokaca in seinen Statistiken gewisse moslemische Bürger Bosnien gleichzeitig an mehreren Orten „sterben“ lassen. Zudem habe er die serbischen Opferzahlen in der Region um Srebrenica völlig minimiert. Es bestehen also auch an dieser „neuen“ Todeszahl zumindest berechtigte Zweifel.

    Aber lassen wir mal die Detailkrämerei beiseite, der Hauptpunkt ist ganz ein anderer. Hier wird also viele Jahre nach dem Ende des Krieges in Bosnien zugegeben, dass man Hunderttausende von Toten ganz einfach erfunden hat! Unsere Massenmedien, Politiker, Menschenrechtsorganisationen, UNO, NATO usw. haben jahrelang ganz einfach völlig falsche Zahlen verbreitet, die sie damals jedoch als die reine Wahrheit anpriesen. Genau aus diesen Gründen kann man gewissen Institutionen nicht einfach blindlinks vertrauen und Glauben schenken.

    Diese beiden Sachen, das Recht auf Meinungsfreiheit und die Erfindung Hundertausender von Toten, möchte ich den folgenden Beiträgen zum Thema Srebrenica vorausschicken, damit nicht jemand auf die Idee kommt, mit der Relativierungs-Keule zuzuschlagen. Ich werde in meinen nachfolgenden Beiträgen zum Grossteil moslemische und nichtserbische Quellen verwenden, damit der Vorwurf der proserbischen Propaganda gar nicht erst aufkommen kann.

  27. Th.Scöni sagt:

    Ich hätte noch eine kleine Ergänzung zum Text von Thomas Heil. Es gab bereits früher eine Person, die darauf hingewiesen hatte, dass die „offizielle“ Zahl der Toten in Bosnien absolut nicht stimmt. Es handelt sich um den Amerikaner George Kenney, der früher beim US-Statedepartement arbeitete. Kenney recherchierte im Jahr 1995 nach, indem er sich durch bosnische und internationale Dokumente arbeitete. Nach Abschluss seiner Recherchen gelangte er zum Schluss, dass während des Bosnienkrieges auf allen Seiten bis zu 60’000 Menschen umgekommen sind. Sein Bericht erschein am 23. April 1995 in der New York Times unter dem Titel „The Bosnia calculation“.

    Das könnte ein Hinweis dafür sein, dass auch die von Mirsad Tokaca angegebene Zahl von geschätzten 100’000 Toten nicht der Wahrheit entspricht. Wichtig ist jedenfalls, dass mitlerweile selbst gewisse moslemische Organisationen zugeben, dass ihre Regierung jahrelang aus propagandistischen Gründen falsche Zahlen verbreitete.

    Man stelle sich vor, dass iregndwelche serbischen Organisationen die Zahl der propagierten 250’000 Toten infrage gestellt hätten. Man möchte sich das Gejaule lieber nicht vorstellen. Man hätte den Serben wieder „Revisionismus“, „Nationalismus“, die „Verharmlosung von Milosevics, Karadzics und Mladics Verbrechen“, „Grossserbentum“ usw. vorgeworfen, während man sie gleichzeitig mit Holokaustleugnern gleichgesetzt hätte.

  28. der krusche sagt:

    ab hier stellt sich nun natürlich unerbittlich die frage, was konkret mit solchem wissen um faktenlagen geschehen soll.

    wir könnten ja nun diese korrespondenz auf eine reale textlänge von 10 oder 15 metern verlängern, was die qualität einer plauderei unter ein paar leuten kaum überbieten könnte.

    in welche konkreten schritte kann also derlei wissen nun führen?

