Manchmal gibt es diesen Moment, in dem ich leicht erschrecke, weil mir plötzlich klar ist, wo wir angelangt sind, wobei mich überrascht, was es plötzlich ist.

Manchmal gibt es diesen Moment, in dem ich leicht erschrecke, weil mir plötzlich klar ist, wo wir angelangt sind, wobei mich überrascht, was es plötzlich ist.

Ich hab in „Die Sache mit den Quanten“ etwas notiert, was sich auch auf die Kunstpraxis umlegen läßt, in der Wissenschaft Relevanz hat und auch in der Wirtschaft nicht ignoriert werden sollte.

In diversen regionalen Managements und kommunalen Einrichtungen, aber auch in Kulturinitiativen, sehe ich manchmal einen Modus, der mich an Artillerie denken läßt.

Mich beschäftigt seit Jahren die Möglichkeit, wie sich Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft inhaltlich in Wechselwirkungen bringen lassen. Dabei stütze ich mich vorzugsweise auf Formen der kollektiven Wissens- und Kulturarbeit in Progress. Die laufenden Prozesse faszinieren mich.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Mit dem Projekt „Beuys 101“ antworte ich auf einen Impuls der Gleisdorfer Kulturpolitik. Ich finde es vorteilhaft, daß Kulturreferent Karl Bauer die Befassung mit dem Phänomen Beuys jenseits des Jubiläumsjahres (100. Geburtstag) angelegt hat. Das erleichtert die Konzentration.

Nun berühren sich mehrere Ereignislinien und soweit sie mich betreffen, werden sie in meinen Händen zum Bündel. Ich bemühe diese Metapher, um deutlich zu machen: was sich da gerade verdichtet, bezieht Beiträge von ganz unterschiedlichen Menschen mit ihren jeweils eigenen Intentionen.

Wenn ich merke, daß die Vorgänge in meinem Kopf sich verlangsamen, ist eine bewährte Reaktion darauf, meine bevorzugten Mantras zu sortieren. Das Sortieren hat für mich generell einigen Reiz, was aber nicht zwingend zu einer bestimmten Ordnung führt.

Kulturpakt und Kulturspange
„Die Kulturspange ist das Ergebnis des Arbeitsjahres 2014. Wir sind damit bei einem konkreten Modus angekommen, der Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft in Wechselwirkung bringt.“ [Quelle]

Heuer wurde in der Gleisdorfer Stadtapotheke ein Raum abgetrennt, darin ein Logistik-Roboter installiert. Damit ist diese Technologie in der Mitte der Gesellschaft und im Zentrum der Stadt angekommen.
Solche Systeme waren davor freilich schon außerhalb der Stadt in Fabriken und Lagerhäusern präsent. Aber nun haben Menschen in urbanen Klein- und Mittelbetrieben maschinelle Kollegenschaft erhalten, die ganz neue Effekte zeigt: [link]

Das mag nach einer Zugsgarnitur klingen: Der 2017er. Es ist für diesen Moment eine sehr offene Markierung nötig. Ich blicke auf das kommende Arbeitsjahr, absolviere gerade eine Serie von Arbeitsgesprächen, hab auch ein paar ganz konkrete Pläne. Ich muß aber den Blick offen halten, denn da formiert sich etwas Komplexes, das über meine eigenen Ideen weit hinausreicht.
