Kategorie-Archiv: Feuilleton

Die Übü-Connection

Grob betrachtet ist der regionale Kulturbetrieb in der Zeit zwischen 2015 und 2019 merklich abgesackt, das Volumen privater Initiativen wurde ziemlich schmal. Man kann es deuten, wie man möchte. Sind die primären Akteurinnen und Akteure so müde geworden? Haben Politik und Verwaltung das Bottom up-Prinzip („Bürgerbeteiligung“) verworfen, um Eigeninteressen zügiger durchsetzen zu können? Kennen wir weitere Gründe?

Mutter und Vater Übü vor dem Gleidorfer Zeit.Fenster
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volkskultur IV

unter dem titel volkskultur wird immer noch sehr viel geld bewegt und prestige verwaltet. ich hätte angenommen, daß ich in der steirischen kulturpolitik eine klare tendenz zu validen begriffen und einer redlichen arbeit an den themen finden kann. da bin ich heute aber nicht mehr sicher.

das blatt vom 1. mai 1939 deutet schon an, wohin von den nazi ideologisch gezielt wurde.
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Das neue Projekt

Wissenschafter Hermann Maurer hat sich immer auch auf anderen Gebieten als jener seiner Kernkompetenzen nach Anregungen umgesehen. Ich repräsentiert eine „Kunst unter Bedingungen der Vernetzung“ („Art Under Net Conditions“), die ein Konzeptkunst-Fundament hat und ebenso Schritte auf andere Gebiete nahelegt.

In diesem Büro in einem Haus, das später durch ein anderes ersetzt wurde, entstand Anfang der 1990er die Virtuelle Akademie Nitscha
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volkskultur III

ich stelle hier überlegungen zur debatte, die sich zum teil auch auf andere genres in kunst und kultur umlegen lassen. wer an sozialprestige gewinnen will, wahlweise ein genre bewirtschaften möchte, um profit zu lukrieren, braucht dazu kriterien, etabliert zuschreibungen, bedient hierarchien. es geht um rangordnungen, in denen man selbst natürlich gut, also weit oben, plaziert sein möchte.

graphik: cover von „frisierkunst der mode“, august 1936
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volkskultur II

noch einmal: „jeder mensch, ausnahmslos jeder, hat spirituelle und kulturelle bedürfnisse“. also gab es allerweil auch schon eine kultur der subalternen schichten, die sich natürlich von höfischen und kirchlichen kulturformen unterschied; später auch von versionen der bürgerlichen repräsentationskultur.

das inserat stamm aus „der gebirgsfreund“, august 1933
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