  29. Th.Scöni sagt:

    Fangen wir also an. Zuerst einmal sollten wir feststellen, wie es überhaupt dazu kam, dass sich die serbische Armee im Juli 1995 dem Stadtrand von Srebrenica näherete. Im Frühjahr 1993 unterzeichneten Serben und Moslems ein Abkommen, laut dem die serbische Armee aus dem Umkreis von Srebrenica zurückziehen muss, während die moslemische Armee in Srebrenica demilitarisiert werden sollte. Das war die Bedingung der Serben für ihren Rückzug, damit die moslemische Armee nicht noch mehr serbische Dörfer angreifen und Menschen töten konnte. Das Problem dabei ist, dass die moslemische Armee nur einige alten Waffen abgab, während sie den Rest des modernen Waffenarsenals behielt. Das beweist z.B. ein Video, das moslemische Kämpfer in Srebrenica 1994 aufgenommen haben. In dem Video führen einige Kämpfer das Kammerteam durch die Stadt und erklären, dass Tausende gut ausgerüstete moslemische Kämpfer in Srebrenica bereit stehen, um weitere Serben zu töten. Zudem existieren auch Listen der Waffenlieferungen aus Sarajevo nach Srebrenica. Diese Listen wurden moslemischen Dokumenten entnommen, auf die ich später noch genauer eingehen werde.

    In den Wochen vor dem Juli 1995 stareten moslemische Kämpfer wieder Überfälle gegen serbische Dörfer in der Region. Dabei wurden mehrere Duzend Serben getötet. Stephen Kinzer berichtete am 06/26/95 in der New York Times unter dem Titel „Government Troops Attack Bosnian Serb Village“ darüber. Auch in dem vorher erwähnten moslemischen Dokument finden sich genaue Angaben über diese Überfälle. Laut diesem Dokument töteten die moslemischen Soldaten während diesen neuen Angriffen mindestens vierzig Serben.

    Überflüssig zu erklären, dass die Serben gegen diese Angriffe bei der UNO heftig protestierten. Sie machten darauf aufmerksam, dass das ein eindeutiger Bruch des Waffenstillstand-Abkommens war. Die UNO reagierte jedoch wieder nicht, wie sie bereits während den Massenmorden an Serben in den Jahren 1992 und 1993 nicht reagierte. Im Gegenteil: die UNO ernannte Srebrenica nach erfolgreicher Massenschlächterei an den Serben noch eigens zur „Schutzzone“, damit die Serben ihre Gegenoffensive nicht durchziehen konnten. Infolge dessen konzentrierte die serbische Armee in der Region ihre Kräfte, um zum Gegenschlag auszuholen. Dieser war jedoch wenig aussichtsreich, da ihnen die moslemische Armee zahlenmässig hoch überlegen war. So ist es allgemein bekannt, dass beim Einmarsch in Srebrenica nur 400 Soldaten anwesend waren, während an der gesamten Operation „Krivaja“ gerade mal 1500 Soldaten beteiligt waren. Zum Vergleich: in Srebrenica befanden sich 6000 gut ausgerüstete moslemische Kämpfer, die nach dem Verlassen der Stadt noch durch ca. 2000 Kämpfer aus Zepa verstärkt wurden.

    Weshalb konnten dann die Serben die Stadt dennoch mit wenigen Soldaten einnehmen? Die Antwort darauf gaben moslemische Politiker und Armeeführer wie z.B. Ibran Mustafic und Sefer Halilovic, aber auch der moslemische Polizeichef der Stadt Hakija Meholic. Alle drei Personen, aber auch viele weitere, bestätigten während diversen Interviews (ich kann aus den Interviews gerne zitieren), dass Srebrenica nahezu kampflos aufgegeben wurde. Sie erklärten, dass die gesamte moslemische Armee, begleitet von 4000 vorwiegend männlichen Zivilisten, davon ein Grossteil ebenfalls unter Waffen, die Stadt bereits vor der Einnahme durch die Serben verliessen. Auf Fotoserien des moslemischen Fotografen Ahemt Bajric „Blicko“ und diversen Filmaufnahmen kann man sehen, dass diese Kolonne damals tatsächlich aus Tausenden bewaffneter Kämpfer und männlichen Zivilisten bestand.

    Die erwähnten Personen beschuldigten alle Alija Izetbegovic, dass dieser die moslemische Armee aus Srebrenica hat absichtlich zurückziehen lassen und damit die Bewohner Srebrenicas verraten habe. General Sefer Halilovic schrieb sogar einen offenen Brief an Izetbegovic, in dem er ihm Verrat vorwarf.

