Im letzten Abschnitt dieses Textes wird zu lesen sein, daß ich die Begrifflichkeit „Volkskultur 4.0“ als „ein Türschild zu einem Arbeitsraum“ verstehe, nicht als Kennzeichnung eines aktuellen kulturellen Phänomens. In diesem Raum muß erst die Arbeit begonnen werden, müssen erst Fragen gefunden werden; auch um besser zu verstehen, was gerade hinter uns liegt.
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Unsere Kultur, eine Volkskultur?
Die chemischen Elemente können sehr präzise bestimmt und in einem Periodensystem exakt geordnet werden. Vor solchem Hintergrund ist es eigentlich eine gute Nachricht, daß sich kulturelle Belange keinesfalls so genau ordnen lassen.
Kunst und Kultur sind mit wesentlich mehr Spielraum ausgestattet und erlauben uns Menschen, auch aus Widersprüchen wichtige Anregungen zu beziehen, das Paradox zu schätzen, den Dissens als fruchtbar zu erleben.

Warum Volkskultur?
In den Diskursen der Volkskunde sind mir bei Beschreibungen der Orientierung von Gemeinschaften drei Aspekte aufgefallen: Lebensqualität, Genußleben und Zukunftsfähigkeit. Das umreißt, wonach Einzelpersonen streben mögen, das markiert auch Motive im Gruppenverhalten ganz passabel.

Fiat Lux: Weitere Kreise
Eben fuhr im Zentrum Gleisdorfs in der scharfkantigen Nachmittagssonne dieses markante Auto vor. Es sieht genau so aus, wie ein Bastelbogen von Michael Toson. Toson ist der Techniker, von dem die Ausschneidebögen zum „Puch Buch“ stammen; siehe: [link]

Die Ehre des Handwerks: Es hat begonnen
Nach einigem Vorlauf im Erarbeiten de Gesamtthemas hat nun eine intensive Umsetzungsphase ihren Lauf genommen. Das meint die Ehre des Handwerks, das Gewicht der Kunst und den Geist in der Maschine. Ich hab das in komplementär wirksame Teilthemen gegliedert.

Diaspora und Diversität
Es hat gute Gründe, daß wir uns bei Kunst Ost seit einigen Jahren mit Volkskultur und Volkskunde befassen. Wer denkt, damit sei die Musealisierung von Brauchtum gemeint, hat ein paar Jahrzehnte der Debatten und Entwicklungen verschlafen.
Handwerk und Volkskultur
Seit den 1950er-Jahren, also gut ein halbes Jahrhundert, weiß und untersucht die Wissenschaft etwas, das von vielen kulturbeflissenen Menschen gerne ignoriert wird. Brauchtum, Volkskultur und sogar Volkskunst sind nicht bloß in der bäuerlichen Welt zuhause.

Altes Wissen, altes Handwerk
Am 18.10.2013 publizierte ich den Text „Zupacken: Körperliche Arbeit in Mißkredit?“. Der brachte es bei woche.at auf das für meine Texte eher seltene Interesse von mehr als 1.500 Zugriffen. Bei dieser Plattform erreichen so ausführliche Texte zu komplexen Themen meist wesentlich geringere Zugriffszahlen.

Nägel mit Köpfen?
Heute werden wir unsere kleine Synergie-Konferenz [link] abhalten. Wir bringen die Kulturspange in einen neuen Abschnitt. Dabei geht es unter anderem um mögliche Kooperationsschritte Kulturschaffender aus verschiedenen Genres und Arbeitsbereichen.



