Kategorie-Archiv: Feuilleton

Wo ist links, wo rechts? Teil V

[Teil IV] Es ist verlockend, an einer simplifizierten Landkarte der Bedeutungen festzuhalten. Für die Alltagsbewältigung nützt dieser Modus. Ich halte ihn sogar für notwendig, damit unzählige Abläufe nicht stocken oder gar verreiben.

Schloß Hainfeld in der Oststeiermark, wo Hammer-Purgstall zuhause war, mit Gästen aus dem Kosovo.
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Wo ist links, wo rechts? Teil IV

[Teil III] Rechts, Mitte und Links. Auf wilder See heftiger Diskurse wie auch im ruhigen Hafen der Sozialpartnerschaft verweisen wir zur Orientierung gerne auf drei politische Positionslichter, nicht bloß zwei. Die nützen uns, wenn wir über Koordinaten nachdenken. Es macht deutlich, daß wir weit mehr über Relationen als über Positionen reden.

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Wo ist links, wo rechts? Teil III

[Teil II] Ist Ihnen dieser Slogan geläufig? „Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will“. Es ist eine Zeile aus dem Bundeslied für den „Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein“ und wurde 1886 publiziert. Die Erste Strophe lautet: „Bet’ und arbeit’! ruft die Welt, / Bete kurz! denn Zeit ist Geld. / An die Thüre pocht die Noth – / Bete kurz! denn Zeit ist Brot.“ (Quelle)

Am Gleisdorfer Rennfeld
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Wo ist links, wo rechts? Teil II

[Teil I] Im 20. Jahrhundert bekam die alte Polarisierung neue Schärfe. Die Konfrontation „rechts der Adel, links das Bürgertum“ war da freilich Geschichte. Die Erste Industrielle Revolution hatten das Set völlig verändert. Die politischen Positionslichter „links“ und „rechts“ bekamen ganz andere Konnotationen.

1862: Der Dampf-Bulle – (Grafik: The Mechanic’s Magazine)
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Wo ist links, wo rechts?

Mit den politischen Positionslichtern „links“ und „rechts“ ist es wie mit unseren Religionen. Es gibt sehr viele verschiedene Konzepte, die unter der gleichen Flagge stehen. Katholizismus, Judentum, Islam, man kann darüber keine klare Aussage treffen, ohne den näheren Zusammenhang des jeweils Gemeinten darzulegen.

Die Wiener Revolutionäre huldigen Erzherzog Johann, Mai 1848, Ausschnitt einer Lithographie von Karl Lanzadelly. (Ws-KuLa, CC BY-SA 3.0)
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Howl: Jahr 18, elf

Netzwerke und prozeßhafte Arbeit, Teil II

Ein paar meiner bevorzugten Mantras in der Wissens- und Kulturarbeit scheinen nicht aus der Mode zu kommen. Zum Beispiel: „Vernetzung ist kein Inhalt, sondern ein Werkzeug.“ Warum ich das betone? Weil wenigstens die letzten zehn Jahre deutlich gemacht haben, daß sich aus öffentlichen Geldern Budgets lukrieren lassen, wenn man Vernetzungsarbeit als Projektinhalt angibt, besser: vorgibt.

1980er: Anregungen aus Deutschland
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Mein Metier

(Für eine nächste Kulturpolitik)

Es ist naheliegend und gar nicht anders denkbar: Im Kulturbetrieb haben sich während der Corona-Krise verschiedene Lager formiert, die inhaltlich an vielen Stellen erheblich divergieren. Ich finde genug Punkte, zu denen ich in völligem Dissens stehe. Da zeigen sich Positionen, denen ich nicht zustimmen kann.

Martin Krusche: „Die Kunst schweigt nie!“ (Foto: K. Feirer)
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