    Weshalb aber liess Izetbegovic überhaupt seine Armee aus der Stadt abziehen? Die Antwort darauf gibt wiederum der einstige Polizeichef Srebrenicas, Hakija Meholic. Er gab der bosnischen Zeitung Dani ein Interview, in dem er u.a. folgendes bezeugte:

    „Wir wurden von Präsident Izetbegovic? empfangen, und gleich nach der Begrüßung fragte er uns: „Was halten Sie von einem Austausch von Srebrenica gegen Vogosca [ein Vorort von Sarajevo]?“ Einen Augenblick herrschte Schweigen, und dann sagte ich: „Herr Präsident, wenn das eine abgemachte Sache ist, hätten Sie uns nicht hierher einladen sollen, denn wir müssen nach Hause zurückkehren und den Menschen gegenübertreten und persönlich die Last dieser Entscheidung auf uns nehmen.“

    Dann sagte er: „Wissen Sie, mir wurde von Clinton im April 1993 angeboten, dass die Streitkräfte der Tschetniks in Srebrenica einmarschieren, ein Gemetzel an 5 000 Moslems verüben, und dann würde es eine militärische Intervention geben.“

    Weiter erklärt Meholic: „Unsere Delegation bestand aus neun Personen, einer von uns war aus Bratunac, und er ist der Einzige, der, leider, nicht mehr am Leben ist, aber alle anderen Mitglieder der Delegation sind am Leben und können das bestätigen“

    Serbische Verschwörungstheorie? Nein, denn Hakija Meholic ist kein Serbe, wie auch die anderen Leute aus der moslemischen Delegation nicht, die er als Zeugen anführt.

    Damit können wir feststellen, dass die „Schutzzone“ Srebrenica zu keinem Zeitpunkt „überrannt“ wurde, wie das ein Grossteil der westlichen Massenmedien damals behauptete. In Wirklichkeit gab Alija Izetbegovic die Stadt auf, weil er sie gegen einen Teil Sarajevos , der von Serben kontrolliert war, eintauschen wollte, während man auf der anderen Seite hoffte, wie die Aussagen von Hakija Meholic beweisen, dass sich die serbische Armee beim Einmarsch in Srebrenica an den moslemischen Zivilisten rächen würde, die von ihren Politikern und der Armeeführung verraten und im Stich gelassen wurden. Damit hätte man einen endgültigen Grund gehabt, die Serben massiv militärisch durch die NATO anzugreifen. Und genau das ist dann vor allem in der kroatischen Krajina zwei Wochen später passiert, wie wir noch sehen werden. Diese Fakten beweisen, dass von einem grundlosen Überrennen der sogenannten Schutzzone keine Rede sein kann. In Wirklichkeit provozierte eine neue Offensive der moslemischen Armee im Sommer 1995 den Konflikt um Srebrenica, wobei während der angekündigten serbischen Gegenoffensive ganz einfach die moslemische Armee aus der Stadt abgezogen wurde. In einem zweiten Teil werden wir uns anhand moslemischer und holländischer Aussagen und Dokumenten anschauen, was genau während und nach der Einnahme Srebrenica geschah.

  30. der krusche sagt:

    wie merkwürdig! hab ich nicht vorhin eine klare frage gestellt und nebenbei angemerkt, daß es nutzlos sei, aus DIESER korrespondenz nun 10, 15 meter text zu fertigen?

    ich wiederhole die frage:
    in welche konkreten schritte kann also derlei wissen nun führen?

  31. Thomas Heil sagt:

    Anscheinend haben sich hier einige Leute getroffen, die etwas mit Srebrenica zu tun haben. Und nun gibt es eben einen Austausch zwischen diesen Menschen, weil es offensichtlich ist, dass nicht alle wichtigen Informationen zum Thema vorliegen. Zu ihrer Frage die simple Antwort: das hier veröffentlichte Wissen trägt klar etwas zur Aufklärung bei, denn zu was sonst sollte Wissen beitragen?
    Demnäch wäre es nett, wenn wir jetzt wieder von unserer Meinungsfreiheit Gebrauch machen und fortfahren könnten – vielen Dank. Oder ist ihnen ein Argument dafür bekannt, wichtiges Wissen zurückzuhalten?

