Auf die beliebte Frage „Was soll das sein?“ kommt mitunter die populäre Antwort „Das kann ich auch!“ Solche Versionen von Selbstgesprächen oder kleinen Dialogen führen gelegentlich zu einem „Möchte ich nicht einmal geschenkt haben.“

Auf die beliebte Frage „Was soll das sein?“ kommt mitunter die populäre Antwort „Das kann ich auch!“ Solche Versionen von Selbstgesprächen oder kleinen Dialogen führen gelegentlich zu einem „Möchte ich nicht einmal geschenkt haben.“

Auf dem Weg zu unserem 2017er Kunstsymposion kristallisiert sich das Themenpaket „Volkskultur | Popkultur | Gegenwartskunst“ als wesentlich heraus. Dazu paßt, was ich derzeit vor der Nase habe. Dieser Tage hat sich gezeigt, daß in einem Gemeinwesen mehrere Instanzen der Gesellschaft einig werden können, einen kitschigen Dekorationsgegenstand als „weltweit einzigartiges Kunstprojekt“ abzufeiern.

Was hier vorhin unter „Brauchtum oder: Alte Infosphäre“ [link] angerissen wurde, hat in unserer Arbeit seit Jahresbeginn einen weitreichenderen Zusammenhang. Am 28. April 2017 ging der Auftakt des Aprilfestival 2017 über die Bühne, wo das Teilprojekt „Die Quest“ seine maßgebliche Markierung für den zweiten Teil bekam.

Sind Brauchtum und Bräuche wieder gefragter als kürzlich? Kultur, Heimat und Identität boomen als Themen; auf alle Fälle in den PR-Abteilungen dieser Gesellschaft. Sonst noch wo? In unserem aktuell laufenden Projekt „Volkskultur 4.0: Eine Positionsbestimmung“ sind die medial vermittelten Motive wichtige Quellen.

Am Ostersonntag waren die Kirchenglocken um sieben Uhr morgens wieder zu hören. Ab Gründonnerstag hatten sie geschwiegen, waren „nach Rom geflogen“, wie es in meinen Kindertagen hieß. Dafür erklangen im Raum Gleisdorf Osterratschen.

Wo stehen wir im Projekt und im Zustand der Region? Am 5. April 2017 fiel mein Entschluß, übliche Medienkanäle gezielt darauf hin durchzusehen, was mir daraus derzeit über Brauchtum und Volkskultur entgegenkommt. Übliche Medienkanäle meint vor allem einmal Zeitschriften, Journale und Postwurfsendungen, also Prospekte und Flugblätter.

Dorf 4.0: Brauchtum oder: Servus, ich bin der Luis! weiterlesen
Wie sollten sich Zentrum und Provinz heute zueinander verhalten? Hat die neue Mediensituation an den alten Modi etwas ändern können? Anfang 2017 konnten wir in Regionalmedien Headlines wie diese lesen: „Ländlicher Raum wird aufpoliert“.

In der Betrachtung von Volkskultur und in den Fragem nach Volksmusik lande ich zwangsläufig auch bei Überlegungen, was die Unterhaltungsindustrie an all dem bewirkt hat, was eine weltumspannende Mediensituation aus all dem macht.

Konferenzschaltung ist gut, an einem gemeinamen Tisch sitzen ist besser. Das heißt nicht zwingend „Nach Graz fahren“. Man kommt uns auch entgegen. Günther Ludwig und Andrea Menguser sind beim Land Steiermark für einige Bereiche der Volkskultur zuständig. Sie waren eben zu einem komplexen Gespräch in das Gemeindeamt Ludersdorf gekommen, um anschließend auch das Schloß Freiberg zu besuchen.

Ich habe hier zwei historische Motive aufgegriffen, die im Zeitfenster der letzten 200 Jahre für wesentliche Aspekte stehen. Die Steiermark war ursprünglich eine sehr rückständige Region. Das bedeutete für einen großen Teil der Bevölkerung Armut und ein Leben im permanenten Mangel.
