Die Übü-Connection

Grob betrachtet ist der regionale Kulturbetrieb in der Zeit zwischen 2015 und 2019 merklich abgesackt, das Volumen privater Initiativen wurde ziemlich schmal. Man kann es deuten, wie man möchte. Sind die primären Akteurinnen und Akteure so müde geworden? Haben Politik und Verwaltung das Bottom up-Prinzip („Bürgerbeteiligung“) verworfen, um Eigeninteressen zügiger durchsetzen zu können? Kennen wir weitere Gründe?

Mutter und Vater Übü vor dem Gleidorfer Zeit.Fenster

Die Corona-Pandemie hat solche Kräftespiele noch vertieft. Ich sehe das Jahr 2020 als ein Zeitfenster, in dem beliebte Phrasen wie „Die Szene“ und „Solidarität“ plötzlich neu boomten, ohne ihre konkreten Inhalte zu offenbaren. (Ich fürchte, da ist nahezu nichts.)

Ich habe in diesem Abschnitt einen Dialog mit Musiker Oliver Mally vertieft, was uns auf die Pose der „Origami Ninjas“ kommen ließ. Das wurde eine launig Leiste neben meinem Interesse an nächsten Arbeitsansätzen, die sich unter den aktuellen Bedingungen bewähren mögen.

Es könnte auch so klingen: Ich hab den alten Tisch abgeräumt und etwas Neues begonnen. Das entwickelt sich nach meinem Geschmack ganz gut, zumal ich heute wieder mehr denn je großen Wert auf Autonomie lege. Selbstbestimmung. Hier ist der aktuelle Projektstand überschaubar gemacht:

+) Peripherien (Berührungspunkte der einzelnen Projekte)

Zu diesem Dialog mit Oliver Mally kam inzwischen eine vorzügliche Verständigung mit Vater und Mutter Übü, zwei erfahrenen Theatermenschen. Franz Blauensteiner und Rezka Kanzian verfügen über eine Reihe von Kompetenzen und Ausdrucksmitteln, die ich nicht vorrätig habe.

Das gilt ja für Mally ebenso, was bedeutet: wir verhalten uns komplementär zueinander, sind in einem achtsamen Einvernehmen. Machen wir das aus „Solidarität“? Nein! Für mich ist festzustellen: ich mache das aus grundloser Zuneigung, die es sich in den vorhandenen Kompetenzen gemütlich einrichtet.

Zu diesen Kompetenzen zähle ich übrigens auch Professionalität. Die kommt ganz wesentlich aus Arbeitszeit und gedeiht prächtig, wenn sie von Wissensdurst angetrieben ist. Das trennt uns von der „Hobby-Liga“, denn der Unterschied macht den Unterschied.

Ich hab übrigens bei den Übüs ein Gastspiel begonnen und bespiele neuerdings auf deren Website eine eigene Kolumne, deren Titel mit einem meiner Teilprojekte korrespondiert:
+) Hart am Wind: Die Übersicht

+) Das Projekt: Hart am Wind (Das Buch der Wendungen)
+) Origami Ninja Association (Ein Denk- und Möglichkeitsraum, als Labor angelegt)

Über der krusche

jahrgang 56, freischaffender künstler, repräsentant einer "art under net conditions"
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