    Am 17. Juli 1995, also rund eine Woche nach dem Fall Srebrenicas, unterschrieben der moslemische Vertreter der Zivilvbehörden und ein UNO-Kommandant ein Dokument, in dem bestätigt wurde, dass die Evakuierung der moslemischen Zivilbevölkerung auf deren eigenen Wunsch erfolgte – denn die Leute fürchteten sich vor Racheakten von Serben, deren Familienmitglieder getötet wurden – und dass es während der Evakuierung zu keinerlei Zwischenfällen und Gewaltakten gekommen ist. Hier ein Auszug aus dem Dokument sowie eine Erläuterung:

    Erklärung von Vertretern der Zivilbehörde der Enklave Srebrenica und eines Repräsentanten der UNPROFOR über eine Vereinbarung zur Evakuierung der Zivilbevölkerung von Srebrenica. […]
    Die in Anwesenheit des holländischen Bataillonskommandeurs getroffene Übereinkunft lautet wie folgt:

    – Die Zivilbevölkerung kann in der Enklave bleiben oder sie verlassen, gemäß dem Wunsch jeder einzelnen Person;
    – im Fall der Evakuierung bleibt uns die Wahl der Marschrichtung überlassen, und wir haben entschieden, daß die gesamte Bevölkerung in das Gebiet des Distrikts Kladanj evakuiert werden soll;
    – man ist übereingekommen, daß die Evakuierung von Armee- und Polizeieinheiten der Republik Srpska ausgeführt und von der UNPROFOR überwacht und begleitet werden soll“.

    Das Dokument schließt mit der Versicherung, daß sich die serbische Seite an alle Klauseln der Vereinbarung gehalten hat. Es wird bestätigt, daß es zu keinerlei Zwischenfällen gekommen ist und die serbische Seite alle Bestimmungen der Genfer Konvention und des internationalen Kriegsrechts respektiert hat.

    Das Originaldokument ist hier zu finden:
    http://www.srebrenica-facts.com/downloads/evakuierung_95.jpg

    Hier wird also von der UNO und einem moslemischen Vertreter der Zivilbehörden vor Ort bestätigt, dass er während den Evakuierungen zu keinerlei Zwischenfällen gekommen ist. In Srebrenica selbst kann es demnach kein Massaker gegeben haben (wir werden nachher noch erläutern, wo es zu welchen Zwischenfällen gekommen ist). In der bosnischen Stadt Vlasenica lebt der Journalist Zoran Jovanovic. Er besitzt ein rund vierzig minütiges Interview mit holländischen Blauhelmsoldaten, die damals in Srebrenica stationiert gewesen sind. Sie bestätigen alle in dem Video, dass keine Gewalttaten zu beobachten gewsen sind und dass die Evakuierungen korrekt ausgeführt wurden. Nachfolgend die Aussagen von zwei holländischen Blauhelmsoldaten zu den damaligen Ereignissen (aus NRC Handelsblad, vom 24.7.199).

    „Soldat Karel Mulder: Vieles, was man über die Serben sagt, ist Blödsinn. […] Ich war drei Tage lang unter den Flüchtlingen, und die Serben haben sie gut behandelt.

    Soldat Arnold Blom: Als wir in der Enklave patrouillierten, wurde von den Moslems serbisches Feuer provoziert. Sie schossen über uns drüber und wollten damit erreichen, dass die Serben einen von uns treffen, damit man ihnen für die Außenwelt wieder den schwarzen Peter zuschieben kann“.

