Der 2. Dezember 2013 ist jenes Datum, an dem der Status quo des „Kulturpakt Gleisdorf“ definitiv neu geordnet erschien. Kulturbüro-Leiter Gerwald Hierzi war von der Kulturpakt-Beauftragten der Stadt, Katharina Scheidl, und von Katharina Lagler begleitet, die das TIP City-Management vertrat.
Ein symbolträchtiges Foto. Im harten Licht der Wintersonne von links: Katharina Lagler, Gerwald Hierzi und Katharina Scheidl, die Verwaltung und Wirtschaft der Stadt vertreten, sowie die beiden vormaligen Gleisdorfer Kulturreferenten Gernot Schrampf und Kamillo Hörner.
Am Montag, dem 2. Dezember 2013, findet um 10:00 Uhr vormittags wieder ein öffentliches Plenartreffen zum „Kulturpakt Gleisdorf“ statt. Dieses allgemein zugängliche Arbeitsgespräch ist keineswegs bloß an Menschen aus der Stadt Gleisdorf adressiert. Es betrifft mögliche kulturelle Vorhaben ohne formale Grenzen innerhalb der Oststeiermark.
Kunsthistorikerin Mirjana Peitler-Selakov entwickelt ihr eigenes Projekt nun mit einem Schwerpunkt in Graz. Wir werden unser Projekt auf die Provinz-Situation abstimmen. Dazu kommt der Teil, den ich auf die Strecke lege.
Stückwerk. So ist diese Woche. Mein Auto steht in der Werkstatt, die Kälte der trüben Tage erscheint mir heimelig, nie finde ich vor Mitternacht Schlaf. Die Arbeitsräume in meiner Wohnung sind längst zu eng geworden. Was Arbeit ausmacht, belegt in tausend greifbaren Dingen fast allen verfügbaren Raum.
Ich hab eine einigermaßen radikale Projektphase zu reflektieren, in der ich Verrücktheiten und Niedertracht genauso hinnehmen mußte wie wunderbare Überraschungen zu erleben waren.
Kulturwissenschafter und Regionalentwickler Günther Marchner
Ich darf den „Kulturpakt Gleisdorf“ als etabliert ansehen. Von der Konzeption in die Praxis, das war ein Teil der Arbeit im Jahr 2013. Politik und Verwaltung haben diese Verfahrensweise aufgegriffen und entwickeln das gerade im eigenen Modus weiter, um 2014 die Praxisphase ausweiten zu können.
Damit bin ich aus der Geschichte nicht draußen, sondern weiter Teil des Entwicklungs-Teams, aber meine Rolle wird eine andere, konkret auch eine geringere gegenüber vorher.
Als das Gleisdorfer Jugendhaus noch „Turbine“ hieß und der Begriff „Neue Medien“ noch deutlich signalisierte, daß den meisten Menschen die aktuelle informationelle Umwelt nicht ganz geheuer ist, hatten wir eine Zusammenarbeit bei einem Medienprojekt realisiert.
Heimo Müller saß in seinem Büro vor einem überdimensionalen Foto, auf dem recht unscheinbar ein Mann zu entdecken war, den wir beide schätzen: Meister Akira Kurosawa.
Das liegt rund ein Jahrzehnt zurück. Inzwischen hatten wir andere Sachen zu tun. Nun führte uns eine Themenstellung wieder zusammen, genauer, ein Bündel von Themenstellungen. Davon werden wir einiges hier in der Region umsetzen.
Heimo Müller vor seinem "Blogmobil", einem fahrenden Medienlabor
Der „Kulturpakt Gleisdorf“ bewährt sich inzwischen auch, wenn Probleme oder Konflikte auftauchen. Bürgermeister Christoph Stark belegt durch schnelles Handeln die hohe Priorität, mit der das Kulturgeschehen in der Region inzwischen ausgestattet ist; genauer gesagt, jene Entwicklung, die einem Grundverständnis von gemeinwesenorientierter Kulturarbeit gewidmet ist.
Politik & Verwaltung reagieren prompt, von links: Gerwald Hierzi, Christoph Stark, Katharina Scheidl und Alois Reisenhofer
Vor fast genau einem Jahr, am 9. November 2012, habe ich unsere Arbeit zum Thema „Kunst, Wirtschaft, Wissenschaft“ erwähnt und dabei auch von Gesprächen mit Otto Sapper erzählt, welcher aus der agrarischen Welt kommt und das wirtschaftliche Gesamtgeschehen der Region sehr gut kennt.
Der "Kulturpakt Gleisdorf" verknüpft unterschiedliche Sphären der Stadt und der Region
Was an der Basis regionaler Kunst- und Kulturschaffender zu erreichen ist, darf derzeit als geklärt gelten. Es ist dabei überschaubar geworden, wer in der Region vorerst nur sich selbst promoten möchte und wer geneigt ist, sich darüber hinaus auch für ein größeres Ganzes zu engagieren.
Das Jahr endet, eine Projekphase endet. Was haben wir?
>>Dieser Auftakt zu einem Work in Progress ist zugleich Abschluß des ersten Praxis-Jahrzehnts von Martin Krusches Langzeitprojekt „the long distance howl“.<<
So hieß es Anfang September in einem Programmhinweis auf unser 2013er Kunstsymposion: [link]
Beim Konstsymposion, von links: Katharina Scheidl (Kulturbüro Gleisdorf), Kunsthistorikerin Mirjana Peitler-Selakov, Künstler Radenko Milak