Schlagwort-Archiv: matthias marschik

Pop: Die Schwelle

Die von Ereignissen sehr dichten letzten Tage habe nun den Abschnitt The Track: Pop herauskristallisiert, der auf The Track: Axiom folgt. Das ist ein weiteres Kapitel in meinem Langzeitprojekt The Long Distance Howl, welches 2013 ein erstes Jahrzehnt Laufzeit abgerundet hatte.

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Greifbares Jahresende

Ich darf den „Kulturpakt Gleisdorf“ als etabliert ansehen. Von der Konzeption in die Praxis, das war ein Teil der Arbeit im Jahr 2013. Politik und Verwaltung haben diese Verfahrensweise aufgegriffen und entwickeln das gerade im eigenen Modus weiter, um 2014 die Praxisphase ausweiten zu können.

Damit bin ich aus der Geschichte nicht draußen, sondern weiter Teil des Entwicklungs-Teams, aber meine Rolle wird eine andere, konkret auch eine geringere gegenüber vorher.

Aufräumen, umbauen, weiter geht's...

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Kunstsymposion: Unklare Klarheiten

Was soll eigentlich dieses 1914-2014 im Projekt? Wir hatten also keineswegs von hausaus einen Grundkonsens, daß dieses Jahrhundert betrachtet und überprüft werden müßte, um in der Gegenwart zu bestehen und für die Zukunft relevante Orientierungen zuwege zu bringen.

Links vorne: Künstler Gerhard Pichler von "zweintopf"

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Kunstsymposion: Fremde Erde

Der Regen wartete bis Mitternacht. Eine Annehmlichkeit, denn das Kunstsymposion begann im Freien; mit dem Einschnitt „Homleland“. Eine Intervention, im Rahmen derer das serbische Duo diSTRUKTURA unter anderem den enormen Brain Drain ihrer Heimat thematisierte.

Das Duo diSTRUKTURA mit ihrem Stück fremder Erde in Gleisdorf.

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Klartext #2

Sollten wir uns nicht als eine „Sekte der Gnadenlos Guten“ erweisen, deren Inhalte und deren Tun außer Diskussion gestellt werden möchten, haben wir laufend neu zu klären, was gemeint sei, wenn von Künstlerinnen und Künstlern die Rede ist.

Martin Krusche (Foto: Milan Bosnic)

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Status quo Ende 2012

Um es vorwegzunehmen: Uns geht es derzeit besser als ich für möglich gehalten hätte. Das verdankt sich zum Beispiel inspirierten Menschen, die auf konzeptionelle Schritte im Kernbereich dieser Kulturinitiative mit eigenen Ideen reagiert haben.

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Zum nahen Jahresende

Der Techniker Horst Fickel war einer unserer Kooperationspartner in einer ersten Phase des Auslotens, wovon heute eine Kooperation von Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft handeln könnte. . . Siehe dazu das KWW-Archiv: [link]

Wir hatten davor schon ausreichend Klarheit gewonnen, daß tradierte Ideen und Vorstellungen von Sponsoring auf unsere Situation gar nicht anwendbar sind. Deshalb war es nötig, die Sache völlig neu aufzurollen.

Techniker Horst Fickel (links) zeigt schon geraume Zeit Interesse an der Kommunikation zwischen Kunst und Wissenschaft

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Präzisierung für 2013

Vor einem Weilchen habe ich von einer Session in Wien erzählt, da wir auf der Rückfahrt quasi von Insidern erfuhren, der Steiermark stehe in Budgetfragen ein „Tal der Tränen“ bevor: [link] Von der Finanzlandesrätin wurde das kürzlich bestätigt. Vollath: „Für 2014 brauchen wir ein Wunder“ [link]

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Der Juni von „kunst ost“

Wir haben unser heuriges „April-Festival“ mit einer Session in Bad Gleichenberg abgeschlossen: [link] Nun lädt Kathi Velik, Initiatorin der Kulturinitiative „Kopfbahnhof“, für den kommenden Pfingstsonntag zu Finissage und Brunch, um dieses Ereignis abzurunden: [link]

Währenddessen bereiten wir alles für den heurigen „FrauenMonat“ vor, der diesmal stärker dem praktischen Tun gewidmet ist. Mit Stefanie Wuschitz, Miss Baltazar’s Laboratory, Niki Passath… Dazu sind uns noch Mädchen und junge Frauen willkommen, welche in die (gratis) Workshops einsteigen möchten: [link] Es wird allerdings eine abschließende Veranstaltung dazu geben, die öffentlich zugänglich ist.

