Ich stehe gerade unter dem Eindruck der Kulturpakt-Session vom 9. Februar 26, die ich nach etwa 90 Minuten verlassen hab, weil bis dahin kein einziger interessanter Satz gefallen war, der über die aktuelle Krise hinaus konkret in die nahe Zukunft gewiesen hätte.
Ich hatte in der vorangegangenen Glosse notiert: „Nun trennt uns in Gleisdorf noch rund eine Woche von jenem Arbeitstreffen, bei dem der aktuelle Status quo in Gleisdorfs Kulturpolitik zur Debatte stehen soll.“
Kulturbaustelle Gleisdorf: eine interessante Aufgabe.
Man mag meine Ansicht kennen, wie ich sie aus unsere Ideengeschichte ab der Antike herleite. Politik ist nicht das, was Funktionstragende der Staatskunst tun.
Veranstaltungsorte finden wir im Archipel nach Bedarf.
Kulturpolitik. Ein nächstes Gespräch. Klärungen ereignen sich da schrittweise. Das ist ein sehr komplexes Thema, bei dem ganz unterschieliche Intentionen und Interessen zusammenkommen.
(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Ich hab in der vorigen Glosse zu diesem Thema von einer perfekten Welt geträumt und von einem idealtypischen Gleisdorf. In der realen oststeirischen Kleinstadt kann man sich bezüglich kulturpolitischer Aufgaben gut orientieren, wenn man die drei Bereiche, von denen die Rede war, als Grobraster der Betrachtung nutzt.
(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Es macht uns immer noch viel Mühe, aus dem Stand der Untertanen herauszutreten. Ich finde erneut keinen Wiederhall in der Frage, weshalb vielerorts das Denkmodell Zentrum/Provinz restauriert wird. Seit gut eineinhalb Jahren vernehme ich allerhand Ömpörung und sehe zu wenig politisches Handeln innerhalb der Zivilgesellschaft. Vielleicht haben wir alle zu oft versäumt, den Worten Taten folgen zu lassen? Und falls sich Tatendrang zeigt, wohin zielen, wonach vorgehen? Kriterien! Konkret werden!
Die aktuellen Gemeindezusammenlegungen hatten eine Menge Unruhe in unseren Lebensraum gebracht. Zusammenarbeit und Organisation über Ortsgrenzen hinweg sollen zur Stabilität der Region beitragen. Die Energieregion Weiz-Gleisdorf ist als LEADER-Region formiert, also in einem EU-Programm angeordnet.
Unser Tätigkeitsfeld ist die Kultur- und Wissensarbeit in der Provinz (abseits des Landeszentrums) mit der Gegenwartskunst als Angelpunkt. Dabei ergab sich aus der Arbeit 2014/2015 ein Themen-Triptychon, der Bereiche verknüpft, die landläufig gerne gegeneinander abgegrenzt werden: „Die Ehre des Handwerks, das Gewicht der Kunst, der Geist in der Maschine“.
Es ist leicht dahin gesagt: Staat, Markt und Zivilgesellschaft mögen kooperieren. Es war immerhin schon klar: Jeder Sektor hat seine eigenen Codes und Modi, seine eigenen Prioritätenlisten.
Die Arbeitsplanung Kunst Ost bis Ende 2015 ist dingfest