Schlagwort-Archiv: michaela knittelfelder-lang

Zwischen den Ebenen pendeln

Winfried Lehmann hat jetzt so weit Klarheit, daß seine „kunst ost“-Location Crew in Ludersdorf als konstituiert gelten darf. Er ist die Schlüsselperson eines Kreises Kreativer, die nun in gemeinsame Praxisschritte gehen. Details wird er zu einem späteren Zeitpunkt seines Projektverlaufes bekannt geben. Lehmann im Web: [link]

Winfried Lehmann schafft in Ludersdorf eine neue kulturelle Faktenlage

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TIP: Die Malerin

Michaela Knittefelder-Lang zeigt nun in Ludersdorf einige ihrer aktuellen Arbeiten. Ihre Öl- und Acrylbilder, in denen sie teilweise kulturelle Aspekte der Region auslotet, sind diesmal Teil einer Gemeinschaftsausstellung in den Räumen von Steuerberater Artner.

Dazu kommt Sylvia Knaus mit abstrakten Acrylbildern und Schmuck sowie Gerda Kletzenbauer mit kunstvollen Kerzen.

Die Vernissage findet am Donnerstag, dem
11. Oktober 2012, um 19:00 Uhr statt.

Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung Artner
Ludersdorf 201, 8200 Gleisdorf
+) Anfahrt: [link]

Netzkultur, Regionalentwicklung, „basis-kunst“

Ein LAN ist ein Local Area Network. Ein WLAN ist überdies „wireless“, also drahtlos. Das fanden wir im Gleisdorfer Restaurant „Gut“, um einen angenehmen Platz für unsere Session zu haben. So ein drahtloses Netzwerk vor Ort bietet Internetverbindung. Also konnten wir unsere Laptops auf den dunklen Tisch wuchten und loslegen.

Winfried Lehmann (links) und Wolfgang Kober

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April-Festival 2013: work in progress

Ein kleines Arbeitstreffen, um die Basis für weitere Kooperationsschritte von kunst ost zu klären. Das markiert den Ausgangspunkt für die Reise in den Umbruch der regionalen Verhältnisse. Der Prozeß ist bemerkenswert, die ersten Ergebnisse sind sehr erfreulich.

Die "Basis-Runde", von links: Winfried Lehmann, Michaela Knittelfelder-Lang, Irmgard Hierzer und Karl Bauer

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Präzisierung für 2013

Vor einem Weilchen habe ich von einer Session in Wien erzählt, da wir auf der Rückfahrt quasi von Insidern erfuhren, der Steiermark stehe in Budgetfragen ein „Tal der Tränen“ bevor: [link] Von der Finanzlandesrätin wurde das kürzlich bestätigt. Vollath: „Für 2014 brauchen wir ein Wunder“ [link]

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KWW: Ich mag kein Geschwafel

Wenn wir darüber nachdenken, was denn eigentlich Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft konkret mit einander zu tun haben können/sollen, noch dazu jenseits des Landeszentrums, zeigt sich sehr schnell, daß unter den Kulturschaffenden vor allem einmal recht viele unüberprüfte Annahmen kursieren.

Das ist für uns einer der Gründe, über den in den letzten Jahren nicht mehr hinwegzusehen war, weshalb wir uns in kleiner Runde auf einer Art Gesprächs-Expedition durch die Region befinden. (Wir, das meint Karl Bauer, Michaela Knittelfelder-Lang, Christian Strassegger und mich.)

Von links: Johannes Weiß, Elisabeth Ruhsmann und Karl Bauer

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kunst ost: reflexionen #6

Zwischen Partizipation und Konsumation

Wir sind im regionalen Kulturbetrieb noch stark von der Tendenz zu Events dominiert. Es wird zwar in der Kommunalpolitik kaum noch wer offen fragen „Wie viele Leute waren da?“, denn es hat sich herumgesprochen, daß diese Frage allein wenig klärt, aber traditionelles Funktionärswesen besteht mindestens unter der Hand auf diesem Kriterium als Hauptmaßstab.