Kulturpolitische Fragen sind akuter denn je. Die IG Kultur Steiermark hat in der Sache eine Veranstaltungsserie konzipiert, welche auch in der Provinz Station machen wird. Wir leisten dazu einen Beitrag im Rahmen der „talking communities“. Der Titel sollte Anlaß für ausführlichere Erörterungen sein: „Kunst ist kein Reparaturbetrieb“ [link]

Es ist ja nach wie vor so, daß in regionaler Kulturpolitik die Budgets oft genau NICHT für den Bereich Gegenwartskunst eingesetzt, sondern Richtung sozialer Agenda bewegt werden. Das erzeugt Klärungsbedarf. Siehe dazu auch den Beitrag #22 bei „Wovon handelt Kulturpolitik?“ [link]

Es ist nun bezüglich Mobilitätsgeschichte ein nächster Schritt in Arbeit. Ich mache gerade in Kooperation mit dem Wiener Historiker Matthias Marschik ein weiteres „Puch-Puch“ startklar, das kommenden Herbst unter dem Titel „In Österreich weltbekannt“ (Die Geschichte des Steyr Puch 500) erscheinen wird.

Marschik ist mit den Bereichen Sozialgeschichte und Massenkultur sehr gut vertraut, also ein vorzüglicher Kooperationspartner für unseren diesbezüglichen Vorhaben: [link]

Das kommende Puch-Buch

Verlagslektorin Dorothee Müller (Sutton Verlag, Erfurt) schrieb mir eben: „Außerdem brauchen wir bitte das Bild Nr. 105 noch einmal mit 20 Zentimetern Höhe und 300 dpi Auflösung oder noch besser als Originalbild. Dieses würden wir gerne für das Cover verwenden, dafür liegt es aktuell aber zu klein und qualitativ zu mangelhaft vor.“

Das betrifft jenes Buch über den Steyr-Puch 500, welches ich gerade gemeinsam mit Sozialhistoriker Matthias Marschik geschrieben hab. Siehe dazu auch die Notiz vom 25. Oktober 2011: [link]

Nun ist aber auf diesem Wunschbild ein Fiat Nuova 500 zu sehen, weshalb ich zu antworten hatte: „das geht leider keinesfalls, denn es ist KEIN puch, sondern ein fiat. die puchianer-kurie würde uns einen killer schicken.“

Der Fiat Nuova 500 war ein Hauptereignis der Massenmotorisierung nach dem Zweiten Weltkrieg

Müller: „Das falsche Coverbild tut mir natürlich sehr leid, da sind wir ja grad noch einmal mit dem Leben davongekommen… Um diesen Gefahren vorzubeugen, würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns noch eine Liste der Bildnummern schicken könnten, die als Coverbilder infrage kommen. Oder gibt es vielleicht sogar noch eine vergleichbare Aufnahme zu Bildnr. 105, die aber einen Puch zeigt?“

Zur Erläuterung der Episode: Das „Pucherl“ wurde in Graz-Thondorf gebaut. Die Karosserie stammt hauptsächlich vom italienischen Fiat, doch aufgrund einer Reihe technischer Details bestehen „Puchianer“ darauf, daß der Thondorfer Wagen NICHT als Fiat-Klon verstanden werden darf.

Die Historie von Steyr, Daimler und Puch ist die eines weit verzweigten Weltkonzernes, der heute von Magna Steyr repräsentiert wird

Wir haben es hier mit einem zentralen Stück österreichischer Mobilitätsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg zu tun. Der Automobilismus ist über fast hundert Jahre mit einem so horrenden Aufwand an Propagandamitteln eingeführt worden, daß wir heute kaum eine realistische Vorstellung davon haben, wie das gemacht wurde und was davon heute wie in unseren Köpfen sitzt.

Wir gehen diesen Motiven auf mehreren Ebenen konzentriert nach. Eine davon ist unser „Kuratorium für triviale Mythen“, bei dem das Kulturgeschichtliche daran mit einigem Augenzwinkern bearbeitet wird: [link] Andere Arbeitsbereiche führend mehr und mehr dazu, das ganze auch mit Fragen des Energiebereiches und jenen nach Ernährungssouveränität zu verknüpfen.

Für laufenden Notizen und Plauderein zu diesem gesamten Themenkomplex gibt es hier nun auch eine Facebook-Präsenz: [link]