    Der holländische Kommandant Captain Schouten wusste folgendes zu berichten (aus Het Parool vom 27.7.1995):

    „Jeder plappert jedem nach, aber niemand bringt handfeste Beweise. Ich stelle fest, dass man in Holland um jeden Preis beweisen möchte, dass ein Völkermord verübt wurde. […] Wenn Hinrichtungen stattgefunden haben, dann haben die Serben das verdammt gut versteckt. So glaube ich nichts davon. Am Tag nach Srebrenicas Zusammenbruch, dem 13. Juli, kam ich in Bratunac an und blieb dort acht Tage lang. Ich konnte gehen, wohin immer ich wollte. Mir wurde jede Hilfe gewährt, nirgends wurde ich angehalten“.

    Der holländische General Hans Couzy schrieb in seinem Buch „Mijn jaren als bevelhebber“ (Amsterdam 1996) ebenfalls, dass es in der Stadt selbst zu keinen Übergriffen und Gewalttaten gekommen ist. Demnach ist es falsch, wenn wir das Massaker in der Stadt selbst lokalisieren. Der holländische Blauhelmsoldate Marco van Hees gab zum Thema ein aufschlussreiches Interview (aus Vecernje Novosti vom 3.9.2008):

    „Die Föderation Bosnien und Herzegowina hat den Rechtsstreit um die Anklage gegen Holland wegen der angeblichen Versäumnisse unserer Einheit verloren.“ […] „Sie haben uns angeklagt, aber solange wir an verschiedenen Punkten in und um Srebrenica stationiert waren, ist niemand von den Moslems umgekommen!“ […] Im konkreten Fall vom Juli 1995 hätten 450 Soldaten der holländischen Einheit, die schlecht bewaffnet war, die gesamte hochgerüstete 28. Division der moslemischen Armee, die ca. 10 000 Kämpfer umfasste, „verteidigen“ sollen! „Weshalb haben sie sich nicht selber verteidigt? Ich habe mich immer gefragt, weshalb alle die Moslems beschützen, niemand aber die Serben.“ […] „Unsere Stützpunkte befanden sich in zerstörten serbischen Dörfern, so z. B. in Zalazje. Wir konnten uns selbst davon überzeugen, welche bestialischen Verbrechen die Moslems an den Serben verübt haben. In unserer Einheit dienten junge Burschen von 19 und 20 Jahren, die auf eventuelle Kampfeinsätze überhaupt nicht vorbereitet waren. Es war schlimm für uns, als uns jene angezeigt haben, denen wir fast zwei Jahre lang geholfen haben. Jene, die uns Essen und Benzin gestohlen, uns verflucht und verletzt haben […]. Wir sind nicht schuld daran, dass sie die Schlacht verloren haben. Unser Auftrag lautete, dass wir sie ‚vor den Serben beschützen sollen’, und sie haben uns angegriffen. Einen unserer Soldaten haben sie getötet und mehrere verletzt!“ […] Keiner der holländischen Soldaten hat jemals ein an moslemischen Zivilisten begangenes Verbrechen oder eine Vergewaltigung gesehen oder auch nur davon gehört.

    Jene Soldaten, welche in den Bussen waren, die die Frauen und Kinder von Potocari nach Tuzla gefahren haben, können bestätigen, dass seitens der Serben keine Verbrechen und Morde begangen wurden. Auch die anderen, die in Kalimanici stationiert waren, können bestätigen, dass sie keine Tötungen von Moslems gesehen haben. Dafür gab es Kriminelle unter den Moslems von Srebrenica selbst […].

    Als wir nach Hause zurückgekommen sind, gab es in den holländischen Medien einen regelrechten Wettstreit darum, wer uns mehr anschwärzt in der Feststellung, dass ausgerechnet wir für die Ereignisse in Srebrenica verantwortlich sein sollen. Wir wurden von unserer Regierung angegriffen wie auch von allen staatlichen Institutionen. Zahlreiche Angehörige unserer Einheit, mindestens 100, sind damals komplett durchgedreht! Sie wurden verrückt. Einige von ihnen haben sich umgebracht! Wir erhielten nie eine moralische Unterstützung oder Anerkennung für unseren Dienst unter den Moslems. Der Großteil unserer Soldaten ist wegen der psychischen Probleme momentan arbeitsunfähig. Dazu kommt noch, dass mehr als 90 Prozent der Soldaten vor der Abreise nach Bosnien keine abgeschlossene Ausbildung hatten“.

