Kategorie-Archiv: Reflexion und Grundlagen

Was es wiegt, das hat’s XXII: Kommunale Kulturpolitik III

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

In einer perfekten Welt gäbe es ein idealtypisches Gleisdorf, das ein paar kulturpolitische Besonderheiten aufweisen würde. Vor allem wäre der Kulturreferent ein Anwalt des geistigen Lebens und würde für die Schätze der Stadt sorgen wie für ein Glashaus voller Orchideen.

Was es wiegt, das hat’s XXII: Kommunale Kulturpolitik III weiterlesen

Was es wiegt, das hat’s XXI: Neunzehn von zwanzig

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Was macht meine aktuelle Bestandsaufnahme so unausweichlich? Im Jahr 2002 führte „Die Verschwörung der Poeten“ zu einer Projektarbeit. Sie war das Initialereignis zu „The Long Distance Howl“, den ich 2003 etabliert und auf 20 Jahre angelegt hab. Nun bin ich im neunzehnten von diesen zwanzig Jahren, habe das alles daher abzuschließen.

Dezember 2002: An diesem Tisch in einer Gleisdorfer Bar bestand das Basislager der „Verschwörung der Poeten“
Was es wiegt, das hat’s XXI: Neunzehn von zwanzig weiterlesen

Was es wiegt, das hat’s XX: Kommunale Kulturpolitik II

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Es macht uns immer noch viel Mühe, aus dem Stand der Untertanen herauszutreten. Ich finde erneut keinen Wiederhall in der Frage, weshalb vielerorts das Denkmodell Zentrum/Provinz restauriert wird. Seit gut eineinhalb Jahren vernehme ich allerhand Ömpörung und sehe zu wenig politisches Handeln innerhalb der Zivilgesellschaft. Vielleicht haben wir alle zu oft versäumt, den Worten Taten folgen zu lassen? Und falls sich Tatendrang zeigt, wohin zielen, wonach vorgehen? Kriterien! Konkret werden!

binary comment
Was es wiegt, das hat’s XX: Kommunale Kulturpolitik II weiterlesen

Was es wiegt, das hat’s IX: Was ist Kunst? III

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

[Vorlauf] Nicht alles, was eine Kunst ist, ist auch Kunst. Ein Wortspiel? Nuancen! Wenn jemand betont, dies oder jenes sei eine oder keine Kunst, ist damit gewöhnlich Kunstfertigkeit gemeint. Eine bestimmte Kompetenz oder Geschicklichkeit. Ein Können.

Beispiel: Solide Handwerksarbeit, die es aber eher nicht in einen Diskurs über Gegenwartskunst schafft, sondern im Bereich Deko verbleibt.
Was es wiegt, das hat’s IX: Was ist Kunst? III weiterlesen

Neunzehn: Eine Autonomiefrage

Das neunzehnte Jahr macht klar: wenn sich Spießbürger als Rebellen verkleiden, soll alles bleiben wie es ist. Aber so ist alles eben nicht. Alles verändert sich laufend. Und die Zahlen… Ich hab bisher noch kaum darüber nachgedacht. Zehn Jahre sind nicht 2010 bis 2020, sondern 2010 bis 2019. Das heißt auch: fünfzig Jahre sind 1975 bis 2024. (Da fehlt jetzt nicht mehr gar so viel. Seit bald 50 Jahren bin ich diesem Kunstbetrieb tätig.)

Die frühen 1980er. Im Panzerfahrer-Overall auf der Bühne: Es werde Terz!
Neunzehn: Eine Autonomiefrage weiterlesen

30 Jahre LEADER VII

Publizist Johannes Tandl hat auf Facebook zu meiner vorherigen LEADER-Glosse einen Kommentar in energischem Tonfall deponiert. Christoph Stark, Bürgermeister, Nationalrat und Geschäftsführer der LEADER-Region wird es eventuell nicht so gemeint haben, als er am 11.6.2021 notierte: „Die Energieregion Weiz-Gleisdorf hat sich zum Ziel gesetzt, die Region nachhaltig zu entwickeln. Dazu gehört, das eigene Tun ständig zu hinterfragen.“

30 Jahre LEADER VII weiterlesen

Gute Karten, schlechte Karten

Wenn das Leben in der Kunst sehr wesentlich am Kontakt mit Publikum festgemacht ist, wird das Ringen um nächste Modalitäten besonders hart. Für Musiker Oliver Mally ist das eine viel radikalere Anforderung als für mich, der ich als Autor wenigstens gut 80 Prozent meiner Arbeit ohne direkten Publikumskontakt leisten kann.

Wie oft habe ich nun während der laufenden Pandemie und ihren Bedingungen erlebt, daß Mally mir von der nächsten Konzeption erzählt? Das hat inzwischen ein Muster. Er konzipiert eine Veranstaltung inhaltlich, trifft Absprachen mit den Kräften der Lokalpolitik, mit Künstlerinnen und Künstlern, beauftragt seine Grafikerin… und dann: Absage! Okay. Nächster Ansatz!

Gute Karten, schlechte Karten weiterlesen

Das radikale Jahr Nummer 19

Wir sind durch Corona in unseren Fundamenten erwischt worden. Das ist inzwischen eine Art Kontinentalverschiebung vertrauter Zusammenhänge. Ich bin im 19. Jahr meines auf 20 Jahre angelegten Kunstprojektes „The Long Distance Howl“ angekommen. Womit im Auftakt nicht zu rechnen war: Da ist nun diese Pandemie, von der auch mein letztes Projektjahr (2022) noch bestimmt sein wird; im Sinn einer Adaptionsphase.

Unser Covermotiv stammte von Comic-Künstler Jörg Vogeltanz
Das radikale Jahr Nummer 19 weiterlesen

Woran bin ich?

Ein Jahr mit Pandemie- und Lockdown-Erfahrungen rundet sich: vom 15. März 2020 zum 15. März 2021. Man möchte meinen, es gäbe für die Standardsituationen und wiederkehrenden Vorkommnisse längst klare Protokolle, die ich als Bürger nutzen kann. Gibt es Informationsquellen, die es mir leicht machen, mich zu orientieren?

Woran bin ich? weiterlesen

New Concept Vertigo

Das sind Tage, an denen ich für manche Momente nicht mehr sagen kann, was eben noch Traumsequenzen waren, was Arbeit in Wachheit. Die Themen und Arbeitsschritte gehen mir ineinander. Schlafen und Wachsein verlieren scharfe Grenzen. Meine Arbeitstage sind derzeit nicht durch übliche Zeitschemata strukturiert.

New Concept Vertigo weiterlesen