[Vorlauf] Eine Protestaktion ist noch kein kulturpolitscher Diskurs, sondern bloß der Spin-off eines kritischen Diskurses. Oder eine leere Geste. Mein Prinzip: Begründen statt verkünden! Vor allem, wenn es um politische Kontroversen geht.

[Vorlauf] Eine Protestaktion ist noch kein kulturpolitscher Diskurs, sondern bloß der Spin-off eines kritischen Diskurses. Oder eine leere Geste. Mein Prinzip: Begründen statt verkünden! Vor allem, wenn es um politische Kontroversen geht.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Intrada #1: Aus dem Ministerium erfahre ich: „Die Gebietskörperschaften haben sich erstmals in der Geschichte auf eine gemeinsame Fair-Pay-Strategie verständigt – also ein gemeinsames Bekenntnis, diese meines Erachtens größte kulturpolitische Herausforderung unserer Zeit anzugehen.“

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
[Vorlauf] Zum Thema „Vernetzung! Vernetzung! Vernetzung!“ hab ich an anderer Stelle schon notiert, es wäre doch längst geschehen, wenn „Die Szene“ auf solche Art existieren und das tatsächlich wünschen, noch besser: brauchen würde. Wodurch hätte sich das Kulturvölkchen davon abhalten lassen? Die Technik ist da und ist preiswert. Die Werkzeuge sind also verfügbar, um wenigstens eine Basisvernetzung aufzubauen. Lokal, regional, überregional, ganz egal.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Glosse Nummer 80 in dieser Kolumne, ein passendes Thema zur runden Zahl. Meine Frage: was folgt den Ankündigungen von Politik und Verwaltung? Es betrifft meinen Beruf, meine Arbeitsbedingungen, meine Existenz. Wenn mir also eine versierte Kraft im Dienste des Landeskulturreferenten mitteilt, daß es eine steirische Option in Sachen Fair Pay gibt, interessiert mich das sehr. Da sollte ich Details erfahren können.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
[Vorlauf] Ich hab in der zweiten Folge zu diesem kleinen Schwerpunktthema zusammengefaßt, wie sich ein Politiker, durch die Immunität eines Nationalrates gegen Einwände abgeschirmt, einigermaßen ausdauernd bemüht hat, meine Arbeit zu diskreditieren und ein regionales Kulturprojekt zu verhindern, das mit Budget und Prestige ausgestattet war.

Zwei für den Bereich zuständige Landesbedienstete hielten in der Sache damals die Füße still, zwei regionale Funktionäre fielen als Assistenten jenes Nationalrates auf. Das war kein Einzelfall. Stellt sich die Frage, wann es denn begonnen hat, daß sich in der Steiermark das kulturpolitische Klima derart abkühlte? Wurden auch andere Fälle bekannt, in denen sich sozial schwach aufgestellte Freelancers des Kunstfeldes gegen Funktionstragende wehren mußten?
Was es wiegt, das hat’s LI: Die Causa III weiterlesen(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Ich habe jüngst mit Musiker Oliver Mally eine Art kultureller Zwei-Kontinenten-Theorie erörtert. Er teilt meine Erfahrung und folglich Einschätzung, daß wesentliche Kräfte des heimischen Kulturgeschehens, die wir durch ihr Auftreten und ihre Aussagen kennenlernen, auf einem anderen Kontinent zu Hause sind, wo eine andere Kultur gepflegt wird als jene, die mir vertraut und schlüssig erscheint. Die günstigste Deutung: wir sind einander über diese Kontinente hinweg fremd und verstehen nicht, was gesagt, was getan wird.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Ich hab mich während der ersten Corona-Phase im Jahr 2020 daran gestoßen, daß mir eine Reihe kulturpolitisch begründeter Plattformen keinerlei neue Überlegungen anboten, die sich diskutieren ließen; als eine erkennbare Reaktion auf den nun offensichtlichen Umbruch, den die Pandemie zwar nicht ausgelöst, aber verdeutlicht hat.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
In der Glosse „XXV: Verschnöselung“ habe ich kurz skizziert, wie Musiker Alexander Köck von der Band Cari Cari vor Publikum offenlegt, daß seine Kolleginnen und Kollegen im mitwirkenden Orchester an diesem Abend mit je 30,- Euro Gage abgespeist wurden. Als wäre das nicht skandalös genug, brachte sich Moderator Alfons Haider in diese Situation auf der Friedensburg Schlaining mit einer peinlichen Geschwätzigkeit ein, um die Vorhaltungen von Köck zu relativieren. [„Verschnöselung„]

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Eine Behauptung vorweg: Wo wir mit Kräften der Politik bloß noch das Gespräch suchen, um uns selbst zu promoten und um uns den Zugriff auf Ressourcen zu sichern, dabei aber auf Grundsatzdebatten verzichten, blüht uns garantiert das, was wir aus der Wissenschaft schon kennen. Wer nämlich die Grundlagenforschung zugunsten angewandter Formen beiseite schiebt, wird vielleicht einige Zeit Profite einfahren. Doch dann geht es unweigerlich den Bach hinunter…

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Vorweg eine kleine Intrada. Als ich mit meinen Notizen zum vierten Clubgespräch des Landtagsabgeordneten Hannes Schwarz fertig war, schien es unvermeidlich, daß ich den Text in zwei Teile schneide. Er ist nämlich sehr lang geworden, denn es gilt auch hier das Prinzip: Nennen Sie ihre Gründe!

Autor Martin Krusche und Kulturmanagerin Michaela Zingerle bei der Arbeit am Projekt Kunst Ost (7. Dezember 2009)
Was es wiegt, das hat’s XI: Die kulturelle Vielfalt der Oststeiermark I weiterlesen