Dies ist das letzte der oststeirischen April-Festivals als Teil eines mehrjährigen Projektes. Im Jahr 2006 begann die Kunstformation kultur.at mit einem kulturpolitischen Experiment, auf das sich die Stadt Gleisdorf einließ.
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Letzte Tage dieses Jahres
Mit diesen Tagen endet ein groß angelegtes regionales Kulturprojekt, das mich seit 2008 beschäftigt hat und formell ab 2009 lief. Erstaunlich, was in diesen Jahren in der Region an Erfahrungen zu machen war.
The Track: Axiom * 2014
Stückwerk. So ist diese Woche. Mein Auto steht in der Werkstatt, die Kälte der trüben Tage erscheint mir heimelig, nie finde ich vor Mitternacht Schlaf. Die Arbeitsräume in meiner Wohnung sind längst zu eng geworden. Was Arbeit ausmacht, belegt in tausend greifbaren Dingen fast allen verfügbaren Raum.
Ich hab eine einigermaßen radikale Projektphase zu reflektieren, in der ich Verrücktheiten und Niedertracht genauso hinnehmen mußte wie wunderbare Überraschungen zu erleben waren.

Axiom II: Ein Angelpunkt
Das Jahr endet, eine Projekphase endet. Was haben wir?
>>Dieser Auftakt zu einem Work in Progress ist zugleich Abschluß des ersten Praxis-Jahrzehnts von Martin Krusches Langzeitprojekt „the long distance howl“.<<
So hieß es Anfang September in einem Programmhinweis auf unser 2013er Kunstsymposion: [link]

Kunstsymposion: Raum gewinnen
Bürgermeister Christoph Stark fragte kurzfristig nach, wo ich gerade sei, wir könnten jetzt auf’s Terrain hinausgehen. Es ging um Platzwahl und inhaltlichen Zusammenhang für die Session, mit der das Duo diSTRUKTURA am 10. September unserem Symposion vorausgehen wird; mit der Übertragung von Balkan-Erde auf hiesigen Boden.

Kunstsymposion: Kurze Information
Die oststeirischen Kulturinitiativen kultur.at und kunst ost, beginnen im heurigen Gleisdorfer Kunstsymposion einen Dialog Kunst- und Kulturschaffender aus Österreich, Bosnien und Serbien. Damit nähert sich diese Community dem großen europäischen Thema 1914-2014 an, um die Ära der „Hundert Jahre nach den Schüssen von Sarajevo“ zu reflektieren.
Dieser Auftakt zu einem Work in Progress ist zugleich Abschluß des ersten Praxis-Jahrzehnts von Martin Krusches Langzeitprojekt „the long distance howl“.
In diesem Zusammenhang wird auch nach einigen gesellschaftlichen Grundlagen gefragt und die Rolle Kunstschaffender in diesen Verhältnissen debattiert. (Ein Projekt im Rahmen des kulturpolitischen Modells „Kulturpakt Gleisdorf“.)
+) Das Symposion: [link]
Krusche – Allein im Museum
Das läuft derzeit auf eine beachtliche Strecke hinaus. Genauer, ich laufe. Die andere Variante wäre, meinen Kombi vollzuräumen bis unters Dach und das Weglein zu fahren. Von Hof zu Vorplatz, nein, da renn ich gleich selber mit den Packeln und Trümmern.

Klartext #2
Angelpunkt 2013
Wir haben bei „kunst ost“ nun ein Bündel von Themen und Fragestellungen verdichtet, die zu einer längerfristige Serie von Projektschritten und Veranstaltungen führen. Das Zeitfenster unseres Interesses läßt sich — grob betrachtet — zwischen zwei Ereignissen darstellen. Es reicht vom Berliner Kongress (1878) zum Fall von Srebrenica (1995).

Im zehnten Jahr: the long distance howl
Vor zehn Jahren haben die Vorbereitungen für das Langzeitprojekt „the long distance howl“ begonnen. Dieses Vorhaben als Beispiel einer „Kunst unter Bedingungen der Vernetzung“ entfaltete sich als komplexes Ereignisfeld wie ein ausuferndes Theaterstück, das sich auf mehreren Bühnen manifestiert; teilweise zeitgleich, meist in zeitlichen Abfolgen.