Schauspieler Peter Simonischek (links) und Kulturpromotor Werner Sonnleitner

Ich hab es schon bei mehreren Gelegenheiten zur Sprache gebracht, unter anderem in „Eine neue Konzeption der Ethik?“, daß wir laufend prüfen sollten, welches Verhältnis von Konsumation zu Partizipation wir bei unseren Vorhaben zustande bringen. („Konsumation oder Partizipation, das ist eine der brisanten Fragen im laufenden Geschehen.“) [Quelle]

Auch in „Kulturpolitik als Two Trick-Pony“ taucht die Frage auf: „Wohin? Zu mehr Konsumation oder mehr Partizipation?“ [Quelle]

Ich fuhr gestern in Markt Hartmannsdorf, um die Präsentation der prämierten Arbeiten des Literaturwettbewerbes „Wortschatz 2012“ zu hören. Freilich waren hier viele Leute zugange. Dieses Ereignis wird vom renommierten Schauspielerehepaar Peter Simonischek und Brigitte Karner getragen.

Aber der Anlaß zu diesem vom Verein Kultur und Begegnung [link] getragenen Wettbewerb ist eben Partizipation. Ich war übrigens am allermeisten überrascht, wie hochkarätig die Arbeiten der jungen Leute waren; der Literaturwettbewerb ist für zwei Gruppierungen ausgeschrieben, Jugendliche und Erwachsene.

Schauspielerin Brigitte Karner

In seinen einleitenden Worten erwähnte Simonischek diesen Effekt der Massenkultur, dessen Konsequenzen wir zwar erahnen, der aber nur selten öffentlich zur Debatte steht. Denn wir wissen ja eigentlich nicht so genau, was es für Konsequenzen hat, wenn der dominante Anteil einer ganzen Bevölkerung seit Jahrzehnten an den „elektronischen Lagerfeuern“ sitzt, in die TV-Geräte starrt. (Aber wir sind heute auch nicht mehr ganz ahnungslos, was das bedeutet.)

Malerin Michaela Knittelfelder-Lang

Simonischek sagte, das Fernsehen habe „den Schalter von aktiv auf passiv umgelegt“, täglich ab 19:00 Uhr. Er bezog sich in dieser Einschätzung auf seine beruflichen Erfahrungen: „Theater lebt und leidet seit der griechischen Antike mit der menschlichen Leidenschaft.“ Worauf die sich richte, sei eben aufschlußreich. Den Weg in die Kunst bezeichnete Simonischek als einen „Austausch mit sich selbst und anderen“.

Dieses Argument ist ein Angelpunkt für kulturelles Engagement und ein Plädoyer für die Befassung mit Kunst. Es berührt Positionen, die in einem erheblichen Kontrast zur ladläufigen „Eventitis“ stehen. Damit ist auch der Blick auf den grundlegenden Unterschied zwischen Partizipation und Konsumation gelegt. Die Konsumation ist eben in sehr vielen Fällen ein Geschäft mit Surrogaten. Der „Austausch mit sich selbst und anderen“ darf als grundlegendes soziales Ereignis geltern, ohne welches menschliche Gemeinschaft gar nicht erklärbar wäre.

Die Präsentation, der Auftritt, die Ausstellung, all das ist natürlich nicht gering zu schätzen und hat unter anderem wichtige soziale Funktionen. Das hat aber ein geistiges Klima zur Bedingung, dessen Qualität und Reichweite als ein Gegenstand der Kulturpolitik zur Debatte stehen müßte.

Damit meine ich, Kulturpolitik muß durchaus offenlegen, wie sehr sie eher der Partizipation oder eher der Konsumation verpflichtet ist, wie sehr sie also auf welche Veranstaltungen setzt und in welchem Maß sie beiträgt, daß auch in der Region Inhalte und Ergebnisse erarbeitet werden können.

Ein reges Veranstaltungsprogramm, bei dem man bloß auf dem Kunstmarkt einkauft, ist sehr wesentlich eine Frage verfügbarer Budgets. Ein kulturelles Engagement, das Menschen dazu anregt, selbst handelnde und produzierende Personen des Kunst- und Kulturgeschehens zu werden, hat dagegen ganz andere Grundlagen.

[kunst ost: reflexionen]

kunst ost: zwischenstand II

Wie schaut’s aus? Gut schaut’s aus! Ich hab zwar die Zeit ab Oktober 2010 als extrem anstrengend erlebt. Da waren so gut wie keine Pausen möglich, viel Unklarheit und auch Unsicherheit am Beginn, vor allem in Summe ein sehr großes Arbeitspensum zu bewältigen. Ich hab in letzter Zeit auch schon einigen Unmut entwickelt, daß ich kaum noch zum meiner künstlerischen Arbeit komme; und das wäre ja eigentlich meine primäre Profession. Aber Krisen haben es eben so an sich, daß man sich die Belastungen in ihrem Ausmaß und ihrem Zeitpunkt nicht aussuchen kann.

