Wenn etwas aus dem Virtuellen ins Aktuelle kommen möchte (oder soll), gewinnt so ein Prozeß meist, wenn jemand sich zuständig macht, diesen Verlauf zu begleiten und zu sichern.

Wenn etwas aus dem Virtuellen ins Aktuelle kommen möchte (oder soll), gewinnt so ein Prozeß meist, wenn jemand sich zuständig macht, diesen Verlauf zu begleiten und zu sichern.

Der 30. März 2016 darf als konstituierendes Datum für die EDITION FREIBERG notiert werden. Ich absolvierte eben ein Arbeitsgespräch mit Unternehmer Ewald Ulrich (Ana-U), das zu Konsens führte. Ulrich hat sich vor einiger Zeit auf einen anspruchsvollen Prozeß eingelassen, der seine Firmenzentrale im Schloß Freiberg zu einem Angelpunkt kulturellen Geschehens in der Region werden ließ.
Auf dem Weg zum heurigen Aprilfestival stand nun in Schloß Freiberg „Die Ehre des Handwerks“ zur Debatte. Am zweiten Abend der Serie „Handfertigkeit und Poesie“ waren weitere Aspekte zu erörtern, die uns Bedingungen des Menschseins zu klären helfen.

Peter Moser war einst Kulturbeauftragter der oststeirischen Gemeinde Ludersdorf-Wilfersdorf, heute ist er ihr Bürgermeister. Moser ist aktiver Unternehmer, in Summe nicht nur mit wirtschaftlichen Fragen vertraut, sondern auch mit sozialen und kommunalen Zusammenhängen.

Unternehmerin Kerstin Feirer stellte das Wort ETWAS auf den Angelpunkt eines möglichen gemeinsamen Tuns von Menschen, die aus drei verschiedenen Metiers kommen, der Kunst, der Wirtschaft und der Wissenschaft. ETWAS ist zu bearbeiten, ist zu erarbeiten.
Im Verhältnis von Zentrum und Provinz besteht bis heute ein erhebliches Gefälle der Mittel und Möglichkeiten. Die historische Situation, daß Zentren entstehen, indem sie ihre Peripherie zur Provinz machen, scheint ungebrochen. Sollte sich eine private Kulturinitiative dennoch Strukturen wie in urbanen Räumen wünschen?
