Schlagwort-Archiv: kulturpolitik

Kunst und Kunstfertigkeit

Spätestens seit dem Jahr 2015 hat das regionale Kulturgeschehen in meiner Gegend bei der Gegenwartskunst enorm an Boden verloren; besser gesagt: Terrain aufgegeben, denn das geschah nicht von selbst, einfach so. Es wurde herbeigeführt. Als Ausdruck einer Lobbybildung, in der vertiefte Befassung mit Kunst eher stört. Natürlich deute ich das im Zusammenhang und Wechselspiel mit einer gesamten gesellschaftspolitischen Entwicklung Europas, bei der Wissenserwerb an vielen Stellen durch Pose ersetzt wird.

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Propaganda betrügt! Oder: Weshalb das Politische?

„Die wichtigste politische Frage ist: Was wird aus mir?“
Gabor Steingart, Publizist

Es wird allerhand behauptet, was die Kunst zu leisten habe. Es wird auch gerne von Pflichten der Künstlerinnen und Künstler gegenüber der Gesellschaft geredet. Die Liste gängiger Zuschreibungen ist länger als man denken möchte. Und sie ist nutzlos, weil unsinnig. Gut, eine Krankenschwester soll keine Patienten umbringen, ein Polizist niemanden berauben, eine Richterin nicht bestechlich sein, ein Installateur kein Haus unter Wasser setzen etc.

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Der Wunsch nach Kontrolle

Ein Bonmot besagt: Macht braucht Kontrolle. Österreichs Realität riecht in manchen Ecken nach Macht wünscht Kontrolle… über Andersdenkende. Das ist nicht neu. Von Metternich über Dollfuß bis Hitler haben unsere Leute geübt, sich damit vertraut zu machen. Und wenigstens seit der Gegenreformation haben wir deutliche Eindrücke, wie Mächtige ihr Denken, Reden und Tun aufeinander abstimmen, um sich Vorteile zu sichern.

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Feuilleton: Intro

Politik ist nicht das, was politisches Personal tut. Politik ergibt sich aus dem Wechselspiel zwischen Funktionärswesen (Staatskunst) und dem Gemeinwesen. Im Zusammenwirken von Staat, Markt und Zivilgesellschaft erleben wir ganz unterschiedliche Gemengelagen jener Kräfte, mit denen Interessenlagen bearbeitet werden.

Wir von der Wissens- und Kulturarbeit haben darin das Feuilleton als eines von mehreren Genres an der Hand.

Es ist die Drehscheibe für Beiträge zu den öffentlichen Diskursen. Das ist bewußt im Plural formuliert, denn „Die Öffentlichkeit“ gibt es ebensowenig wie „Die Gesellschaft“. Hier agieren ganz unterschiedlichen Gruppen in verschieden qualifizierten Teilöffentlichkeiten. Feuilleton: Intro weiterlesen →

Brauche ich professionelle Hilfe?

„Was ist los mit dir ? .musst du dein Ego auf Kosten andere aufbauen ? Geh doch zum psychoonkel.“

Diese Artigkeit bekam ich kürzlich auf Facebook in meinet Kunst Ost-Leiste zugestellt. Man möchte fast annehmen, ein launiger Beitrag zum Gedenken 1938-2018. Im Stalinismus hat man Kunstschaffende ganz gerne der Psychiatrie übergeben. Im Hitlerismus hat man sich solche Umwege erspart, die Verfahren abgekürzt, falls jemand nicht das Maul hielt und rannte.

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Volkskultur und Gegenwartskunst

Auf dem Weg zu unserem 2017er Kunstsymposion kristallisiert sich das Themenpaket „Volkskultur | Popkultur | Gegenwartskunst“ als wesentlich heraus. Dazu paßt, was ich derzeit vor der Nase habe. Dieser Tage hat sich gezeigt, daß in einem Gemeinwesen mehrere Instanzen der Gesellschaft einig werden können, einen kitschigen Dekorationsgegenstand als „weltweit einzigartiges Kunstprojekt“ abzufeiern.

Können wir darüber reden, was eine ambitionierte Bastelarbeit allenfalls von einem Kunstwerk unterscheidet?

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Kultur kurios: Warme Eislutscher

Wäre ich ein seriöser Buddhist, hätte ich nun ein feines steirisches Koan zu formulieren: „Wie schmecken warme Eislutscher?“ Kommen Sie mir nicht mit der Soße. Ein geschmolzener Eislutscher ist keiner. Der Sinn des Koan liegt ja darin, daß wir hinterher beide schlauer sind. Also beeindrucken Sie mich bitte!

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