Dem steht jedoch viel an positiven Ereignissen und Erfahrungen gegenüber. Die „Hauptsensation“ ist für mich das Funktionieren des Strukturdetails „Location Crew“. Im heurigen „April-Festival“ hat sich das fulminant bewährt: [link] Ohne diese Ereignis-Basis wäre ein derart üppiges Programm niemals realisierbar gewesen; schon gar nicht mit den heuer eher geringen Mitteln.

Werner Sonnleitner (Markt Hartmannsdorf)

Irmgard Hierzer (Gleisdorf), Michaela Knittelfelder-Lang (Markt Hartmannsdorf), Winfried Lehmann (Ludersdorf) und Hildegard Sowinz (Oberdorf) repräsentieren da einen definitiv neuen Typ regionaler Kulturschaffender in so einer Konzeption, welche meines Erachtens nun an der Schwelle zur Ausgereiftheit steht.

Zu diesen „Schlüsselpersonen“ des 2012er-Festivals ist außerdem anzumerken, daß sie etwas eingebracht haben, was in der „Initiativenszene“ der Steiermark ein wenig rar geworden ist: Sie haben sich vergnügt den gegebenen Möglichkeiten gewidmet, also getrachtet, mit den begrenzten Ressourcen ein möglichst feines Ergebnis zu erarbeiten, statt die Kraft mit Lamentieren zu vergeuden und der Welt mitzuteilen, was man alles tun KÖNNTE, wenn man ganz andere Bedingungen HÄTTE.

Hilde Sowinz (Oberdorf)

Diese fröhliche Art, sich der österreichischen Jammerkultur fernzuhalten, ist nach meiner Überzeugung ein Garant, daß sich weitere Vorhaben gut entwickeln lassen und dafür dann auch bessere Bedingungen und reichere Ressourcen zu gewinnen sind.

Ein anderer Aspekt, der in diesem Festival Wirkung gezeigt hat, ist die wachsende Kooperation mit völlig eigenständigen Kulturinitiativen. So war Werner „Sonni“ Sonnleitner von „Kultur & Begegnung“ in Markt Hartmannsdorf [link] zum wiederholten Mal unser Projektpartner.

Besonders wichtig erscheint mir die „werkstatt gleisdorf: zeitgeschichte + kultur“ [link] des versierten Wolfgang Seereiter, weil da nicht nur, aber sehr wesentlich an Themen gearbeitet wird, die mit Tabus behaftet sind, die gegenwärtig hohe Relevanz haben. (Wir haben noch allerhand Arbeit vor uns, um zu klären, wie man derlei kritische Positionen in einem Gemeinwesen stabilisieren, erhalten kann.)

Andere Kooperationen für das Festival bedürfen der Reflexion, um klären zu können, was sich da an weiterem Potential zeigen kann.

Winfried Lehmann (Ludersdorf) und Martin Krusche (rechts)

Ein eigenes Kapitel ist die Kooperation mit Geschäftsleuten. Davon werde ich noch separat berichten. Wichtig ist mir dabei: Das ist eine Phase bei kunst ost, wo wir primär nicht losgehen, um bei der Wirtschaft Budgets zu akquirieren, sondern um zu erwirken, daß sich Geschäftsleute handelnd in unsere Projekte einbringen.

Das ist ganz persönlich gemeint; ich versuche Situationen herbeizuführen, in denen sich Geschäftsleute als Akteurinnen und Akteure in das Kulturgeschehen einlassen, individuell dabei mitmachen. Ich bin überzeugt, daß wir auf dieser Ebene MITEINANDER etwas Nachhaltigeres entwickeln können, als dort auf herkömmliche Akquise zu setzen.

Der Fokus ist dabei keineswegs zufällig auf das Miteinander gerichtet. Um es polemisch verkürzt auszudrücken: Ich suche keine Financiers, sondern Verbündete und KooperationspartnerInnen. Das halte ich für die menschlich und ökonomisch interessantere Option in der Arbeit am kulturellen Klima unseres Lebensraumes.

