Kategorie-Archiv: Reflexion und Grundlagen

Was es wiegt, das hat’s XLI: Freiheit der Kunst

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Einige Rückmeldungen zeigen mir, daß es sich herumgesprochen hat: ich stecke augenblicklich in einer Kontroverse, die mir Post von einem Anwalt eingebracht hat. Es ist ja nicht so, daß mich derlei kalt ließe. Aber selbst der Briefwechsel mit einem Juristen ist Diskurs.

Die Kunst schweigt nie! (Foto: Gerhard HY Fruhmann)
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Was es wiegt, das hat’s XL: Das Simulakrum

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Es ist eines meiner Standardthemen: das Simulakrum. Im Kulturbereich wurde das ab 2014/2015 sehr deutlich erfahrbar. Da gingen allerhand Formationen dazu über, Kulturbudgets zu kapern und einen Kulturbetrieb zu simulieren, um mit den so verfügbaren Ressourcen andere Agenda zu bedienen. Moderat ausgedrückt: derlei erfolgreiche Akquise hat den Betrieb merklich verändert.

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Was es wiegt, das hat’s XXXIX: Öffentlicher Raum

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

In all den vergangene Jahren lautete eines meiner bevorzugten Mantras, daß der öffentliche Raum jener sei, wo wir ihn durch leibliche Anwesenheit zu einem politischen Raum machen. Das meint: reale soziale Begegnung und Diskurs. Das schließt die Substituierung solcher politischer Praxis durch Telepräsenz und Telekommunikation aus.

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Was es wiegt, das hat’s XXXVIII: Boxenstopp

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Ja, ich weiß, eine Metapher aus dem Motorsport: Boxenstopp. Aber der Begriff ist längst in den allgemeinen Sprachgebrauch eingegangen. Kurzer Stopp, um zu überprüfen, wo einem unterwegs allenfalls ein Blech weggeflogen ist, ob Schrauben locker sind, was der Tank noch hergibt.

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Was es wiegt, das hat’s XXXVII: Redlichkeit

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Redlichkeit halte ich für eine vorteilhafte Kategorie. Dazu genügt mir ein einziges Kriterium. Ich möchte zwischen dem Denken, dem Reden und dem Tun einer Person ein Fließgleichgewicht erkennen können, Schlüssigkeit.

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Was es wiegt, das hat’s XXXVI: Umbruch

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Sollte ich jüngst noch an meinem Befund gezweifelt haben, heute ist von den Zweifeln nichts mehr übrig. (Ein angenehmer Effekt.) Der Kulturbetrieb hat sich grundlegend gewandelt, auch wenn das Verhalten vieler Akteurinnen und Akteure offenkundig noch in alten Bahnen verläuft.

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Was es wiegt, das hat’s XXXV: Kontinentaldrift

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Ich habe jüngst mit Musiker Oliver Mally eine Art kultureller Zwei-Kontinenten-Theorie erörtert. Er teilt meine Erfahrung und folglich Einschätzung, daß wesentliche Kräfte des heimischen Kulturgeschehens, die wir durch ihr Auftreten und ihre Aussagen kennenlernen, auf einem anderen Kontinent zu Hause sind, wo eine andere Kultur gepflegt wird als jene, die mir vertraut und schlüssig erscheint. Die günstigste Deutung: wir sind einander über diese Kontinente hinweg fremd und verstehen nicht, was gesagt, was getan wird.

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Was es wiegt, das hat’s XXXIII: Konferenz der Provinz

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Eines der Kunst Ost-Prinzipen lautete stets: „Wir zentralisieren nicht.“ Außerdem war ich sicher, daß laufende Arbeitsgespräche in realer sozialer Begegnung unverzichtbar sind. Das hieß folglich: regelmäßige Plenartreffen einer offenen Formation, aber nie am gleichen Ort, sondern auf Wanderschaft.

Nicht zentralisieren: die Konferenz auf Wanderschaft durh die Region
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