Sollten wir uns nicht als eine „Sekte der Gnadenlos Guten“ erweisen, deren Inhalte und deren Tun außer Diskussion gestellt werden möchten, haben wir laufend neu zu klären, was gemeint sei, wenn von Künstlerinnen und Künstlern die Rede ist.

Die Session läßt sich einfach auf den Punkt bringen. Kunstschaffende müssen investieren können, um auf dem Kunstmarkt zu reüssieren. Das sagt Galerist Eugen Lendl aus seiner langjährigen Erfahrung. Davon erzählen Milica Milicevic und Milan Bosnic aus ihrer Praxis.

Das vorhin gepostete „Brieflein zum Stand der Dinge“ [link] hatte ein kleines Memo zur Grundlage. Das Ereignis dazu ist (regional) größer als derzeit ersichtlich scheint. Wir haben nun über einige Jahre einen sehr komplexen Prozeß durchlaufen, in dem eine kulturpolitisch völlig neue Situation entstehen konnte.

Wo mit öffentlichen Geldern gearbeitet wird, besteht auch eine Notwendigkeit deren Verwendung transparent zu machen. Im Falle unserer Budgets, die von „kunst ost“, „kultur.at“ und dem „GISALab“ akquiriert wurden, ist das über die laufenden Dokumentationen im Internet einsehbar.
Wir haben im Jahr 2007 unsere erste Kooperation mit dem Festival „steirischer herbst“ realisiert. Das war die Vorläufer-Phase von „the track“, welche damals unter dem Titel „next code“ lief. Die Grundüberlegung jener Phase hatte ich an der Tatsache festgemacht, daß wir im 20. Jahrhundert die Codes des 19. ausdifferenziert und gründlich erprobt hatten, was auf der Schattenseite vor allem mit zwei Orten verbunden ist: Auschwitz und Srebrenica.

Ich darf es nun einmal etwas blumig betonen: Die Kultur ist im Kreis der verschiedenen oststeirischen Branchen im Kontext der Regionalentwicklung angekommen. Es gibt einen „Aktionsplan 2.0“ als inhaltlichen Rahmen für die nächste Programmperiode der „Energieregion“.

Wir hatten dieser Tage einen weitläufigen „Round Table“ mit einer intensiven kulturpolitischen Debatte. Dabei war unter anderem zu hören, es bestünde ein „Leistungsbilanzdefizit“, da wir künstlerisch mehr importieren denn exportieren würden.

Ich bin mit einigen Verbündeten strikt auf Zuversicht ausgerichtet; auf die Zuversicht, daß wir Problemlagen, die uns in den letzten Jahren erwuchsen, bewältigen werden und daß wir daraus Erfahrungen gezogen haben, die uns auf diesem Weg Klarheiten bieten.