Ich habe hier zwei historische Motive aufgegriffen, die im Zeitfenster der letzten 200 Jahre für wesentliche Aspekte stehen. Die Steiermark war ursprünglich eine sehr rückständige Region. Das bedeutete für einen großen Teil der Bevölkerung Armut und ein Leben im permanenten Mangel.
Der Brandhof (J. F. Kaiser, „Lithographirte Ansichten“, 1825)
Unternehmer Ewald Ulrich zieht Schlüsse aus seinem bisherigen kulturellen Engagement im Rahmen von Fokus Freiberg. Einer davon lautet, daß er dem Aprilfestival wieder mehr regionale Tiefe geben mag, es also etwas ausweiten wird.
Ein aktuelles Arbeitstreffen mit Künstler Winfried Lehmann und Unternehmer Ewald Ulrich machte die Weichenstellungen für 2017 deutlich. Lehmann arbeitet gemeinsam mit dem Techniker Helmut Oberbichler schon an der nächsten Version des Aprilfestivals: [link]
Es ist jedes Mal das Gleiche. Am Tag der Veranstaltung habe ich das Gefühl: Ich will gar nicht hingehen. Das Konzept bedingt Unruhe, die manchmal quälend wird… für Momente. (Natürlich geh ich dann hin.)
Drei Bürgermeister, ein größerer Zusammenhang (von links): Peter Moser, Werner Höfler und Robert Schmierdorfer sind übereingekommen, daß man zu großen Themen kulturpolitisch gut kooperieren kann
Wir realisieren heuer die dritte Folge von Mythos Puch. Dieses Wir handelt von einer bunten Gemeinschaft, deren Zusammenarbeit die Veranstaltung überhaupt erst möglich macht. Dabei wird anschaulich, was mit dem Bottom up-Prinzip gemeint ist: Arbeit von der Basis her.
Beispiel Alltagsklassiker: Überwiegend Youngtimers, aber auch einzelne Vorkriegsfahrzeuge
Graphic Novelist Chris Scheuer hat eine Serie von acht Blättern vorgelegt, die verschiedene Puch Mopeds zeigen. Shoert.com-Boss Norbert Janisch wir diese Motive nun als T-Shirt-Edition umsetzen.
Ich hab nun einige Jahre der Arbeit darauf verwendet, im regionalen Kulturgeschehen die Vorstellung anzubieten, daß die Erfindung der Dampfmaschine eine Reihe kurioser Konsequenzen hat, zu denen die Entwicklung einer „Volkskultur in der technischen Welt“ gehört.
Das ist ganz plausibel, wenn man bedenkt, wie ein Großteil der Bevölkerung während der letzten zweihundert Jahre sein Leben fristete; jene zweihundert Jahre, die wir in einer permanenten technischen Revolution zubrachten.
Graphic Novelist Chris Scheuer hat das Moped in der Populärkultur als Thema aufgegriffen
Ein aktuelles Arbeitsgespräch mit Graphic Novelist Chris Scheuer hat unsere Schritte in den kommenden Herbst verdeutlicht. Dabei wird Scheuer sich mit einem speziellen Bereich trivialer Mythen näher befassen.
Wir erzählen die Geschichte des Mopeds, weil dieser Fahrzeugtyp nach dem Zweiten Weltkrieg eine soziale Revolution eingeleitet hat. Ein preisgünstiges Kraftfahrzeug, das ohne Führerschein gefahren werden darf, hat die Zusammenhänge der individuellen Mobilität völlig verändert.
Möchte jemand das 20. Jahrhundert begreifen, wie die Oststeiermark ihren Umbruch vom Armenhaus zu einem blühenden Garten vollzog, sollte man beispielsweise auf die Gastfreundschaft von Handwerker Bernhard Lagler hoffen.
Handwerker Bernhard Lagler überblickt seinen nahen Lebensraum als Ort und als Geschichte