Kategorie-Archiv: Corona

Gleisdorf: Betrachtungen #7

Ich erinnere mich amüsiert an eine Situation, in der Walter Kurtz, mein vormaliger Vertrauensarzt, grinsend sagte: „Gesund? Das heißt doch nur: nicht genug untersucht.“ Für ihn, den langgedienten Praktiker, war völlig klar, daß Gesundheit eine Relation ist, eine Art Fließgleichgewicht, keine statische Befindlichkeit. Wir hatten eine sehr intensive Zeit, als ich nach einem Verkehrsunfall von der Intensivstation zurückkam und nach Hause durfte, wo ich noch geraume Zeit laufende Wundbehandlung brauchte.

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Gleisdorf: Betrachtungen #6

Ich hab es schon notiert: Es muß alles gedacht und gesagt werden dürfen. Ohne Tabu, ohne Einschränkung. Aber es darf nicht alles publiziert, verbreitet, propagiert werden. Das finde ich unverzichtbar, weil das große Thema „Gewalt durch Sprache“ im Zusammenhang mit Massenmedien besonderes Gewicht bekommt.

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Gleisdorf: Betrachtungen #1

Sonja Herbitschek, die ich seit Jahren kenne, postete am Sonntag, dem 5. Dezember 2021 auf Facebook: „‘Wir sind das Volk‘ skandieren Menschen am Gleisdorfer Hauptplatz. Die Impfung mache uns alle zu lebenden Bankomatkarten, das Bargeld wird abgeschafft, wir werden in staatliche Geiselhaft genommen…“ und äußerte ein Bedrohungsgefühl, das ihr in Gleisdorf von Leuten mit ziemlich kühnen Behauptungen beschert werde.

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Was es wiegt, das hat’s #55: Fragen nach Pflichterfüllung

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Es ist verlockend, sich derzeit über Österreichs „Spitzenpolitik“ zu entrüsten, denn was sich da an Inkompetenz selbst feiert, kann man nicht mehr bemänteln. Von Funktionstragenden das einfordern, was ihre Job Description als Pflichten nennt. Geschieht das wenigstes an der Basis, im Kommunalbereich? Reden wir öffentlich Klartext?

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Was es wiegt, das hat’s #54: Modus-Wechsel

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)

Ziffern. Ja. Diese Zeichen. Ich hab nicht gerechnet, daß sich die Kolumne so weitläufig entfalten wird, sonst wäre ich gleich bei arabischen Ziffern geblieben. Die römischen gefallen mir zwar, naja, so bis XX, notfalls XXX, also 30. Da erscheinen sie mir prägnant und elegant. Deshalb hatte ich die Glossen so numeriert.

Peter Schneider (links) und Oliver Mally in Gleisdorf
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