April-Festival: Im „kopfbahnhof“

Künstlerin Kathi Velik teilt mit: „Ihr seid alle herzlich eingeladen, am 5. Mai zur Abschlußveranstaltung des April-Festivals von kunst ost und zum Debut des kopfbahnhof Bad Gleichenberg anzureisen!“

Sie kündigt an: „Ein Neuer Ort für die Kunst und ihre Bereiche des Lebens in sich wandelnden Zeiten stellt sich vor — versucht zu zeigen, was vorstellbar ist.“

Neu in der Region: Die Kulturinitiuative "kopfbahnhof"

Diese Ausfahrt und Ankunft ist zugleich die Abschlussveranstaltung des April-Festivals von kunst ost, in dem Kunstschaffende aus den östlichen Regionen der Steiermark sich zusammengetan haben, um neue Arbeiten zu präsentieren. Ziel ist der kopfbahnhof Bad Gleichenberg, welcher somit sein Debüt als Kulturveranstaltungsplatz feiert.

Das Programm „Leben: Die Praxis der Zuversicht“ zeigt sich hier als „memo“ – als Summe zarter Ansätze einer keimenden Idee durch Fragmente aus dem Festival und im Gartenprojekt „art-greening“, mit Unkraut und anderem Gemüse.

+) Die kunst ost-Crew: Irmgard Hierzer, Michaela Knittelfelder-Lang, Renate Krammer, Martin Krusche, Franz Sattler und Christian Strassegger.

+) Die Zuglotsinnen und Weichenstellerinnen der kopfbahnhof-Crew aus der südöstlichen Steiermark: Bernadette Moser, Karin Scheucher, Andrea Schlemmer, Marlene Stoisser und Kathrin Velik.

+) Die Reise
Eine Zugfahrt von Gleisdorf zum kopfbahnhof Bad Gleichenberg (auf der Monsieur Emile ein neues „Traktat des Avantourismus“ verfasst), begleitet von Kunstschaffenden, Kunst und Publikum, dienstlich betreut von Fahrdienstleiter Martin Krusche:
— Abfahrt: 13:30 Uhr, Bahnhof Gleisdorf
— Ankunft: 14:52 Uhr, Bahnhof Bad Gleichenberg
(Der Fahrkartenautomat nimmt Münzen und Bankomatkarten an!)

— 15:00 Uhr, Eröffnung der Ausstellung „Leben: Die Praxis der Zuversicht“ im kopfbahnhof mit Akzenten am Saxophon von Eva Ursprung und Thomas Rottleuthner
— 18:00 Uhr, „Eternal Charts“

— Letzte Rückfahrt mit dem Zug um 19:09 Uhr!

Weitere Infos zu Rückfahrmöglichkeiten mit dem Bus bitte selbst recherchieren oder für etwaige Rückfahrgemeinschaften bzw. Unterkünfte sorgen.

— Check: ÖBB-Fahrplan

Für alle AutofahrerInnen und Fahrgemeinschaften:
Autobahn A2 Richtung Wien/Graz – Abfahrt Gleisdorf Süd – Richtung Feldbach – mit Umfahrung weiter bis Bad Gleichenberg, vorbei an Fa. Kiefer Halle – zum unteren Ortskern MEZ – Kreisverkehr nach ortseinwärts – Bahnhof – (Gemeindeparkplatz). Genauer: Bahnhofstr. 3, 8344 Bad Gleichenberg

— Die Route: [link]
— Kontakt in dringenden Fällen: 0664 / 35.50.456

Vorsicht nach 22:00 Uhr ist der kopfbahnhof nachtaktiv. Ein überlanges Bleiben oder Tanzmusik kann nicht ausgeschlossen werden!

— [notizen] —

Kunstkarten: Neue Ausgabe

Unsere kleine Kunstkarten-Edition [link] zeigte bsiher acht Motive mit Arbeiten von Kunstschaffenden, die teils zur Community von kunst ost gehören, teils bei diversen Veranstaltungen unsere Gäste waren. Nun ist die neunte Karte verfügbar.

Sie zeigt eine Druckgrafik von Michalea Knittelfelder-Lang. Diese Grafik ist das visuellle Leitmotiv des heurigen April-Festivals. Die Karten stehen kostenlos zur Verfügung.

[April-Festival]