In einem Beitrag auf Facebook betont Sängerin Irina Karamarkovic, daß ein Grundeinkommen für Kunstschaffende mehr als angebracht wäre. Sie unterlegt diese Notiz mit einer kleinen Skizze des Arbeitsmonats Juni.

Wo Kunst- und Kulturschaffende mit öffentlichen Geldern arbeiten möchten, werden sie begründen müssen, worin der Leistungsaustausch besteht, für den man ihnen Geld überläßt. Wer für sich keinen exzellenten künstlerischen Rang geltend machen kann, sollte gerüstet sein, andere Gründe zu nennen.

Jetzt ist geklärt, mit welchem Fokus wir hier bei Kunst Ost im regionalen Kulturgeschehen auf das kommende Jahr zugehen. Es zeichnet sich am Horizont der Themenkomplex „The Track: Pop“ ab. Es wird ein neues, also nächstes April-Festival geben. Es geht auch um das Spannungsfeld „Handarbeit/Kopfarbeit“, was ich unter „Mythos Puch“ bündle.
Bevor ich in der Provinz eine Budget- oder Infrastrukturfrage hab, hocke ich auf Inhaltsfragen. Welche INHALTE soll ein regionaler Kulturbetrieb fördern und tragen? Was mag von Ansässigen und von Gästen an rationalen, poetischen, visuellen und hörbaren Inhalten in die lokale/regionale Gesellschaft gebracht werden?

Kulturpakt III: Wenn aber die anderen schuld sind? weiterlesen
Ich lebe gerne in der Provinz. Ich mag den Begriff. Wo mich jemand „Provinzler“ nennen möchte, werden wir kein Problem haben. Wer annimmt, das werde nun provinziell, wird sehen, womit er es zu tun bekommt.
Wir stehen an einer sehr interessanten Schwelle. Was die gewachsenen und gefestigten Kulturinitiativen der Region angeht, hat sich wenig bis nichts bewegt. Das sind durch die Bank gewissermaßen „Pionier-Unternehmen“, deren primäre Akteurinnen und Akteure an dem festgehalten haben, was sie aufgebaut und wie sie es aufgebaut haben.
„Bist Du zu blöd oder willst Du nicht?“ Mit dieser unvergeßlichen Frage hatte sich mein strenger Lehrherr ab und zu vertraulich an mich gewandt. Damit wollte er ausdrücken, daß ich in einem Arbeitsergebnis unter meinem Potential geblieben sei und mir meine Talente ein besseres Ergebnis gestatten würden.
Das Poststück trug folgende Überschrift: „Call für die Vergabe von grenzüberschreitenden Kunst- und Kulturprojekten im Gedenkjahr 2014“.
Die Erläuterung besagte unter anderem: „Call zur Einreichung und Förderung grenzüberschreitender Kunst- und Kulturprojekte aller Sparten unter Beteiligung internationaler Kunst- und Kulturschaffender, sowie Wissenschaftlerinnen / Wissenschaftlern aus dem Raum Südosteuropa.“

Unsere Arbeit im Rahmen des Kulturpakt Gleisdorf hat jüngst zweierlei belegt und außer Zweifel gestellt: In der Region dominieren die Voluntary Arts, deren Akteurinnen und Akteure allerdings mehrheitlich eher abgeneigt sind, eine Trennschärfe der Genres zu beachten; nämlich der Trennschärfe zwischen Voluntary Arts und Gegenwartskunst.
Unmittelbar vor einem aktuellen Kulturpakt-Plenum nahmen Politik und Verwaltung in Gleisdorf einen Konsens-Check vor. Der Kulturpakt Gleisdorf wurde an der Basis entwickelt und den Funktionstragenden der Kleinregion als kulturpolitischer Modus vorgeschlagen.
