Ich hab in der vorangegangenen Notiz den Begriff „Gegenkultur“ erwähnt. Damit war ein in den 1960ern und 1970ern neues Feld benannt, das sich gegen bürgerliche Repräsentationskultur abgrenzte.

Ich hab in der vorangegangenen Notiz den Begriff „Gegenkultur“ erwähnt. Damit war ein in den 1960ern und 1970ern neues Feld benannt, das sich gegen bürgerliche Repräsentationskultur abgrenzte.

Was ich derzeit zu klären habe: Wurde ich aufgrund der mehr als 40 Jahre Praxis in Wissens- und Kulturarbeit von der Zeit überholt und bin daher ein Gestriger geworden?

Wir haben ein semantisches Problem. Sind unsere Begriffe ausgebleicht und beliebig, wissen wir nicht, worüber wir reden.

Korruption der Debatten
Kein Rechtsruck ohne stabile Hierarchien. Kein Rechtsruck ohne Message Control durch die Funktionstragenden. Wer führen will, braucht Definitionshoheit. Darin liegt auch eines der wirksamsten Werkzeuge gegen Kritik.
Rechtsruck im Kulturbetrieb #2 weiterlesenHelferlein des Neofaschismus
Heute ist der 8. April. Es bleiben nur wenige Wochen bis zum 8. Mai 2023. An jenem Tag war der Faschismus 1945 militärisch geschlagen.
Rechtsruck im Kulturbetrieb #1 weiterlesenEs ist Zeit, den Tisch abzuräumen, damit neue Dinge Platz haben. Gestern, Freitag, 19:00 Uhr, Musik in der Gasse, eine Stimme im Lautsprecher, ich dachte: Da sind sie wieder! Die Erregten der Gleisdorfer Unruhe mit ihren merkwürdigen Verbündeten, mit den Identitären, den Hitler-Nostalgikern, Neofaschisten inklusive. Sie waren es aber nicht, sondern die Gleisdorfer Faschingsgilde, von der zum Datum 11. November der Fasching begrüßt und eröffnet wurde.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Wir haben schon eine Weile keine aktuelle Debatte mehr darüber, was denn nun die „freie Szene“ sei, die „autonome Szene“, und ob es solche Felder wie Formationen überhaupt (noch) gibt. Ich zweifle stark an der Aussagekraft dieser Begriffe.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Das klingt interessant: „Bundesministerium für Kunst, Kultur öffentlichen Dienst und Sport, Sektion IV: Kunst und Kultur, Team Strategie Kunst Kultur 22“. Der Job: „Kick-Off zur Kunst- und Kulturstrategie 22“. Und die Folgen: wird sich weisen.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Ich hab in der vorigen Glosse „Die Szene, ein Phantasma“ einige Aspekte notiert, die Aufschluß geben, was man rund um das Nachdenken über den steirischen Kulturbetrieb finden und kennen kann. In den vergangenen Wochen sind ein paar Klarheiten herauszuarbeiten gewesen, weil ich meine Standortbestimmung mit anderen Leuten meines Milieus intensiver erörtert habe als sonst.

(Beiträge und Fragen zu einer nächsten Kulturpolitik)
Als ich mit Musiker Oliver Mally augenzwinkernd die Origami Ninja Association formiert hatte, ich nannte das einen Pas de deux, ging am 11. März 2021 das erste Mission Statement online. Darin hieß es unter anderem: „Was immer wir tun, es kann schon tags darauf verworfen sein, weil sich die Bedingungen geändert haben. Wie soll man so arbeiten? Genau so läuft das eben und entweder wir bleiben in Bewegung oder wir saufen ab. Es ist so simpel und banal. Wie sang his Bobness? „You better start swimming or you‘ll sink like a stone.“ (Verflixt! Ich denke manchmal schon in Popkultur-Zitaten.)“ [Quelle]
