Diese Frage taucht immer wieder auf. Weshalb äußert ich mich als Künstler politisch? Manchmal erfahre ich auch ausdrückliche Ablehnung Gewohnheit, meine Medienzugänge für politische Aussagen zu nutzen.

Diese Frage taucht immer wieder auf. Weshalb äußert ich mich als Künstler politisch? Manchmal erfahre ich auch ausdrückliche Ablehnung Gewohnheit, meine Medienzugänge für politische Aussagen zu nutzen.

Es ist Zeit, den Tisch abzuräumen, damit neue Dinge Platz haben. Gestern, Freitag, 19:00 Uhr, Musik in der Gasse, eine Stimme im Lautsprecher, ich dachte: Da sind sie wieder! Die Erregten der Gleisdorfer Unruhe mit ihren merkwürdigen Verbündeten, mit den Identitären, den Hitler-Nostalgikern, Neofaschisten inklusive. Sie waren es aber nicht, sondern die Gleisdorfer Faschingsgilde, von der zum Datum 11. November der Fasching begrüßt und eröffnet wurde.

Aber Ja! Es steht Ihnen vollkommen frei, für sich zu definieren, was Sie für Kunst halten. Jede Spielart ist möglich und zulässig. Auch der Scherz, die Schlamperei, die Pose. Niemand kann Ihnen Ihre Ansicht streitig machen. Ihre Kriterien, falls Sie welche haben, sind unanfechtbar. Gut, das ist auch bloß eine Seite der Geschichte.

Als Westeuropäer bin ich von Haus aus der Nutznießer eines kolonialen Systems, das über Jahrhunderte währte. Es bekam einst mit der Entwicklung des Schiffstyps der Karavellen eine atemberaubende Wirkmächtigkeit und ist bis heute in seiner Essenz der Teil globaler Systeme des Zugriffs auf Ressourcen; und zwar die Ressourcen anderer, denen bloß ein Bruchteil des Fruchtgenusses zukommt.

Manchmal bin ich voller Unruhe und es kann mich den Schlaf kosten, weil sich im Kopf Angelegenheiten ordnen, was ein gelegentlich verstörendes Kräftespiel ergibt. Ich beschwere mich nicht! Das sind Zustände, um die ich mich manchmal selbst beneide. Wenn dieser Flow einsetzt und Dinge greifbar werden, die meinem Leben manche Wendung verpassen.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Die große Klappe scheint das Wappentier der steirischen Kulturpolitik zu sein. Nun naht der Herbst und es sollten sich Hinweise zeigen, was das regionale Kulturvölkchen vorhat. Ich laß mich überraschen!

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Ich hab mein Radio nicht vor Jahren, sondern vor Jahrzehnten weggeschmissen. Deshalb erreicht mich populäres Zeug nicht einfach so. Aber die Kontroverse um den Song „Layla“ ging nun über Wochen durch alle Arten von Medien. Derlei lese ich dann doch mit Neugier.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
[Vorlauf] Das ist eigentlich die Glosse „Fluß und Verbauung III“. Es ist fast alles gesagt. Aber ich möchte den Sack noch zumachen und das Thema Vernetzung vom Tisch räumen. Es sind ja alle technischen Werkzeuge dafür längst vorhanden und es wurde viele Modelle erprobt. (Das reicht weit zurück, hat sich in den Zeiten vor Internet auf Papier gestützt.)

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Wir haben am Dreier-Tisch der absolvierten Kulturkonferenz, beim Weizer Panel, auf eine Erhebung und Zustandsbeschreibung der gegenwärtigen Kultursituation weitgehend verzichtet. Es genügten einige wenige Annahmen über den Status quo. In merkwürdiger Eile wurde da auf Ergebnisse gedrängt, auf klare Punkte eines möglichen Forderungskataloges. Und das in den ersten rund drei Stunden eines Prozesses, der auf neue kulturpolitische Optionen im Jahr 2030 zielt.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Mit dem Projekt „Beuys 101“ antworte ich auf einen Impuls der Gleisdorfer Kulturpolitik. Ich finde es vorteilhaft, daß Kulturreferent Karl Bauer die Befassung mit dem Phänomen Beuys jenseits des Jubiläumsjahres (100. Geburtstag) angelegt hat. Das erleichtert die Konzentration.