    Alle sich damals vor Ort befindenden Beobachter bestätigen, dass es in Srebrenica zu keinen Massentötungen gekommen ist. Es ist demnach falsch, wenn man vom Massaker „in“ Srebrenica spricht. In einem weiteren Teil werden wir uns anschauen, wo es tatsächlich Tausende von Toten gegeben hat und unter welchen Umständen. Ich hoffe, dass zuvor hier die Zensurkeule zuschlägt, denn ich bemerke bereits, dass die bisher veröffentlichten Fakten für etwas Nervosität sorgen.

  32. Thomas Heil sagt:

    Korrektur: ich hoffe natürlich nicht, dass die Zensurkeule hier zuschlägt.

  33. der krusche sagt:

    >>Korrektur: ich hoffe natürlich nicht, dass die Zensurkeule hier zuschlägt. <<
    ich werde euch beiden gerne erklären, was ZENSUR ist. und ich werde euch auch gerne erklären, was a) ein mangel an medienkompetenz ist und b) was ein paternalistischer schwabo ist.

    wie bedauerlich, borniert und kontraproduktiv, die kategorie ZENSUR derart beliebig zu erwähnen.

    es ist ja ungehgeuerlich, wie ihr zwei hier monologe fahrt ohne rücksicht auf einwände, ohne rücksicht auf kontext und vor allem im stile von guerilla-marketing.

    das werde ich hier noch zurechtrücken.

    ich mißbillige das zutiefst!

    ich finde die borniertheit, wie ihr hier mit völlig ungeeigneten medíalen mitteln vorgeht, brüskierend. und so eine arrogante pose schadet natürlich dem THMEA, denn wer will jemandem zuhören, der einfach drauf losmonologisiert, ohne sein gegenüber noch wahrzunehmen?

    so geht a) dialog nicht, so geht b) mediennutzung in diesem format nicht. und das belegt c) daß ihre euch offenbar selber viel wichtiger seid, als das thema, sonst würdet ihr euch nicht derart brüskierend verhalten und damit eine fruchtbare behandlung des themas stärken.

    ausdrücklich:
    da meine ich jetzt NICHT eure inhalte, sondern eure KOMMUNIKATIOSNART.

    ich denke:
    wer ist denn so dusselig, in das kommentarfeld eines einzelnen blog-beitrages einen ganzen essay reinzuwuchten und seinen erhalt dann noch mit dem stichwort „zensurkeule“ zu befestigen und dabei auch noch anzunehmen, das sei auf die art REZIPIERBAR?

    wie kindisch bzw. unprofessionell seid ihr denn? und was ist mit eurer eahrnehmung los, daß ihr so offenkundig auf einwände des „hausherren“ pfeift?

    unbd ich weiß auch, wartum ihr das so macht. es ist ja viel bequemer, vom schreibtisch aus sich so auf fremden bühnen wichtug zu machen, statt rauszugehen und in der sache was zu bewegen, indem man verbündete sucht und adäquate projekte anpackt, sich dean beteiligt, um den status quo zu ändern.

    falls ich mich irren sollte:
    dann klärt doch einmal eure identitäten auf und macht nachvollziehbar, was ihr in dieser sache und zu dem thema bisher außerhalb eurer schreibstuben getan habt.

  34. Th.Scöni sagt:

    Ich persönlich sehe hier keinen Monolog, da ja jeder auf die Beiträge der anderen reagiert. Und Einwände sind ja o.k., nur sollten solche Einwände nicht zum Ziel haben, dass die Beiträge eines Diskutanten nicht veröffentlicht werden. […]

    +++++ rest gelöscht. du wirst aufgrund deines kommunikationsverhaltens hier ab nun als persona non grata betrachtet. mein vorschlag: ziehe deine eigene website auf, erarbeite dir ein publikum, ich werde mich auf dort publizierte stoffe gerne beziehen, wenn cih sie interessant finde. martin krusche

  35. Thomas Heil sagt:

    Ich muss mich dem Vorredner anschliessen. Meine Beiträge stehen keinem Dialog im Weg. Im Gegenteil: ich habe ja auf praktisch jeden Beitrag von der Krutsche geantwortet. Ebenso kann der Krutsche weiterhin auf jeden meiner Beiträge reagieren.

