Ich hatte meine Kolumne „Gleisdorf: Kulturpolitik“ jüngst als abgeschlossen erklärt und muß diese Entscheidung revidieren.

Ich hatte meine Kolumne „Gleisdorf: Kulturpolitik“ jüngst als abgeschlossen erklärt und muß diese Entscheidung revidieren.

Margarethe | Krusche
Ich möchte zuerst sagen, was ich nicht getan habe: Ich habe keine Zeile gesetzt, kein Blei gegossen, keine Matrize gerührt. Die Linotype, von der der Kollege im Kontor erzählt, habe ich nie in Betrieb gesehen —

Krusche | Margarethe
Die Wissens- und Kulturarbeit hat mit der Kunstpraxis gemeinsam, daß sie im Kern auf des Menschen Fähigkeit zu symbolischem Denken beruhen.

Dies ist eine Kolumne, nicht der Diskursraum selbst. Sie finden hier keine Kommentarmöglichkeit. Wenn Sie etwas beitragen möchten, Ergänzung oder Einwand, schicken Sie mir ein Statement, das ich berücksichtigen kann.

Gleisdorfs kulturelle November-Krise im Jahr 2025 war genau das, was eine Krise ausmacht. Der Anstoß, um zu klären, ob es unter den aktuellen Umständen Richtung Katharsis oder Richtung Katastrophe gehen wird.

Ich gehe davon aus, daß akute Probleme nur dann tauglich bearbeitet werden können, wenn es dazu einen stichhaltigen Befund gibt.

Ich habe auf die vorige Glosse drei Kommentare bekommen. Einmal Mensch, zweimal Maschine (KI). Anregend, um herauszuarbeitet: Wer mein womit genau was?


In Gleisdorfer stehen radikale kulturpolitische Debatten an, weil im Kielwasser der Corona-Lockdowns gekommen ist, was zu erwarten war. Natürlich erlebt diese Gesellschaft Einbußen an Wohlstand und Komfort.
Dieses Kräftespiel vermischt sich mit hausgemachten Problemen der Politik und Wirtschaft.
Das stellt uns alle vor interessante Aufgaben. Wer jetzt nicht mit offenen Karten spielt, belastet und beschädigt die anstehenden Prozesse.
Mein Metier
Ich höre so manches Geschwafel, was die Aufgaben der Künstlerinnen und Künstler seien, vor allem gegenüber des Gesellschaft, was dann – bei Erfüllung – mit entsprechenden Gratifikationen bedacht werden soll.
Es gibt kein „unfehlbares“ Kunsturteil. Wozu auch? Es entstehen in der Kunst keine „Wahrheiten“ indem man Widersprüche eliminiert. Wozu auch?

Das Arbeitsjahr ergibt für den „Archipel“ keine beliebige Nummernrevue. Sowas wäre eine Art Anfängerstadium kulturell engagierter Leute, die eine Kulturinitiative zu etablieren versuchen.
