Wir sind übereingekommen, daß wir ein Statement erarbeiten, was wir, das Kultur-Trio des Archipels, unter Gegenwartskunst verstehen.

Wir sind übereingekommen, daß wir ein Statement erarbeiten, was wir, das Kultur-Trio des Archipels, unter Gegenwartskunst verstehen.

Im Archipel sind nun Entscheidungen fällig. Der Kauf einer Gleisdorfer Liegenschaft ist beschlossene Sache und geht über die Bühne. Die Inhalte des Kulturprojektes müssen festgelegt werden.

Am Florianiplatz ist zwar die Kunst zuhause, doch nicht im öffentlichen Raum. Das sieht ein Stück nördlich des Platzes anders aus.

Manche Werke bestehen für sich, auch wenn sie Raum oder einen angemessenen Rahmen verlangen. Andere sind auf einen konkreten Ort hin konzipiert.

Was hat die 2023er Gleisdorfer Großbaustelle mit meiner Auffassung von einem „Raum der Poesie“ zu tun?

Mit „Tesserakt“ ist das Protokoll eines Arbeitsabschnittes von „Kunst Ost“ überschrieben. Ich stehe dabei in einer Tradition der „Eigenständigen Regionalentwicklung“, wie wir sie in den 1980 Jahren debattiert haben.

Ich fand eben eine Nachricht, daß der Grazer Künstler Gerhard Raab eine Krankheit nicht überlebt hat. Wir hatten uns in der Schule kennengelernt. Da sind wir vermutlich etwa 14 Jahre alt gewesen. Raab hatte zu der Zeit als Zeichner und Maler schon ein auffallend hohes Niveau. Ein Leben in der Kunst. Das muß ihm vorgeschwebt haben. (Ich erinnere mich, daß er einige Bücher mit den Lebensgeschichten von Künstlern wie Van Gogh und Picasso gelesen hat.)

Mich beschäftigt seit Jahren die Möglichkeit, wie sich Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft inhaltlich in Wechselwirkungen bringen lassen. Dabei stütze ich mich vorzugsweise auf Formen der kollektiven Wissens- und Kulturarbeit in Progress. Die laufenden Prozesse faszinieren mich.

Was ein Dorf war, konnte zur Stadt werden, als es für begabte Leute bezahlte Jobs gab, die Bedürfnisse nach Gütern und Dienstleistungen mit entsprechender Kaufkraft hinterlegten. Das bewegte die lokale Wirtschaft, nachdem hier über viele Generationen rundum kaum für den Markt produziert wurde. Viele Wirtschaften mit Flächen zwischen sechs und elf Hektar waren bloß eher kleine Selbstversorgerwirtschaften. Basis eines sehr kargen Lebens. (Ein Hektar = 10.000 Quadratmeter.)

(Was bedeutet das in den Vorhaben von „kunst ost“?)
Wir haben „Vier Genres“ als grundlegendes Felder-Ensemble unserer Arbeit markiert und sie als komplementär angelegte Felder definiert, also nicht hierarchisch zu einander in Stellung gebracht. (Siehe dazu auch „next code“ log #215!)
