Kategorie-Archiv: Feuilleton

D:Demo #54, Sie sind nicht verschwunden!

Reichsbürger, ein „Kaiser“ Deutschlands, Staatsverweigerer unterschiedlicher Färbungen und radikale Kräfte, wie wir sie auch aus Gleisdorf kennen, haben also jüngst für einen Polizeieinsatz von enormem Ausmaß gesorgt. Das Setting ist uns sogar in der Oststeiermark vertraut.

Am 1.12.22 in Gleisdorfs Innenstadt gefunden
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Zwischenstand 2022

Es ist Zeit, den Tisch abzuräumen, damit neue Dinge Platz haben. Gestern, Freitag, 19:00 Uhr, Musik in der Gasse, eine Stimme im Lautsprecher, ich dachte: Da sind sie wieder! Die Erregten der Gleisdorfer Unruhe mit ihren merkwürdigen Verbündeten, mit den Identitären, den Hitler-Nostalgikern, Neofaschisten inklusive. Sie waren es aber nicht, sondern die Gleisdorfer Faschingsgilde, von der zum Datum 11. November der Fasching begrüßt und eröffnet wurde.

Von den demokratiepolitischen Goldgräbern bleib in Gleisdorf nicht viel übrig.
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Status quo Herbst 2022

Mich beschäftigt seit Jahren die Möglichkeit, wie sich Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft inhaltlich in Wechselwirkungen bringen lassen. Dabei stütze ich mich vorzugsweise auf Formen der kollektiven Wissens- und Kulturarbeit in Progress. Die laufenden Prozesse faszinieren mich.

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Mut

Von Eva Surma

Im Gegensatz zu Ernst Sittinger bin ich nicht der Meinung, dass es in unserer Abendland-Zivilisation kaum Anlässe gibt, in denen Mut erforderlich ist.

Es braucht Mut, wenn man beschließt, seinen eigenen Weg zu gehen und sich nicht bloß treiben zu lassen.

Die übersättigte Wohlstandsgesellschaft kann nur sehen, wer nicht unter der Armutsgrenze leben muss, wer sich nicht Gedanken darüber machen muss, wie er oder sie in Zukunft über die Runden kommen wird. Mut hat bewiesen, wer sich in diesen Zeiten für ein Kind oder Kinder entschieden hat.

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Aneignung

Als Westeuropäer bin ich von Haus aus der Nutznießer eines kolonialen Systems, das über Jahrhunderte währte. Es bekam einst mit der Entwicklung des Schiffstyps der Karavellen eine atemberaubende Wirkmächtigkeit und ist bis heute in seiner Essenz der Teil globaler Systeme des Zugriffs auf Ressourcen; und zwar die Ressourcen anderer, denen bloß ein Bruchteil des Fruchtgenusses zukommt.

Caravelle aus dem 15. Jahrhundert (nach Bras de Oliveira)
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