Wir gehen auf die Jahreshälfte zu. Ein guter Zeitpunkt, die Planung bis inklusive dem ersten Quartal 2017 in den wesentlichen Punkten festzumachen.

Die erste Serie der Reihe „Handfertigkeit und Poesie“ wird mit einem „Kulturtisch“ auf Schloß Freiberg abgerundet. Nach einigen Jahren unserer Momente in den „Talking Communities“ mag nicht nur deutlich geworden sein, daß uns die Gespräche über relevante Themen wichtig sind. Dem folgen dann auch Pläne für Vorhaben, die wir umsetzen.

Auf dem Weg zum heurigen Aprilfestival stand nun in Schloß Freiberg „Die Ehre des Handwerks“ zur Debatte. Am zweiten Abend der Serie „Handfertigkeit und Poesie“ waren weitere Aspekte zu erörtern, die uns Bedingungen des Menschseins zu klären helfen.

Im oststeirischen KulturGeviert sind engagierte Kulturschaffende an mehreren Orten mit einander verbunden, um in Summe eine große Themenstellungen zu bearbeiten, die sich über Veranstaltungen zu verschiedenen Teilthemen erschließt.
In diesem Arbeitsansatz ist jede der Gemeinden eigenständig tätig. Das KulturGeviert faßt diese Positionen nicht hierarchisch unter einem Dach zusammen, sondern schafft einen zusätzlichen Möglichkeitsraum, der vor allem ein Kommunikationsraum ist.

Im Umbruch von 2012 auf 2013 übernahm Künstler Winfried Lehmann die Verantwortung für das Aprilfestival. Er fand in Unternehmer Ewald Ulrich und Medienfachmann Helmut Oberbichler Verbündete. Fokus Freiberg entwickelte sich in der Folge zu einer neuen und vitalen Kulturinitiative der Region.

Das heurige Aprilfestival wurde von Kurator Winfried Lehmann unter den Titel „Los!Lassen!“ gestellt. Das legt eine Bedeutungsvielfalt vor, in dem der kultur.at: verein für medienkultur einen speziellen Aspekt bearbeitet. Dieses Teilthema gibt Sonntag, den 24.4.2016, dem Aprilfestival-Kulturtisch den Titel „Handfertigkeit und Poesie“.

Jenes Turmzimmer auf Schloß Freiberg, in dem ich zum vorigen Aprilfestival meine Wunderkammer [link] eingerichtet hatte, war nun Besprechungszimmer für einige nächste Schritte im Lauf unserer Vorhaben. Ich habe diesen Teil von Schloß Freiberg damals Konvergenzraum genannt.
Es sind anspruchsvolle Situationen, in denen sich unsere Ideen verzahnen sollen, um Handlungspläne zu ergeben, die dann auch in diese oder jene Tat umgesetzt werden.
Es hat gute Gründe, daß wir uns bei Kunst Ost seit einigen Jahren mit Volkskultur und Volkskunde befassen. Wer denkt, damit sei die Musealisierung von Brauchtum gemeint, hat ein paar Jahrzehnte der Debatten und Entwicklungen verschlafen.
Im Verhältnis von Zentrum und Provinz besteht bis heute ein erhebliches Gefälle der Mittel und Möglichkeiten. Die historische Situation, daß Zentren entstehen, indem sie ihre Peripherie zur Provinz machen, scheint ungebrochen. Sollte sich eine private Kulturinitiative dennoch Strukturen wie in urbanen Räumen wünschen?