    +++++ rest gelöscht. du wirst aufgrund deines kommunikationsverhaltens hier ab nun als persona non grata betrachtet. mein vorschlag: ziehe deine eigene website auf, erarbeite dir ein publikum, ich werde mich auf dort publizierte stoffe gerne beziehen, wenn cih sie interessant finde. martin krusche

  36. Thomas Heil sagt:

    Zurück zum Thema. Bekannterweise schlug sich […]

    +++++ rest gelöscht. du wirst aufgrund deines kommunikationsverhaltens hier ab nun als persona non grata betrachtet. mein vorschlag: ziehe deine eigene website auf, erarbeite dir ein publikum, ich werde mich auf dort publizierte stoffe gerne beziehen, wenn cih sie interessant finde. martin krusche

  37. Thomas Heil sagt:

    Kommen wir also zu einem ersten Zwischenfazit. […] Fortesetzung folgt

    +++++ für deine fortsetzung wirst du dir selbst eine mediale präsenz und ein publikum aufbauen müssen. rest gelöscht. du wirst aufgrund deines kommunikationsverhaltens hier ab nun als persona non grata betrachtet.martin krusche

  38. Safeta Sulic sagt:

    Um mich kurz vorzustellen: meine Name ist Safeta Sulic. Ich bin 38 Jahre alt und wohne in der Schweiz. Mein Vater ist ein moslemischer Bosnier aus Tuzla, meine Mutter eine orthodoxe Bosnierin aus der Umgebung von Banja Luka.

    Für uns war die Zeit des Krieges in Bosnien sehr hart, da die Familie meines Vaters ziemlich übel gegen meine Mutter und die Serben hetzte, während es umgekehrt nicht viel besser ausschaute. Die Menschen litten auf allen Seiten, während für die Serben die Situation noch dadurch erschwert wurde, dass sie von den führenden Medien im westlichen Teil der Welt fertiggemacht wurden.

    Was nun das Verhalten von der krusche betrifft: es unterscheidet sich durch nichts vom Verhalten unserer Massenmedien während des Krieges. Es ist ein Mix aus Voreingenommenheit, Einseitigkeit, Engstirrnigkeit und völliger Intoleranz. Das durch die Massenmedien verbreitete Bild wird eisern verteidigt, während allen Gegeninformationen sofort der Garausgemacht wird. Diess Herrenmenschengetue ist wirklich völlig abstossend und passt zu keinem aufgeklärten und zivilisierten Menschen.

    Demnach wird jeder weitere Besuch hier überflüssig, da sich ein moderner Mensch in zensurierter Umgebung nicht wohl fühlen kann.

  39. der krusche sagt:

    ich nehme das hier gerne noch auf, damit man nachlesen kann, wie sich so eine korrespondenz entfaltet und wie man einander offenbar gar nicht erst zuhören muß.

    >>Was nun das Verhalten von der krusche betrifft: es unterscheidet sich durch nichts vom Verhalten unserer Massenmedien während des Krieges.<>Das durch die Massenmedien verbreitete Bild wird eisern verteidigt,<> Diess Herrenmenschengetue ist wirklich völlig abstossend und passt zu keinem aufgeklärten und zivilisierten Menschen. <>Demnach wird jeder weitere Besuch hier überflüssig, da sich<<
    den wunsch kannst du dir ja leicht selbst erfüllen.

    dovidjenja!

    p.s.:
    ich bin so frei und werde eure beiträge für einen kleinen essay über netzkultur verwenden.

    siehe: http://www.van.at/kbb/sok/set01/note02.htm

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